„Warum SPD ausgerechnet Betrüger schützen will, leuchtet nicht ein“, heißt es aus der Union
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat mit ihrem Vorstoß, das Fahren ohne Fahrschein zu entkriminalisieren, Kritik vom Koalitionspartner Union ausgelöst. Hubig argumentiert, dass die Strafverfolgung von "Schwarzfahren" Ressourcen der Justiz bindet, die sinnvoller eingesetzt werden könnten. Derzeit kann das "Erschleichen von Leistungen" gemäß §265a StGB mit Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr geahndet werden, was jährlich zu rund 9000 Ersatzfreiheitsstrafen führt, hauptsächlich für Arbeitslose und Obdachlose. Laut Deutschem Anwaltverein entstehen dadurch jährlich rund 200 Millionen Euro Kosten für Polizei, Justiz und Vollzugsanstalten. Während Grüne und Linke den Vorstoß unterstützen, kritisiert die Union, dass die SPD damit Betrüger schütze.