Landtagswahl
Rheinland-Pfalz CDU feiert,
SPD frustriert Stand: 22.03.2026 • 19:35 Uhr Die
CDU kann jubeln: Nach 35 Jahren wird sie voraussichtlich wieder den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten stellen. Die
SPD sieht einen "herben Rückschlag".
AfD und
Grüne zeigen sich zufrieden. Mit Blick auf die Hochrechnung bei der Landtagswahl in
Rheinland-Pfalz jubelt die
CDU. "Die
CDU Rheinland-Pfalz ist wieder da", sagte Spitzenkandidat
Gordon Schnieder in Mainz. "Es wird ohne uns in diesem Land nicht mehr regiert in den nächsten Jahren."
CDU-Generalsekretär
Carsten Linnemann sprach in der ARD von einem "großartigen Erfolg". "Wenn es so bleibt, sind wir nach 35 Jahren endlich wieder in der Landesregierung." Er lobte den Wahlkampf von Spitzenkandidat Schnieder, der "unglaublich authentisch ist, das sagt, was die Menschen von Politikern erwarten". Unionsfraktionschef
Jens Spahn sah in den Hochrechnungen "Rückenwind" für die Bundes-
CDU. Der Wahlabend in
Rheinland-Pfalz sei "historisch". Den Hochrechnungen zufolge verliert die
SPD die Staatskanzlei in
Rheinland-Pfalz. "Das ist für uns schon ein herber Rückschlag", sagte
SPD-Generalsekretär
Tim Klüssendorf in der ARD. Der Spitzenkandidat der Partei,
Alexander Schweitzer, habe einen "hervorragenden Wahlkampf" gemacht und "tolle Zustimmungswerte" gehabt. Er sehe ganz klar auch eine Verantwortung bei der Bundesspitze in Berlin, so Klüssendorf. Nun müsse die
SPD "endlich in die Offensive kommen". Eine Personaldiskussion bringe aber niemanden weiter. Auch
SPD-Chefin
Bärbel Bas sieht die Bundesebene ihrer Partei mitverantwortlich. "Das ist in der Tat sehr bitter. Das ist auch nicht schönzureden", sagte Bas im ZDF. "Das ist für uns ein einschneidendes Ergebnis." Jubelbilder gab es hingegen bei den Grünen - trotz geringen Verlusten im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl 2021. Bundesvorsitzende
Franziska Brantner sprach von einem "guten Ergebnis" in einer herausfordernden Situation. "Wir sind stabil geblieben", sagte sie. "Wir hätten auch gerne weiter regiert, aber jetzt gehen wir stark in die Opposition." Bislang regierte in
Rheinland-Pfalz eine Ampelkoalition. Beim Blick auf die erste Prognose gab es auch Freude und Umarmungen bei der
AfD. Bundeschefin Alice Weidel lobte eine "großartige Wahlkampfarbeit". Sie verwies darauf, dass in
Rheinland-Pfalz eine Koalition der
CDU mit der
AfD rechnerisch nach aktuellem Stand möglich wäre. Doch hätten sich die Parteien dagegen entschieden. Nun sei eine "großartige Oppositionsarbeit" von der
AfD zu erwarten. "Wir werden genauso weitermachen."
AfD-Spitzenkandidat Jan Bollinger sagte, er freue sich auf die zukünftige Arbeit. Noch-Regierungspartner FDP fliegt nach den Hochrechneungen nicht nur aus der Landesregierung, sondern auch aus dem Landtag. "Wir haben gekämpft", sagte FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner in einer kurzen Erklärung in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin. "Fakt ist aber, wir haben verloren." Die FDP-Spitzenkandidatin für
Rheinland-Pfalz, Daniela Schmitt, sagte in der ARD, sie übernehme die Verantwortung für das Ergebnis. Sie und ihr Team hätten alles gegeben. Ihre Partei habe auch unter dem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen
CDU und
SPD gelitten. Den Hochrechnungen zufolge verpasst die Linkspartei den Einzug in den Landtag. Linken-Chef Jan van Aken sah seine Partei dennoch auf dem richtigen Weg. "Es tut mir natürlich weh, dass es heute Abend nicht gereicht hat in
Rheinland-Pfalz - so knapp auch", sagte er im ZDF. Zugleich verwies er auf Zugewinne seiner Partei. Man habe sich in
Rheinland-Pfalz "fast verdoppelt".