NEWSAR
Multi-perspective news intelligence
SRCDeutsche Welle (DE)
LANGDE
LEANCenter
WORDS655
ENT10
SUN · 2026-03-22 · 15:00 GMTBRIEF NSR-2026-0322-29049
News/Rom: Ärger um Engel mit angeblichem Meloni-Gesicht
NSR-2026-0322-29049News Report·DE·Political Strategy

Rom: Ärger um Engel mit angeblichem Meloni-Gesicht

Ein restaurierter Engel in der Basilika San Lorenzo in Lucina in Rom sorgt für Aufregung, da er angeblich Ähnlichkeit mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni aufweist. Die Zeitung "La Repubblica" berichtete, dass der Engel nach der Restaurierung Melonis Gesichtszüge trägt, was von der Diözese Rom und dem Kulturministerium untersucht wird.

Sarah HucalDeutsche Welle (DE)Filed 2026-03-22 · 15:00 GMTLean · CenterRead · 3 min
Rom: Ärger um Engel mit angeblichem Meloni-Gesicht
Deutsche Welle (DE)FIG 01
Reading time
3min
Word count
655words
Sources cited
4cited
Entities identified
10entities
Quality score
100%
§ 01

Briefing Summary

AI-generated
NEWSAR · AI

Ein restaurierter Engel in der Basilika San Lorenzo in Lucina in Rom sorgt für Aufregung, da er angeblich Ähnlichkeit mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni aufweist. Die Zeitung "La Repubblica" berichtete, dass der Engel nach der Restaurierung Melonis Gesichtszüge trägt, was von der Diözese Rom und dem Kulturministerium untersucht wird. Meloni selbst reagierte humorvoll auf die Behauptungen. Die Basilika hat seitdem an Popularität gewonnen, wobei Besucher kommen, um den "Meloni-Engel" zu fotografieren. Die Kontroverse rührt daher, dass die Basilika bereits eine Büste des letzten italienischen Königs Umberto II. enthält und Melonis Partei ihre Wurzeln in der neofaschistischen Bewegung hat, was die Ähnlichkeit des Engels mit der Ministerpräsidentin politisch brisant macht. Das Bistum hat eine Entscheidung "auf höchster Ebene" angekündigt.

Confidence 0.90Sources 4Claims 5Entities 10
§ 02

Article analysis

Model · rule-based
Framing
Political Strategy
Human Interest
Tone
Mixed Tone
AI-assessed
CalmNeutralAlarmist
Factuality
0.70 / 1.00
Factual
LowHigh
Sources cited
4
Well sourced
FewMany
§ 03

Key claims

5 extracted
01

The Five Star Movement criticized the alleged resemblance, fearing propaganda.

factualFive Star Movement
Confidence
1.00
02

Meloni joked on Instagram that she doesn't look like an angel.

quoteGiorgia Meloni
Confidence
1.00
03

The Diocese of Rome and the Italian Ministry of Culture have launched investigations.

factual
Confidence
1.00
04

The basilica is attracting visitors who want to photograph the 'Meloni angel'.

factual
Confidence
0.90
05

A restored angel in a basilica allegedly resembles Italian Prime Minister Giorgia Meloni.

