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SUN · 2026-03-22 · 11:46 GMTBRIEF NSR-2026-0322-28846
News/Gewalt gegen Frauen: Fernandes ruft zu Demo auf, auch Neubau…
NSR-2026-0322-28846News Report·DE·Social Justice

Gewalt gegen Frauen: Fernandes ruft zu Demo auf, auch Neubauer spricht als Betroffene

Collien Fernandes hat über Instagram zu einer Demonstration für besseren Schutz von Frauen vor Gewalt aufgerufen, die am Sonntag, den 22. März, um 16 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin stattfinden soll.

Sara PeschkeSueddeutsche ZeitungFiled 2026-03-22 · 11:46 GMTLean · Center-LeftRead · 3 min
Gewalt gegen Frauen: Fernandes ruft zu Demo auf, auch Neubauer spricht als Betroffene
Sueddeutsche ZeitungFIG 01
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Collien Fernandes hat über Instagram zu einer Demonstration für besseren Schutz von Frauen vor Gewalt aufgerufen, die am Sonntag, den 22. März, um 16 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin stattfinden soll. Neben Fernandes werden auch die Klimaaktivistinnen Luisa Neubauer und Theresia Crone als Betroffene sprechen. Die Demonstration wird von der Initiative "Nur Ja heißt Ja" und dem "Feminist Fight Club" unterstützt, wobei auch Musikerinnen auftreten sollen. Bei der Polizei wurden 500 Teilnehmer angemeldet. Fernandes fordert Solidarität, Gerechtigkeit und Gesetzesänderungen. Zuvor hatte sie in den "Tagesthemen" über digitale Gewalt gesprochen und mehr Aufmerksamkeit für dieses Thema gefordert.

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Social Justice
Human Rights
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Ulmen's lawyer announced legal action against the reports.

factualChristian Schertz
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Fernandes accused her ex-husband Christian Ulmen of severe digital abuse.

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Luisa Neubauer and Theresia Crone are announced as participants, described as 'affected'.

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The demonstration is scheduled for March 22nd at the Brandenburg Gate in Berlin.

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Collien Fernandes called for a demonstration for better protection of women against violence.

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Die Schauspielerin Collien Fernandes hat via Instagram zu einer Demonstration für einen besseren Schutz von Frauen vor sexueller, physischer und psychischer Gewalt aufgerufen. Die Veranstaltung soll am Sonntag (22. März) um 16 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin stattfinden. „Lasst uns laut sein und laut bleiben“, fordert sie. „Lasst uns Licht in das Dunkelfeld bringen!“Aktuell angekündigt wurden – als „Betroffene“, wie es hieß – die Klimaschutzaktivistinnen Luisa Neubauer und Theresia Crone. Auftreten sollen am Nachmittag am Brandenburger Tor auch mehrere Musikerinnen, wie die Initiative „Nur Ja heißt Ja“ und ein nach eigenen Angaben neu gegründetes Bündnis „Feminist Fight Club“ mitteilten. Bei der Polizei wurden 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet – ob es angesichts der Relevanz des Themas dabei bleibt, dürfte fraglich sein.Es gehe um „Solidarität, Gerechtigkeit und eine echte Veränderung in Form von klaren Gesetzen und echte Konsequenzen“, hatte Fernandes am Samstag via Instagram angekündigt. In dem Post bedankt sie sich auch für „den überwältigenden Support“, der ihr wirklich geholfen habe. Auf dem Instagram-Foto ist Fernandes’ Arm mit einem Tattoo zu sehen. Darauf steht: „free“. Innerhalb von nur einer Stunde wurde der Eintrag am Samstagvormittag mehr als 40000-mal gelikt, inzwischen hat er mehr als 500000 Likes.InstagramDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Instagram angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Instagram angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.Fernandes’ Auftritt in der ARDAm Freitagabend hatte Collien Fernandes sich, einen Tag nach der Veröffentlichung der aufsehenerregenden Spiegel-Recherche, in der sie ihrem Ex-Mann Christian Ulmen schweren digitalen Missbrauch vorwirft, ausführlich in den „Tagesthemen“ geäußert. In dem Interview, von dem zuvor schon Ausschnitte in der „Tagesschau“ ausgestrahlt worden waren, forderte die Schauspielerin und Moderatorin ebenfalls mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit für das Thema digitale Gewalt. „Ich habe das Gefühl, dass es jahrelang nicht ernst genommen wurde. Ich finde es wichtig, aufzuzeigen, dass digitale Gewalt reale Gewalt ist. Ich war lange in psychotherapeutischer Behandlung.“Schauspielerin Collien Fernandes Henning Kaiser/dpaUlmen soll während ihrer Ehe über Jahre hinweg künstlich erstelltes, teils explizit pornografisches Material von Fernandes verbreitet und unter ihrem Namen und ohne ihr Wissen Fake-Accounts bei sozialen Medien wie Linkedin erstellt haben. Der Schauspieler soll sich außerdem mit Männern zum Telefonsex verabredet und sich dabei als seine damalige Frau Fernandes ausgegeben haben. Es gilt die Unschuldsvermutung. Ulmens Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an, bei der es sich „in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung“ handle. Zudem würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“.Ende 2025 hat Fernandes in Spanien Strafanzeige gegen Ulmen wegen Identitätsdiebstahls, öffentlicher Beleidigung, Offenlegung von Geheimnissen, wiederholter Misshandlung und schwerer Bedrohung erstattet. Möglich war das, weil der mutmaßliche Tatort laut Fernandes in Spanien liege, der Beschuldigte habe dort seinen Hauptsitz.Collien Fernandes und Christian Ulmen:Der Feind im eigenen BettIn den sozialen Medien tauschen Frauen nach der „Spiegel“-Recherche zu den Vorwürfen von Collien Fernandes ihre Wut über die Geschlechterverhältnisse aus. Zur Bitterkeit und der Frage, wie aus ihr etwas erwachsen könnte.Hubig will schnell handelnIn dem Interview mit der ARD wies Fernandes noch einmal auf die großen Gesetzeslücken in Deutschland bei Gewalt- und Cybergewalt-Fällen hin, unter anderem, weil Anzeigen oftmals nicht weiterverfolgt oder schnell fallengelassen würden. „Ich habe selbst Erfahrungen mit dem Justizversagen gemacht“, sagt sie. „Und jetzt, wo ich weiß, wer dahintersteckt, hat sich meine Haltung zu dem Thema nicht verändert, dass sich dringend etwas ändern muss.“ Deutschland sei aus ihrer Sicht „ein absolutes Täterparadies“.Auch nach dem Willen von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) soll das Erstellen und Verbreiten KI-generierter Nacktbilder und Pornografie, sogenannter Deepfakes, künftig strafbar sein. Sie will ein entsprechendes Gesetzesvorhaben auf den Weg bringen, sagte die Ministerin im Interview dem Magazin „Spiegel“. Das sei eine Lücke im Strafrecht gegen digitale Gewalt, die geschlossen werden müsse.Ein Sprecher des Justizministeriums sagte am Freitag in Berlin, dass der Gesetzentwurf praktisch fertig sei und innerhalb sehr kurzer Zeit vorgelegt werden solle. Die geplanten Gesetzesänderungen sollen Hubig zufolge nicht nur pornografische KI-Bilder umfassen, sondern Fakes insgesamt, welche in die Persönlichkeitsrechte eingreifen.
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