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TUE · 2026-03-24 · 09:59 GMTBRIEF NSR-2026-0324-32252
News/Sexualisierte Gewalt: Mehr als 250 prominente Frauen fordern…
NSR-2026-0324-32252News Report·DE·Legal & Judicial

Sexualisierte Gewalt: Mehr als 250 prominente Frauen fordern schärfere Gesetze

Mehr als 250 prominente Frauen in Deutschland, darunter Bärbel Bas, Luisa Neubauer und Carolin Kebekus, fordern in einem Zehn-Punkte-Papier schärfere Gesetze gegen sexualisierte Gewalt, insbesondere im digitalen Raum. Sie fordern unter anderem die Strafbarkeit von Deepfakes, die Durchsetzung des "Ja heißt Ja"-Prinzips im Sexualstrafrecht und die Aufnahme des Femizids als Straftatbestand.

FAZFiled 2026-03-24 · 09:59 GMTLean · Center-RightRead · 2 min
Sexualisierte Gewalt: Mehr als 250 prominente Frauen fordern schärfere Gesetze
FAZFIG 01
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10entities
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100%
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Briefing Summary

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Mehr als 250 prominente Frauen in Deutschland, darunter Bärbel Bas, Luisa Neubauer und Carolin Kebekus, fordern in einem Zehn-Punkte-Papier schärfere Gesetze gegen sexualisierte Gewalt, insbesondere im digitalen Raum. Sie fordern unter anderem die Strafbarkeit von Deepfakes, die Durchsetzung des "Ja heißt Ja"-Prinzips im Sexualstrafrecht und die Aufnahme des Femizids als Straftatbestand. Die Frauen fordern zudem spezialisierte Gerichte und Staatsanwaltschaften nach spanischem Vorbild sowie eine nationale Strategie zur Bekämpfung männlicher Gewalt. Sie fordern ein Treffen mit der Bundesregierung, um die Umsetzung ihrer Forderungen zu besprechen. Das Bundesjustizministerium arbeitet bereits an einem Gesetzentwurf zum digitalen Gewaltschutz.

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Article analysis

Model · rule-based
Framing
Legal & Judicial
Social Justice
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CalmNeutralAlarmist
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Key claims

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Initiators of the ten-point appeal are Ricarda Lang, Düzen Tekkal and Kristina Lunz.

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The Federal Ministry of Justice has been working on a draft law on digital violence protection for some time.

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The women demand the anchoring of the principle "Yes means Yes" in sexual criminal law.

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The women are calling for the creation and distribution of non-consensual sexualized deepfakes to be criminalized.

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More than 250 prominent women are demanding stricter laws against sexualized violence.

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Full report

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„Ja heißt Ja“: In einem Zehn-Punkte-Papier sprechen sich zahlreiche bekannte Unterstützerinnen wie Bärbel Bas, Luisa Neubauer und Carolin Kebekus für Änderungen im Strafrecht aus.In der Debatte über digitale sexualisierte Gewalt stellen mehr als 250 prominente Frauen konkrete Forderungen an die Bundesregierung. In einem Zehn-Punkte-Papier zum „Schutz vor männlicher Gewalt“, das am Montag bekannt wurde, sprechen sie sich unter anderem für Änderungen im Strafrecht und bessere Durchgriffsmöglichkeiten gegen digitale Plattformanbieter aus. Zu den Unterstützerinnen zählen die Vorsitzenden von SPD und Grünen, Bärbel Bas und Franziska Brantner, Klimaaktivistin Luisa Neubauer und Moderatorin Carolin Kebekus. Zuerst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet.Die Frauen fordern unter Punkt eins des Appells, das Herstellen und Verbreiten nicht-einvernehmlicher sexualisierter Deepfakes unter Strafe zu stellen. Dabei handelt es sich um täuschend echte, mithilfe künstlicher Intelligenz erstellte Bild- oder Video-Darstellungen von Menschen. Das reine Erstellen ist bisher nicht strafbar, gegen das Verbreiten ist das juristische Vorgehen kompliziert. Gefordert wird auch, dass Betroffene Anspruch bekommen auf schnelle Löschung solcher Inhalte im Netz, auf „Identifizierung der Täter sowie Schadensersatz und Accountsperrung“.Weitere Forderungen beziehen sich allgemein auf das Sexualstrafrecht. Dort solle der Grundsatz „Ja heißt Ja“ verankert werden, heißt es in dem Papier. Damit wäre jede sexuelle Handlung ohne klare Einwilligung strafbar. Außerdem solle der Straftatbestand des Femizids ins Strafgesetzbuch aufgenommen werden. Als Femizid wird das Töten einer Frau aufgrund ihres Geschlechts bezeichnet.Spezialisierte Gerichte wie in SpanienUm die Rechtsdurchsetzung zu verbessern, soll es nach dem Willen der Unterzeichnerinnen Gerichte und Staatsanwaltschaften geben, die auf Gewalt gegen Frauen spezialisiert sind. Sie verwiesen dabei auf das Vorbild Spanien. Nötig sei zudem eine verpflichtende „nationale Strategie zur Bekämpfung männlicher Gewalt“. Die Unterzeichnerinnen fordern außerdem die „sofortige Einberufung eines Treffens mit der Bundesregierung“, um über das Papier und seine Umsetzung zu sprechen.Das Bundesjustizministerium arbeitet bereits seit Längerem an einem Gesetzentwurf zum digitalen Gewaltschutz. Dieser soll nun im Laufe der Woche in die regierungsinterne Abstimmung gegeben werden, wie ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin sagte. Ein mehrseitiger Entwurf liegt der F.A.Z. vor.Initiatorinnen des Zehn-Punkte-Appells sind die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ricarda Lang sowie die Autorinnen Düzen Tekkal und Kristina Lunz, wie aus dem ursprünglichen Aufruf hervorgeht. Lunz veröffentlichte auf ihrem Instagram-Profil eine Liste von insgesamt 265 Unterstützerinnen, darunter Musikerinnen, Schauspielerinnen und Unternehmerinnen.In der Einleitung zu dem Aufruf wird explizit auf den Fall von Collien Fernandes verwiesen. Die Schauspielerin wehrt sich seit Jahren gegen Deepfake-Videos von ihr mit pornografischen Inhalten und machte das Thema digitale Gewalt an ihrem eigenen Beispiel öffentlich. Inzwischen hat sie ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, angezeigt und wirft ihm unter anderem Identitätsdiebstahl und sexualisierte Gewalt vor. Ulmens Anwalt nennt die entsprechende Medienberichterstattung rechtswidrig. Es würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“, hieß es in einer Erklärung auch gegenüber der F.A.Z. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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Entities

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Keywords & salience

9 terms
sexualisierte gewalt
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digitale sexualisierte gewalt
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