Al-Scharaa in Berlin: Ein umstrittener Gast aus Syrien
Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa wird in Berlin empfangen, was aufgrund seiner dschihadistischen Vergangenheit und Vorwürfen systematischer Verbrechen Kritik auslöst. Während die Bundesregierung auf eine Stabilisierung Syriens durch al-Scharaa hofft, warnen Politiker der Linken und Grünen vor einer Legitimation angesichts anhaltender Gewalt gegen Bevölkerungsgruppen wie Drusen, Alawiten, Kurden und Christen. Außenminister Wadephul räumt die Instabilität Syriens ein, sieht aber keine Alternative zu al-Scharaa und betont die ersten Schritte in Richtung Stabilität. Das deutsche Interesse an Syrien ist sicherheitspolitisch motiviert, insbesondere angesichts des Iran-Krieges, und innenpolitisch, da die Union auf eine Rückkehr syrischer Flüchtlinge drängt, was angesichts der Zerstörung vor Ort unrealistisch erscheint. Der Empfang al-Scharaas in Berlin erfolgt mit militärischen Ehren, was die Kontroverse zusätzlich verstärkt.