PfadnavigationHomePanorama309 Fahrgäste an BordUnbekannte legen Betonplatten auf Schienen – Regionalzug kann nicht mehr bremsenStand: 12:12 UhrLesedauer: 2 MinutenEine Regionalbahn der Deutschen Bahn (Archivbild)Quelle: picture alliance/Geisler-Fotopress/Christoph Hardt/Geisler-FotopressIn
NRW ist es fast zu einem schweren Bahnunglück gekommen: Bei
Kamen haben Unbekannte Betonplatten aus einem Kabelschacht entfernt und absichtlich auf die Gleise gelegt, ein Regionalzug stieß mit ihnen zusammen. Nun ermittelt der
Staatsschutz.Ein Regionalexpress ist im
Ruhrgebiet mit auf den Gleisen abgelegten Betonplatten kollidiert. Verletzte gab es bei dem Zusammenstoß in der Nacht zum Sonntag keine, die Polizei schließt aber einen politischen Hintergrund der gefährlichen Aktion nicht aus. Der
Staatsschutz wurde eingeschaltet und ermittelt nun.Der Zug der war Polizei-Angaben zufolge auf dem Weg von
Aachen nach Hamm (Westfalen). Zwischen
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Kamen-Methler und dem Bahnhof
Kamen habe der Lokführer plötzlich Gegenstände auf den Gleisen entdeckt. Der Mann leitete eine Notbremsung ein, konnte einen Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Nach der Kollision war der Regionalexpress nicht mehr fahrbereit. Die insgesamt 309 Passagiere konnten mit einem Ersatzzug ihre Reise fortsetzen.Lesen Sie auchDie Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass ein oder mehrere Täter mutwillig mehrere Betonplatten und eine Metallstange auf die Gleise gelegt hatten. Die Platten seien zuvor von einem Kabelschacht neben der Bahnstrecke entfernt worden. Der Tatort befinde sich in der Nähe einer Unterführung.Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Sie sucht nach Zeugen, die etwa verdächtige Personen an der Bahnstrecke gesehen haben könnten.Anschläge auf Bahnstrecken häufen sichIn den vergangenen Monaten hat es immer wieder Anschläge auf Bahnstrecken gegeben. Erst vor einer Woche hat eine S-Bahn in
München mit rund 200 Fahrgästen mehrere Betonplatten überfahren, die auf den Gleisen lagen. Nach Angaben des Lokführers war der Schlag am Fahrzeug so heftig, dass die Räder des vorderen Drehgestells kurzzeitig abhoben, wie die
Bundespolizei mitteilte. Der 45-Jährige habe am Samstagabend sofort eine Schnellbremsung eingeleitet und einen Notruf abgesetzt. Verletzt wurde niemand. Lesen Sie auchDie
Bundespolizei stellte elf Betonplatten mit einer Größe von etwa 50 mal 40 Zentimetern sicher. Demnach wogen die Platten je 20 Kilogramm und stammten von einer Kabelschachtabdeckung. Lesen Sie auchIm August 2025 wurde auf die wichtige Nord-Süd-Strecke in
NRW in Düsseldorf ein Brandanschlag verübt. Zudem wurde ein zweiter Brandschaden bei einer Begehung der Strecke am Freitag rund zwei Kilometer entfernt entdeckt worden. Die Polizei ging ebenfalls von Sabotage aus. Auf der linken Plattform Indymedia wurde damals in Bekennerschreiben veröffentlicht. Ein „Kommando Angry Birds“ reklamierte darin die Taten für sich. Nur vier Wochen später wurden auf derselben Strecke in einem Kabelschacht sämtliche Leitungen mit einem Trennschleifer durchtrennt.dpa/kami