Unterhändler von Ukraine und USA zu Gesprächen zusammengekommenUnterhändler der Ukraine und der USA sind am Samstag in den USA zusammengekommen, um weitere Dreier-Gespräche mit Russland über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs vorzubereiten. Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte, fand am Samstag ein erstes Treffen statt. Die Gespräche sollen demnach am Sonntag fortgesetzt werden. Im Zentrum der Beratungen steht demnach die Frage, „inwieweit die russische Seite bereit ist, auf ein echtes Ende des Krieges hinzuarbeiten“.Nach Berichten ukrainischer Medien fand das Treffen im US-Bundesstaat Florida statt. Der US-Delegation gehörten demnach der Sondergesandte Steve Witkoff sowie der Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, an. Die Ukraine wurde vom ukrainischen Chefunterhändler Rustem Umerow und von Selenskyjs Berater Kyrylo Budanow vertreten.Witkoff sprach im Anschluss auf der Plattform X von einem „konstruktiven“ Treffen. Die Gespräche konzentrierten sich demnach darauf, verbleibende Streitpunkte „einzugrenzen und zu lösen“, um einer „umfassenden Friedensvereinbarung näherzukommen“.Eine trilaterale Gesprächsrunde mit Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA hatte zuletzt Mitte Februar in Genf stattgefunden. Diese brachte allerdings keine konkreten Ergebnisse. Moskau beharrt für ein Ende seines seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskriegs auf seiner Forderung, dass die Ukraine die gesamte Donbass-Region abtreten soll, was Kiew strikt ablehnt.Antea ObinjaPhilipp von ReinersdorffStrom- und Wasserversorgung in Teilen Kiews ausgefallenIn Teilen der ukrainischen Hauptstadt Kiew fallen Strom- und Wasserversorgung aus. Grund dafür sei ein Zwischenfall im Stromnetz, teilen die Behörden mit. Einsatzkräfte arbeiteten daran, die Versorgung in den Gebieten östlich des Flusses Dnipro wiederherzustellen, erklärt die Stadtverwaltung auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur führen in Kiew und anderen Großstädten immer wieder zu teils längeren Strom-Ausfällen.Philipp von ReinersdorffSelenskyj fordert Beschlagnahmung russischen ErdölsVor dem Hintergrund eines von Frankreich aufgebrachten Tankers der russischen „Schattenflotte“ hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Beschlagnahmung von russischen Erdöllieferungen gefordert. „Solange der Krieg andauert, solange die (russischen) Angriffe fortgesetzt werden, muss auch der Druck auf den Aggressor anhalten“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Kiew arbeitet demnach mit europäischen Ländern daran, dass diese auf Gesetzesebene den Stopp von Öltankern und das Beschlagnahmen von russischem Erdöl gestatten.Philipp von ReinersdorffRussischer Gouverneur: Vier tote Frauen durch ukrainischen BeschussIm russischen Grenzgebiet Belgorod sind nach Behördenangaben durch ukrainischen Beschuss mindestens vier Frauen getötet worden. Getroffen worden sei eine soziale Einrichtung im Dorf Smorodino, teilte Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. Das Dorf im Landkreis Graiworon liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.Eine weitere Frau sei schwer verletzt aus den Trümmern geborgen worden, schrieb Gladkow. Es sei nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Opfer gefunden werden. Das Gebiet Belgorod liegt in Reichweite ukrainischer Drohnen und Artillerie. Die Ukraine schießt bei ihrer Abwehr der russischen Invasion auch über die Grenze hinweg in Feindesland.Jonas WagnerStromausfall in ukrainischer Region Tschernihiw nach russichem AngriffEin russischer Drohnenangriff hat die Stromversorgung in einem Großteil der nordukrainischen Region Tschernihiw lahmgelegt, wie der örtliche Gouverneur Wjatscheslaw Tschaus mitteilte. Die Reparatur laufe. Die gleichnamige Regionalhauptstadt sei komplett ohne Strom, erklärte die dortige Stadtverwaltung. Die an Russland und Belarus grenzende Region hatte vor dem Krieg knapp eine Million Einwohner. Uli PutzUkraine greift Russland über Nacht mit mehr als 280 Drohnen anDie Ukraine hat Russland russischen Staatsmedien zufolge über Nacht mit mehr als 280 Drohnen angegriffen. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium berichtete, wurden in der Nacht zu Samstag insgesamt 283 auf russisches Staatsgebiet abgefeuerte Drohnen abgefangen. Demnach handelt es sich um einen der größten ukrainischen Angriffe seit Kriegsbeginn vor mehr als vier Jahren.Rund 90 Drohnen wurden in der südrussischen Region Rostow abgeschossen, wie Regionalgouverneur Juri Sljusar im Onlinedienst Telegram mitteilte. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte in Onlinediensten, dass 27 Drohnen auf die russische Hauptstadt zugesteuert und abgefangen worden seien. Bei weiteren Drohnenangriffen im Südwesten der Region Saratow wurden zudem zwei Menschen verletzt und mehrere Häuser beschädigt, wie der örtliche Gouverneur Roman Busargin bei Telegram mitteilte.Michaela Wiegel, KorrespondentinFrankreich entert Schiff der russischen Schattenflotte Die französische Marine hat am Freitag einen aus Russland kommenden Öltanker im Mittelmeer geentert. Das unter mosambikanischer Flagge fahrende Schiff „Deyna“ steht im Verdacht, zur russischen Schattenflotte zu gehören. Es kam aus Murmansk in Russland und wurde im westlichen Mittelmeer abgefangen. Der französische Präsident Emmanuel Macron bestätigte den Vorgang: „Der Krieg im Iran wird Frankreich nicht davon abhalten, die Ukraine zu unterstützen. (…) Schiffe, die internationale Sanktionen umgehen und das Seerecht verletzen, sind Kriegsprofiteure.“ Es ist bereits das dritte Mal, dass die französische Marine gegen Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte vorgeht. Niklas ZimmermannFreigelassene Belarussen sind in Litauen eingetroffen In Litauen sind 15 freigelassene belarussische politische Gefangene eingetroffen, die von der autoritären Führung in Minsk auf amerikanische Vermittlung freigelassen worden sind. Ein Sprecher der belarussischen Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja sprach nach deren Ankunft am Donnerstagabend in Vilnius vor Journalisten von einem „sehr wichtigen Tag“ und würdigte die Hilfe durch die litauischen Behörden. Tichanowskaja selbst schrieb auf Telegram, sie sei „glücklich und erleichtert“ und bedanke sich bei den USA für ihre Bemühungen um die Freilassung der Gefangenen.Nach Gesprächen mit einer amerikanischen Delegation unter Leitung des Sondergesandten John Coale hatte der mit Russland verbündete belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko am Donnerstag 250 politische Gefangene freigelassen. Davon sind nach Angaben von Tichanowskajas Büro 235 in ihrem Heimatland geblieben, die restlichen 15 sind nach Litauen gegangen. Dort wurden sie Medienberichten zufolge von zahlreichen Unterstützern freudig empfangen, als sie aus dem Bus stiegen.Im Gegenzug für die Freilassung hoben die USA mehrere Sanktionen gegen mehrere belarussische Firmen und Institutionen auf. Washington hatte zuvor bereits im Dezember 2025 einige Strafmaßnahmen gelockert, nachdem Minsk 123 politische Gefangene freigelassen hatte. Dagegen hatte die EU ihre Sanktionen gegen Belarus erst kürzlich um weitere zwölf Monate verlängert – und sollte nach Ansicht von Litauen nicht dem Beispiel der USA folgen.Niklas ZimmermannHandelsschiffe durch russischen Angriff beschädigtBei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Schwarzmeer-Region Odessa sind nach Angaben der örtlichen Behörden zwei unter ausländischer Flagge fahrende Handelsschiffe beschädigt worden. Bei dem nächtlichen Angriff seien zudem zwei Menschen verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, weiter mit. Getroffen worden seien auch ein Getreidesilo und Verwaltungsgebäude. Die beiden zivilen Frachter unter der Flagge von Palau und Barbados hätten im Hafen gelegen und seien mit Getreide beladen gewesen. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Russland greift immer wieder die ukrainische Hafeninfrastruktur an, die auch für die weltweite Getreideversorgung wichtig ist. Fabian DrahmouneEU will Ukraine-Kredit trotz Ungarns Blockade auszahlenDie EU will Wege finden, den zugesagten Kredit von 90 Milliarden Euro an die Ukraine trotz des anhaltenden Widerstands Ungarns auszuzahlen. „Wir werden auf die eine oder andere Weise liefern“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem EU-Gipfel in Brüssel. EU-Ratspräsident Antonio Costa erklärte dazu, die EU-Staats- und Regierungschefs hätten den „inakzeptablen“ Widerstand Ungarns gegen die Auszahlung des Ukraine-Kredits bei ihrem Treffen verurteilt: „Eine Vereinbarung ist eine Vereinbarung, wir müssen zu unserem Wort stehen. Und niemand kann den Europäischen Rat erpressen."Fabian DrahmouneNein zu Ukraine-Kredit: Merz kündigt Orbán Konsequenzen anBundeskanzler Friedrich Merz hat die anhaltende Blockade milliardenschwerer Ukraine-Hilfen durch den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán als „Akt grober Illoyalität“ kritisiert. „Wir sind uns einig, dass wir das, was heute geschehen ist im Europäischen Rat, so nicht hinnehmen“, sagte der CDU-Chef nach den Beratungen der Staats- und Regierungschefs der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Brüssel. „Das wird auch Konsequenzen haben, die weit über dieses einzelne Ereignis hinausreichen.“Friedrich Merz, BundeskanzlerDas Agieren Orbáns werde „tiefe Spuren hinterlassen“. Auch diejenigen, die sehr viel länger als er selbst bei EU-Gipfeln dabei seien, habe das Verhalten „zutiefst verärgert“. Im Zuge der anstehenden Haushaltsaufstellung der EU müsse man nun „noch einmal ganz grundsätzlich“ darüber beraten. Der in seiner Heimat um eine Wiederwahl kämpfende Rechtspopulist Orbán beharrt weiter darauf, erst dann sein Veto zurückzuziehen, wenn Ungarn wieder russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline bekommt. Orbán behauptet, ohne das günstige russische Öl würden ungarische Haushalte und Unternehmen bankrottgehen.Philipp von ReinersdorffNeue Ukraine-Gespräche in den USA am Samstag geplantUnterhändler der Ukraine und der USA sollen sich laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Samstag in den Vereinigten Staaten treffen, um die ins Stocken geratenen Gespräche über eine Beendigung des russischen Angriffskriegs zu beleben. „Das ukrainische Team – genauer gesagt der politische Teil der Verhandlungsdelegation – ist bereits unterwegs“, sagte Selenskyj am Donnerstag in seiner allabendlichen Videoansprache. Es sei „wichtig, dass von amerikanischer Seite Signale hinsichtlich ihrer Bereitschaft kommen, im Rahmen der bestehenden Verhandlungsformate weiter daran zu arbeiten, Russlands Krieg gegen die Ukraine zu beenden“, sagte Selenskyj und fügte an: „Es gab eine Pause in den Verhandlungen. Es ist an der Zeit, sie zu beenden.“In der vergangenen Woche hatte sich der russische Gesandte Kirill Dmitrijew mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner im US-Bundesstaat Florida getroffen. Dmitrijew sprach im Anschluss von einem „produktiven Treffen“. Zuvor hatte die US-Regierung angekündigt, verhängte Sanktionen gegen russisches Erdöl aufzuheben. In Genf hatte Mitte Februar eine trilaterale Gesprächsrunde mit Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA stattgefunden, die allerdings keine konkreten Ergebnisse brachte. Moskau beharrt für ein Ende seines seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskriegs auf seiner Forderung, dass die Ukraine die gesamte Donbass-Region abtreten soll – was Kiew strikt ablehnt.„Es gab eine Pause in den Verhandlungen. Es ist an der Zeit, sie zu beenden.“Wolodymyr Selenskyj, Ukrainischer PräsidentMehr ladenTickarooLive Blog Software
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FAZ DiplomaticNews ReportDE 7 min read 50% complete by Philipp von ReinersdorffMarch 21, 2026 at 10:43 PM

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AI-ExtractedSelenskyj demands confiscation of Russian oil supplies.
factual — Wolodymyr Selenskyj100% confidence
Parts of Kyiv are experiencing power and water outages due to an incident in the power grid.
factual — Authorities100% confidence
Steve Witkoff called the meeting 'constructive' on X.
quote — Steve Witkoff100% confidence
Talks focus on Russia's willingness to work towards a real end to the war.
quote — Wolodymyr Selenskyj100% confidence
Ukraine and USA met to prepare further talks with Russia to end the Ukraine war.
factual — Article100% confidence
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Ukraine
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