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MON · 2026-03-23 · 14:26 GMTBRIEF NSR-2026-0323-30845
News/Fall Fernandes: Forderungskatalog gegen sexualisierte Gewalt
NSR-2026-0323-30845News Report·DE·Social Justice

Fall Fernandes: Forderungskatalog gegen sexualisierte Gewalt

Nach dem Fall Collien Fernandes fordern über 250 prominente Frauen von der Bundesregierung härtere Maßnahmen gegen digitale sexualisierte Gewalt. In einem Zehn-Punkte-Papier, initiiert von Ricarda Lang, Kristina Lunz und Düzen Tekkal, wird die Strafbarkeit von Deepfakes ohne Einverständnis und ein Verbot von Nudify-Apps gefordert.

Tagesschau (ARD)Filed 2026-03-23 · 14:26 GMTLean · CenterRead · 3 min
Fall Fernandes: Forderungskatalog gegen sexualisierte Gewalt
Tagesschau (ARD)FIG 01
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Briefing Summary

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Nach dem Fall Collien Fernandes fordern über 250 prominente Frauen von der Bundesregierung härtere Maßnahmen gegen digitale sexualisierte Gewalt. In einem Zehn-Punkte-Papier, initiiert von Ricarda Lang, Kristina Lunz und Düzen Tekkal, wird die Strafbarkeit von Deepfakes ohne Einverständnis und ein Verbot von Nudify-Apps gefordert. Zudem sollen Internetplattformen zur schnellen Entfernung solcher Inhalte verpflichtet werden und Betroffene klare Rechtsansprüche erhalten. Die Forderungen umfassen auch die Verankerung der "Ja heißt Ja"-Regelung im Sexualstrafrecht und eine nationale Strategie zur Bekämpfung männlicher Gewalt mit zentraler Koordinierungsstelle und dauerhafter Finanzierung. Hintergrund sind die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann wegen der Verbreitung von Deepfake-Pornos. Die Initiatorinnen betonen, dass der Fall Fernandes kein Einzelfall sei und die Straflosigkeit männlicher Gewalt beendet werden müsse.

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Article analysis

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Social Justice
Legal & Judicial
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"The case of Collien Fernandes is not an isolated case."

quoteRicarda Lang
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Collien Fernandes filed a complaint in Spain at the end of 2025.

factualArticle
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The initiators are advocating for a ban on Nudify apps.

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The core demand is that the creation and distribution of sexualized deepfakes without consent should be a criminal offense.

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More than 250 known women are demanding that the federal government tackle the issue of digital sexualized violence.

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Full report

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Fall Collien Fernandes Zehn Forderungen gegen sexualisierte Gewalt Stand: 23.03.2026 • 15:26 Uhr Der Fall Collien Fernandes schlägt weiter hohe Wellen. Mehr als 250 bekannte Frauen fordern von der Bundesregierung, das Thema digitale sexualisierte Gewalt anzupacken. In einem Zehn-Punkte-Papier sprechen sie sich für härtere Regeln aus. Die Debatte über digitale sexualisierte Gewalt nimmt weiter an Fahrt auf. Nun hat die Grünen-Politikerin Ricarda Lang gemeinsam mit den Aktivistinnen Kristina Lunz und Düzen Tekkal zehn Forderungen an die Bundesregierung gestellt. Mehr als 250 Frauen aus Politik, Wirtschaft und Kultur haben die Erklärung unterzeichnet. Kernforderung ist, dass die Erstellung und Verbreitung sogenannter sexualisierter Deepfakes, die ohne Einvernehmen erstellt wurden, unter Strafe gestellt wird. Zudem sprechen sich die Initiatorinnen und Unterzeichnerinnen für ein Verbot sogenannter Nudify-Apps aus, mit denen solche gefälschten Sexbilder erstellt werden können. Internetplattformen sollten außerdem verpflichtet werden, sexualisierte Deepfakes schnell zu entfernen, heißt es weiter. Betroffene sollten klare Rechtsansprüche auf Löschung, Auskunft und Identifizierung der Täter bekommen. Die Forderungen beziehen sich aber nicht nur auf den digitalen Raum. So wird darauf gepocht, die sogenannte "Ja heißt Ja"-Regelung im Sexualstrafrecht zu verankern. Das bedeutet, dass jede sexuelle Handlung ohne ausdrückliche Einwilligung strafbar wäre. Unter anderem in Spanien gilt eine solche Regelung. Zudem sprechen sich die Initiatorinnen und Unterzeichnerinnen für eine nationale Strategie zur Bekämpfung männlicher Gewalt aus. Dafür solle es eine zentrale Koordinierungsstelle, klare Ziele und eine dauerhafte Finanzierung geben. Zudem sollten die Rechte von Opfern gestärkt werden. Hintergrund sind die Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann, den Schauspieler Christian Ulmen. Demnach soll er über Jahre hinweg im Internet Fakeprofile seiner Frau erstellt und Deepfake-Pornos verbreitet haben. Ende 2025 erstattete Fernandes Anzeige in Spanien, wo das Paar zuletzt gelebt hatte. Die Initiatorinnen schreiben in der Einleitung ihres Forderungskatalogs, sie seien entsetzt über die abscheuliche Gewalt, die Fernandes öffentlich gemacht habe. "Die Straflosigkeit männlicher Gewalt muss ein Ende haben", heißt es weiter. "Der Fall von Collien Fernandes ist kein Einzelfall", sagte Lang der Nachrichtenagentur dpa. "Soziale Medien und neue Technologien wie KI bieten zudem neue Möglichkeiten, um Frauen im Netz bloßzustellen und zu unterdrücken." Diese Welle des Frauenhasses sei zu lange relativiert und ignoriert worden. Am Sonntag hatten Tausende in Berlin an einer Demonstration mit dem Titel "Gegen sexualisierte digitale Gewalt - Solidarität mit allen Opfern" teilgenommen. Die Kundgebung am Brandenburger Tor fand nach Angaben der Veranstalter wegen der aktuellen Diskussion in Solidarität mit Fernandes statt. Über die Vorwürfe hatte am Freitag zuerst der Spiegel berichtet. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt sagte auf Nachfrage des WDR, dass die Spiegel-Berichterstattung aus mehreren Gründen rechtswidrig sei. Worum geht es im Fall von Collien Fernandes? Der Spiegel hat über Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen berichtet. Der Moderator und Schauspieler soll jahrelang im Internet Fake-Profile seiner Frau erstellt und Deepfake-Pornos verbreitet haben.Ende 2025 erstattete Fernandes Anzeige in Spanien, wo sie zuletzt mit Ulmen gelebt hatte. Die Vorwürfe umfassen demnach unter anderem Identitätsmissbrauch, Beleidigung, Bedrohung und körperliche Gewalt innerhalb der Beziehung. Der Spiegel zitiert Fernandes mit den Worten: "Mir wurde über Jahre mein Körper geklaut."Das zuständige Gericht hat dem Spiegel-Bericht zufolge Vorermittlungen eingeleitet. Ob Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt werde, sei noch offen. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt sagte auf Nachfrage des WDR, dass die Spiegel-Berichterstattung aus mehreren Gründen rechtswidrig sei.
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sexualisierte gewalt
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