liveblog Stand: 23.03.2026 • 08:11 Uhr Laut ARD-Korrespondent
John ist die Wahl nicht von Kandidaten, sondern von den vorherschenden Problemen im Land entschieden worden. In
Berlin beraten die Parteien heute über das Abschneiden bei der Landtagswahl. Korrespondent: Probleme haben die Wahl entschieden Spitzengremien der Parteien in
Berlin 08:03 Uhr Schönenborn:
AfD werden mehr Kompetenzen zugetraut Dass die
AfD in
Rheinland-Pfalz ihr bisher bestes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland einholen konnte, liege auch daran, dass viele Bürger sich eine Politik mit mehr Fokus auf die Alltagssorgen wünschen, sagt ARD-Wahlexperte
Jörg Schönenborn. Die Gruppe der
AfD-Wähler seien deutlich unzufriedener als Wähler anderer Parteien mit dem Leben vor Ort. Sie gaben häufiger Sorgen etwa über die ärztliche Versorgung, die Schulen oder den öffentlichen Nahverkehr an. "Anders als noch vor fünf Jahren wird der
AfD inzwischen tatsächlich die Lösung für diese Probleme zugetraut", so Schönenborn. 07:58 Uhr ARD-Korrespondent: Schweitzers Zukunft offen Wie es mit dem bisherigen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten
Alexander Schweitzer von der
SPD weitergehe, sei bisher völlig offen, sagt ARD-Korrespondent Axel
John. "Er hat gesagt, es ist der Kampf meines Lebens und diesen Kampf hat er erstmal verloren." Schweitzer ist auch Bundesvize bei der
SPD. "Wie es da weitergehen wird und ober sein Landtagsmandat überhaupt antritt, hat er gestern noch nicht gewusst", so
John. 07:48 Uhr Schönenborn:
CDU kommt da zurück, wo sie vorher stark war Die
CDU habe die stärksten Gewinne in den katholischen ländlichen Gebieten gemacht, erklärt ARD-Wahlexperte
Jörg Schönenborn. "Sie kommt da zurück, wo sie eigentlich zuhause ist." Wenn man nach
Berlin schaue, gebe es dagegen weniger Grund für Optimismus. Denn selbst unter den
CDU-Anhängern sind nur zwei Drittel mit der Arbeit des aktuellen
CDU-Kanzlers
Friedrich Merz zufrieden, so Schönenborn. 07:44 Uhr Bilger:
SPD bereit für weitergehende Reformen Die Zahlen aus
Rheinland-Pfalz zeigten, dass die Bürger eine klare Erwartung an die Koalition im Bund habe, die angekündigten Reformen umzusetzen, sagt
Steffen Bilger, Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion, im ARD Morgenmagazin. "Als
CDU fühlen wir uns bestätigt durch die Wahlergebnisse heute." Nach den "sicherlich sehr schwierigen Ergebnissen" für den Koalitionspartner
SPD habe er wahrgenommen, dass da "eine klare Bereitschaft da ist, sich zusammenzusetzen und weitergehende Reformen zu vereinbaren", sagt Bilger. 07:10 Uhr Korrespondent: Probleme haben die Wahl entschieden Bei der Wahl gestern sei der eigentlich beliebtere Politiker abgewählt worden, berichtet ARD-Korrespondent Axel
John aus Mainz.
Alexander Schweitzer habe bei Umfragen immer vor seinem Herausforderer Gordon Schnieder gelegen. "Aber am Ende haben diese Wahl nicht Personen, sondern die Probleme entschieden." Eins der Themen sei der Bereich Bildung, das andere die schwächelnde Wirtschaft. 05:13 Uhr Spitzengremien der Parteien in
Berlin Die Spitzengremien der Bundesparteien kommen heute in
Berlin zusammen, um über das Ergebnis bei der Landtagswahl in
Rheinland-Pfalz zu beraten. Mit besonderer Spannung wird die Sitzung des Präsidiums der
SPD erwartet, die nach 35 Jahren ihre Rolle als stärkste Partei in dem Land an die
CDU verloren hat. Die
SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas kündigten an, sich einer Debatte über Kurs und Spitzenpersonal stellen zu wollen. Bei der
CDU stellen sich nach den Gremiensitzungen Bundeskanzler
Friedrich Merz und der erfolgreiche rheinland-pfälzische Spitzenkandidat Gordon Schnieder den Fragen der Hauptstadtmedien. Pressekonferenzen der Parteispitzen planen auch die Linke, die Grünen und die FDP. 07:10 Uhr Maier (
SPD) fordert Kurskorrektur Der thüringische
SPD-Landeschef Georg Maier hat die Parteispitze nach der Wahlniederlage in
Rheinland-Pfalz zu einer radikalen Kurskorrektur aufgefordert. "Wir sind keine Arbeiterpartei mehr, das ist langfristig tödlich", sagte Maier dem Stern. "Wir können nicht zur Tagesordnung übergehen." Die
SPD müsse wieder Politik "für die arbeitende Mehrheit" machen - und "nicht nur vor allem für die, die Arbeit suchen oder sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen" befänden, sagte Maier. Es gehe um eine echte Industriepolitik, mit Investitionen in die Infrastruktur, Technologieförderung, Entbürokratisierung und günstiger Energie. 04:13 Uhr Lauterbach: Renten für Gutverdiener deckeln
SPD-Sozialexperte Karl Lauterbach fordert, künftig Renten von Gutverdienern zu deckeln und dafür ärmeren Menschen mehr zu zahlen. Mit diesem auch schon vorher geäußerten Vorschlag meldete sich der frühere Gesundheitsminister nach der
SPD-Wahlniederlage in
Rheinland-Pfalz in der ARD-Sendung Caren Miosga zu Wort. Menschen mit hohem Einkommen hätten im Durchschnitt eine höhere Lebenserwartung und bezögen viel länger Rente als Ärmere. "Daher sollten die Rentenwerte dort etwas abgeregelt werden", sagte Lauterbach. "Dann können wir uns erstens diese Rente länger leisten und könnten die Rente etwas verbessern für die Geringverdiener." So wurde am Sonntag gewählt: Die
CDU ist bei der Landtagswahl in
Rheinland-Pfalz klar stärkste Kraft vor der
SPD gewonnen. Gordon Schnieder holte mit seiner Partei 31,0 Prozent. Die seit 35 Jahren in dem Bundesland regierende
SPD mit Ministerpräsident
Alexander Schweitzer verlor im Vergleich zu 2021 knapp zehn Prozentpunkte und stürzte auf 25,9 Prozent der Stimmen ab. Die
AfD erreichte von allen Parteien die höchsten Zuwächse. Sie konnte ihr Ergebnis von 2021 (8,3 Prozent) mehr als verdoppeln und erreichte mit 19,5 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland. Die bislang an der Ampel-Regierung beteiligten Grünen erhielten 7,9 Prozent der Stimmen, bei der vorherigen Wahl waren es noch 9,3 Prozent gewesen. 03:00 Uhr Der Liveblog vom Wahlsonntag zum Nachlesen Für Schnieder stehen die Zeichen klar auf eine Koalition mit der
SPD. Deren Verluste sind aus Sicht von Ex-Minister Lauterbach auch Problemen auf Bundesebene geschuldet. Die Übersichtsseite mit allen Hintergrundinformationen zum Wahlkampf und den Landtagswahlen in Baden-Württemberg,
Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt,
Berlin und Mecklenburg-Vorpommern 2026 finden Sie hier: Noch mehr Informationen, Hintergründe und Analysen finden Sie beim SWR. Alle Artikel zur Landtagswahl sind hier hinterlegt: