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TUE · 2026-04-14 · 12:41 GMTBRIEF NSR-2026-0414-67615
News/Iran-Krise: Erste Ölkonzerne melden sprudelnde Gewinne
NSR-2026-0414-67615·DE

Iran-Krise: Erste Ölkonzerne melden sprudelnde Gewinne

Der Bericht vom 14. April 2026 thematisiert die Auswirkungen der Iran-Krise und gestiegener Ölpreise auf Ölkonzerne.

Detlev LandmesserTagesschau (ARD)Filed 2026-04-14 · 12:41 GMTRead · 3 min
Iran-Krise: Erste Ölkonzerne melden sprudelnde Gewinne
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Der Bericht vom 14. April 2026 thematisiert die Auswirkungen der Iran-Krise und gestiegener Ölpreise auf Ölkonzerne. Unternehmen wie BP und Shell profitieren von den höheren Preisen, die durch die US-israelischen Angriffe auf den Iran ausgelöst wurden. BP erwartet ein starkes Ergebnis im ersten Quartal, da der Brent-Ölpreis deutlich gestiegen ist. Shell prognostiziert ebenfalls höhere Gewinne, insbesondere im Marketingbereich. Allerdings könnten einige Konzerne Einbußen im Flüssigerdgas-Geschäft (LNG) verzeichnen. Trotz des Trends zu erneuerbaren Energien investieren Ölriesen wie BP wieder verstärkt in Öl und Gas, um die Profitabilität zu steigern. Anleger hoffen auf eine friedliche Lösung der Krise, da die Börse die globalen Ereignisse widerspiegelt.

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marktbericht Stand: 14.04.2026 • 14:41 Uhr Die massiv gestiegenen Ölpreise lassen die Gewinne bei den Ölriesen sprudeln. Einige leiden jedoch auch unter dem Krieg am Golf. Am Aktienmarkt hoffen die Anleger derweil auf Frieden in der Region. Auch in der Iran-Krise zeigt sich: An der Börse spiegelt sich das Weltgeschehen zuweilen etwas verzerrt. Je nach Branche kann sich ein Weltereignis positiv oder negativ auf die Geschäfte auswirken. Besonders klar wird das, wenn ein Ereignis erhebliche Folgen für ein bestimmtes Gut hat, das von einer Branche produziert und von anderen konsumiert wird: so sind Öl und Gas aktuell die entscheidenden Güter, die die Börsenwelt in Gewinner und Verlierer scheiden. Ölriese BP profitiert von massiv gestiegenen Preisen Zu den Gewinnern gehören die großen Ölkonzerne, die von den massiv gestiegenen Preisen profitieren. Heute hat BP deswegen ein starkes Ergebnis in Aussicht gestellt. Im ersten Quartal werde der Gewinn im Handel außergewöhnlich gut ausfallen, teilte der britische Energiekonzern mit. Der Preis für die Rohölsorte Brent war nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran Ende Februar auf ein Mehrjahreshoch von fast 120 Dollar pro Barrel gestiegen. Im ersten Quartal lag der Preis für Brent im Schnitt bei rund 78 Dollar. Im Quartal zuvor waren es noch 63 Dollar gewesen. Auch bei der Weiterverarbeitung sorgen höhere Preise für höhere Gewinne. Die so genannten Raffineriemargen stiegen laut BP im ersten Quartal von zuvor 15,2 Dollar auf 16,9 Dollar. Das dürfte das Ergebnis im Produktgeschäft um 100 bis 200 Millionen Dollar verbessern. Die Öl- und Gasförderung werde dagegen im Vergleich zum Vorquartal voraussichtlich stagnieren, so BP. Die neue Entwicklung scheint auch die Ambitionen für Erneuerbare Energien bei dem Ölriesen zu dämpfen. Die neue BP-Chefin Meg O'Neill will zwar den Umbau des Konzerns fortsetzen, aber wieder verstärkt in das Öl- und Gasgeschäft investieren, um die Profitabilität zu steigern. Schon vergangene Woche hatte der größere Konkurrent Shell als einer der ersten Konzerne wegen der stark gestiegenen Ölpreise ein deutliches Gewinnplus angekündigt. In der Marketing-Sparte, zu der insbesondere das weltweite Tankstellennetz gehört, dürften die bereinigten Gewinne des ersten Quartals "deutlich höher ausfallen" als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025, teilte der weltweit fünftgrößte Ölkonzern mit. Einbußen könnte Shell allerdings das Geschäft mit Flüssigerdgas (LNG) bescheren. Die Briten haben langfristige Verträge mit Katar abgeschlossen, dessen LNG-Produktion wegen iranischer Angriffe auf seine Anlagen erheblich eingeschränkt ist. Zudem ist die Straße von Hormus für den Seetransport von LNG blockiert. Es zeigt sich also, dass die geographische Präsenz der Ölmultis in der Krise für den wirtschaftlichen Erfolg eine große Rolle spielt. Derzeit ist das Engagement in der Golfregion entscheidend. Das betrifft insbesondere den weltgrößten Ölkonzern Saudi Aramco. Im März hatte Konzernchef Amin Nasser den Iran-Krieg und seine Folgen als die größte Krise bezeichnet, der die Öl- und Gasindustrie der Region jemals ausgesetzt war. Aber auch der größte US-Ölkonzern ExxonMobil hat wegen des Krieges am Persischen Golf im ersten Quartal sechs Prozent seiner weltweiten Produktion eingebüßt. Die Hälfte dieser Ausfälle konzentriere sich auf einen Flüssiggaskomplex in Katar, an dem Exxon beteiligt ist. Zwei Produktionslinien für Flüssiggas seien beschädigt worden. Nach Schätzungen aus Katar könnte die Reparatur mehrere Jahre dauern. Normalerweise entfällt etwa ein Fünftel der weltweiten Produktion des texanischen Ölriesen auf die Region um den Persischen Golf. Die gestiegenen Öl- und Gaspreise, die laut Exxon etwa 2,5 Milliarden Dollar mehr in die Kasse spülen, können diese Einbußen voraussichtlich nicht wettmachen und die Texaner werden im ersten Quartal etwas weniger verdienen. Insgesamt beflügelt die Hoffnung auf neue Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA die Kurse. Der DAX gewinnt bis zum frühen Nachmittag rund ein Prozent. Zeitweise hatte der deutsche Leitindex sogar die Marke von 24.000 Punkten überschritten.
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