factualLa Repubblica
Confidence
0.80
§ 04

Full report

3 min read · 655 words
3. Februar 2026Der restaurierte Engel in einer Basilika trägt offenbar die Züge der italienischen Ministerpräsidentin - und sorgt in Italien für Aufregung. Jetzt hat das Bistum eine Entscheidung "auf höchster Ebene" angekündigt.https://p.dw.com/p/57zIySieht dieser Engel aus wie Giorgia Meloni? Bild: Stefano Carofei/Avalon/Photoshot/picture allianceDie italienische Tageszeitung "La Repubblica" behauptete in einem Bericht, der Engel in der Basilika San Lorenzo in Lucina sei so verändert worden, dass er der ultrarechten 49-jährigen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ähnele. "Vor der Restaurierung war es ein ganz gewöhnlicher Putto. Heute hat er das Gesicht der mächtigsten Frau des Landes", hieß es in dem Artikel vom 31. Januar. Die Diözese Rom und das italienische Kulturministerium reagierten schnell und leiteten Untersuchungen ein. Die raschen Reaktionen deuten darauf hin, dass man wenig Toleranz gegenüber einer Figur zeigt, die viele für unpassend in einem sakralen Raum halten. Meloni selbst nahm den Vorfall mit Humor. Sie postete auf Instagram ein Bild der geflügelten Figur und schrieb dazu: "Nein, ich sehe definitiv nicht aus wie ein Engel." Inzwischen hat die Basilika eine Art Promi-Status erlangt. Medienberichten zufolge strömen Menschen herbei um Fotos vom "Meloni-Engel" zu machen. Dabei stören sie auch schon mal einen Gottesdienst. Die Kirche liegt in der Nähe von Roms berühmtesten Touristenattraktionen wie der Spanischen Treppe oder dem Trevi-Brunnen. Giorgia Meloni bei einem EU-Gipfel 2025Bild: Geert Vanden Wijngaert/AP Photo/picture alliance Im Jahr 2000 wurde eine der vorderen Kapellen der Basilika renoviert und dabei eine Büste des letzten italienischen Königs, Umberto II., hinzugefügt. Um die Büste herum zeigen Wandfresken zwei Engel. Der eine Engel reicht dem in Ungnade gefallenen Herrscher die Krone. Der andere hält eine Schriftrolle mit den Umrissen Italiens in der Hand - und trägt jetzt nach Ansicht vieler Melonis Gesichtszüge. Dass dies für Aufregung sorgt, hat gute Gründe: Italien hatte die Monarchie nach dem Zweiten Weltkrieg abgeschafft, weil sie den faschistischen Führer Benito Mussolini unterstützt hatte. Melonis Partei wiederum führt ihre Wurzeln auf die neofaschistische Bewegung zurück, die nach dem Ende von Mussolinis Herrschaft entstand. Dass der Engel nun aussieht wie die Ministerpräsidentin von der Rechtspartei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens), stößt vielen Menschen unangenehm auf. Das komplette Ensemble in der Basilika San Lorenzo in LucinaBild: Matteo Nardone/ipa-agency/picture alliance Seit dem Zeitungsbericht melden sich Stimmen aus allen Lagern zu Wort. Die oppositionelle Fünf-Sterne-Bewegung äußerte scharfe Kritik und erklärte in einer Stellungnahme: "Wir können nicht zulassen, dass Kunst und Kultur Gefahr laufen, zu einem Werkzeug für Propaganda zu werden - unabhängig davon, ob das dargestellte Gesicht das der Ministerpräsidentin ist oder nicht." Der Restaurator selbst, der 83-jährige Bruno Valentinetti, der laut "La Repubblica" dem rechten Lager zugetan sei, wies gegenüber italienischen Medien zurück, dass Meloni Einfluss gehabt habe. Er sagte, er habe lediglich sein eigenes Originalgemälde aus dem Jahr 2000 restauriert. Der Pfarrer der Kirche räumte die Ähnlichkeit ein, maß ihr jedoch keine Bedeutung bei. Gegenüber der Nachrichtenagentur AP verwies er darauf, dass es eine lange Tradition gebe, bekannte Persönlichkeiten in Kunstwerken darzustellen. Der Generalvikar von Rom, Kardinal Baldassare Reina, hat dagegen rasch gehandelt, eine Untersuchung angekündigt und betont, dass politische Figuren keinen Platz in der kirchlichen Kunst hätten. Das Fresko ist derzeit ein beliebtes FotomotivBild: Stefano Carofei/Avalon/Photoshot/picture alliance "Mit der Erneuerung des Engagements der Diözese Rom für den Erhalt ihres künstlerischen und spirituellen Erbes wird nachdrücklich bekräftigt, dass Bilder der sakralen Kunst und der christlichen Tradition nicht missbraucht oder instrumentalisiert werden dürfen, da sie ausschließlich dazu bestimmt sind, das liturgische Leben sowie das persönliche und gemeinschaftliche Gebet zu unterstützen", erklärte die Diözese in einer Stellungnahme. Die nationale Denkmalbehörde prüft unterdessen nach eigenen Angaben, ob der Engel wieder in seinen Originalzustand versetzt werden muss. Falls es für die eigenmächtige Veränderung durch den Restaurator keine Genehmigung gab, soll der Engel wieder sein ursprüngliches Gesicht erhalten. Die Entscheidung über die Zukunft des Engels wird nach Angaben des Bistums "auf höchster Ebene" getroffen. Höher kann es kaum gehen, denn alle Kirchen Roms unterstehen Papst Leo XIV., der zugleich Bischof von Rom ist. Adaption aus dem Englischen: Silke Wünsch (mit dpa/ap)
§ 05

Entities

10 identified
§ 06

Keywords & salience

10 terms
engel
0.90
giorgia meloni
0.80
restaurierung
0.70
basilika
0.70
aufregung
0.60
italien
0.60
diözese rom
0.50
kulturministerium
0.50
monarchie
0.40
faschismus
0.40
§ 07

Topic connections

Interactive graph
Network visualization showing 48 related topics
View Full Graph
Person Organization Location Event|Click node to navigate|Edge numbers = shared articles