PfadnavigationHomePolitikDeutschlandAlter, Geschlecht, BerufAfD bei Jungwählern auf Platz 1 –
SPD bei Frauen erfolgreicherStand: 22.03.2026Lesedauer: 3 MinutenDie
CDU gewinnt die Landtagswahl in
Rheinland-Pfalz deutlich vor der
SPD.
Gordon Schnieder wird wohl neuer Ministerpräsident. „Wir sind wieder zurück nach 35 Jahren und wir werden die nächste Regierung anführen“, so Schnieder im Interview mit WELT TV.Die Jungen wählten in
Rheinland-Pfalz vor allem
AfD, in den höheren Altersgruppen punktet die
CDU. Bei den Arbeitern muss die
SPD erhebliche Einbußen hinnehmen. Die Daten im Überblick.Laut Analyse der
Forschungsgruppe Wahlen zeigten sich bei der Landtagswahl in
Rheinland-Pfalz erhebliche Unterschiede im Abstimmungsverhalten der verschiedenen Alters-, Bildungs- und Berufsgruppen.++ Alle Entwicklungen zur Landtagswahl in
Rheinland-Pfalz im Liveticker ++Zum landesweiten Ergebnis kam die
CDU laut Hochrechnungen auf rund 30,5 Prozent, während die
SPD bei rund 25,5 Prozent lag. Die
AfD erreichte demnach 20 Prozent,
Die Grünen lagen bei rund 8 Prozent, während die
FDP bei 2,0 Prozent gesehen wurde. Die Freien Wähler kamen auf rund 4 Prozent,
Die Linke erreichte rund 4,5 Prozent.
AfD bei Jungwählern auf Platz EinsDie
AfD kann in
Rheinland-Pfalz vor allem bei den Jungwählern punkten – 22 Prozent und damit die meisten der Unter-Dreißigjährigen stimmten für die Partei. Direkt dahinter kommt die
SPD mit 19 Prozent, danach die Linkspartei mit 17 Prozent, die es aber nicht in den Landtag geschafft hat. Die
CDU schaffte bei den jungen Wählern 14 Prozent,
Die Grünen 11 Prozent. Die an der Fünf-Prozent-Hürde gescheiterte
FDP liegt auch hier bei nur 3 Prozent.Je älter die Altersgruppe, desto besser schneidet die
CDU ab. In der Gruppe der Über-Sechzigjährigen kommt sie auf 40 Prozent.Frauen wählten öfter
SPD als MännerBeim Wahlverhalten der Geschlechter zeigen sich teils erhebliche Unterschiede. Bei den Männern schneidet die
AfD genauso gut ab wie die
SPD (beide 24 Prozent), die Union lag mit 30 Prozent vorn. Bei den Frauen zeigt sich deutlicher der Zweikampf des Endergebnisses zwischen Schweitzer und Schnieder – die
SPD wählten 29 Prozent, die
CDU 30 Prozent.
Die Linke hat bei den Frauen 5 Prozent geholt.
CDU bei Beamten weit vornAuch diese Landtagswahl zahlt auf den Eindruck ein, dass die
SPD von Arbeitern nicht mehr als logische Wahl betrachtet wird – die
AfD landete in dieser Gruppe mit insgesamt 30 Prozent vorn, die
SPD holte 26 Prozent, die
CDU 25 Prozent. Bei Selbständigen (42 Prozent) und Beamten (43 Prozent) war die
CDU die deutliche Gewinnerin, unter den Angestellten machte die
SPD mit 28 Prozent hauchzart das Rennen.Der Abstieg der
SPD als ArbeiterparteiVor allem der Vergleich mit der Landtagswahl 2021 zeigt den Bedeutungsverlust der
SPD als Arbeiterpartei – damals holte sie noch 38 Prozent in dieser Gruppe. Die
AfD verdoppelt wiederum ihr Ergebnis unter den Arbeitern. Die
CDU konnte dort leicht gewinnen,
Die Grünen verlieren einen Prozentpunkt.Die
CDU punktet quer durch alle Bildungsschichten. Bei den Wählern mit Hochschulabschluss holte die
AfD mit zehn Prozent verhältnismäßig wenige Stimmen. Dort kommen
Die Grünen dagegen auf ihr bestes Ergebnis in dieser Kategorie.In
Rheinland-Pfalz waren am Sonntag rund 2,95 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die bisherige Ampel-Regierung aus
SPD, Grünen und
FDP ist die einzige ihrer Art. In
Rheinland-Pfalz stellt die
SPD seit Mai 1991 durchgehend den Ministerpräsidenten, davor kam der Regierungschef nach dem Zweiten Weltkrieg durchgehend von der
CDU.