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SUN · 2026-03-22 · 15:56 GMTBRIEF NSR-2026-0322-29111
News/Tausende protestieren in Berlin gegen digitale Gewalt
NSR-2026-0322-29111News Report·DE·Social Justice

Tausende protestieren in Berlin gegen digitale Gewalt

Am Sonntag, den 22. März 2026, demonstrierten in Berlin rund 2.500 Menschen gegen sexualisierte digitale Gewalt.

tagesschau.deTagesschau (ARD)Filed 2026-03-22 · 15:56 GMTLean · CenterRead · 2 min
Tausende protestieren in Berlin gegen digitale Gewalt
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Am Sonntag, den 22. März 2026, demonstrierten in Berlin rund 2.500 Menschen gegen sexualisierte digitale Gewalt. Die Kundgebung am Brandenburger Tor wurde vom Bündnis "Feminist Fight Club!" initiiert, um Solidarität mit Opfern digitaler und analoger Gewalt zu zeigen. Anlass für den Protest waren Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen, der angeblich Fake-Profile erstellt und pornografische Inhalte über sie verbreitet haben soll. Politiker wie Innenminister Jan Redmann forderten eine konsequente Durchsetzung des Rechts und besseren Schutz der Betroffenen. Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe verwies auf ein neues Projekt gegen digitale geschlechtsspezifische Gewalt in Berlin.

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Social Justice
Legal & Judicial
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Jan Redmann (CDU) called for the consistent enforcement of existing laws against digital violence.

quoteJan Redmann (CDU)
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Christian Ulmen's lawyer stated the reporting is unlawful and spreads untrue facts.

quoteChristian Ulmen's Anwalt
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Collien Fernandes accuses Christian Ulmen of creating fake profiles and sending pornographic content about her.

quoteCollien Fernandes
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Around 2,500 people gathered at the Brandenburg Gate for the demonstration.

statisticPolizei und rbb-Reporter
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Thousands protested in Berlin against digital violence, sparked by Collien Fernandes' allegations against Christian Ulmen.

factual
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Fall Collien Fernandes Tausende protestieren in Berlin gegen digitale Gewalt Stand: 22.03.2026 • 16:56 Uhr In Berlin haben mehrere Tausend Menschen ihre Solidarität mit den Opfern von sexualisierter digitaler Gewalt gezeigt. Anlass sind die Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. Tausende Menschen protestieren am Sonntagnachmittag in Berlin gegen digitale Gewalt.Zur Demonstration "Gegen sexualisierte digitale Gewalt - Solidarität mit allen Opfern" haben sich am Brandenburger Tor rund 2.500 Menschen versammelt, wie die Polizei und rbb-Reporter vor Ort berichten. Angemeldet waren 500 Teilnehmende.Initiiert hat den Protest das nach eigenen Angaben neu gegründete Bündnis "Feminist Fight Club!". Das Bündnis kritisiert "strukturelle Missstände und Gesetzeslücken im Kontext von digitaler und analoger sexualisierter Gewalt in Deutschland". Es gehe um Solidarität mit allen Betroffenen von digitaler, aber auch analoger sexualisierter Gewalt. Auf Plakaten waren Slogans zu lesen wie "Mein Körper gehört mir - auch digital". Als Rednerin angekündigt wurde auch die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer. Die Kundgebung solle angesichts der aktuellen Debatte über digitale Gewalt in Solidarität mit der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes stattfinden, hieß es. Auch Fernandes selbst hatte in den sozialen Netwerken zu der Demonstration aufgerufen.Sie hatte in einem Bericht des "Spiegel" schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann, den Schauspieler Christian Ulmen, erhoben und wirft ihm vor, er habe von ihr Fake-Profile erstellt, von denen aus er pornografische Inhalte über sie verschickt haben soll.Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt teilte mit, "die Berichterstattung ist (...) aus mehreren Gründen rechtswidrig." Es würden "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet." Der Brandenburger Innenminister Jan Redmann (CDU) forderte am Sonntag, geltendes Recht konsequent durchzusetzen. "Wir müssen dafür sorgen, dass Polizei und Sicherheitsbehörden Täter auch im Netz identifizieren, Straftaten verhindern und Betroffene wirksam schützen können", sagte er laut einer Mitteilung seines Ministeriums. Deepfakes seien keine virtuelle Nebensache. "Digitale Gewalt ist reale Gewalt."Die Berliner Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) wies auf ein neu gestartetes Projekt in Berlin hin, das sich "gegen digitale geschlechtsspezifische Gewalt aus dem sozialen Umfeld" richte. Mit Fortbildungen und technischer Beratung sollen Beratungsstellen und Schutzunterkünfte in Berlin gestärkt werden, damit betroffene Frauen schneller Hilfe bekommen. Bundesjustizministerin hat Gesetzentwurf angekündigt Bereits am Samstag forderte die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) ein wirksames digitales Gewaltschutzgesetz. "Wer Menschen im Netz jagt, bedroht oder entwürdigt, greift ihre Würde genauso an wie auf offener Straße", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.Dagegen müsse der Staat konsequent, entschlossen und mit strafrechtlichen Konsequenzen reagieren, so Spranger weiter. "Ein wirksames digitales Gewaltschutzgesetz muss Lücken im Strafgesetz schließen." Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte angekündigt, zügig ein Gesetz zum besseren Schutz vor digitaler Gewalt vorzulegen.
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digitale gewalt
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