PfadnavigationHomeSportFußballIn der OberligaJagdszenen auf dem Platz und in der Stadt – Nach dem Spielabbruch eskaliert die GewaltStand: 19:58 UhrLesedauer: 3 MinutenTatort
Wersestadion: Hier kam es am 22. März zum SpielabbruchQuelle: picture alliance/Maximilian KochNachdem das Oberligaspiel zwischen
Ahlen und
Wattenscheid wegen Böllerwürfen abgebrochen werden muss, kommt es zu einem Platzsturm und Randalen in der Stadt. Der Bahnverkehr wurde unterbrochen, ein Beamter mit einer Eisenstange verletzt.Schwere Randale nach einem abgebrochenen Oberligaspiel in
Ahlen haben am Sonntag die Polizei in Atem gehalten. Ein Beamter wurde im Nachgang der Partie gegen
Wattenscheid-09" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="55300" data-entity-type="organization">
Wattenscheid 09 durch einen Schlag mit einer Eisenstange verletzt.Die Lage eskalierte demnach, als der Schiedsrichter das Spiel von
Ahlen" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="56764" data-entity-type="organization">Rot-Weiß
Ahlen gegen
Wattenscheid beim Stand von 3:1 für die Gäste abbrach. Zuvor hatten Ahlener Fans Pyrotechnik und Anhänger beider Teams Böller gezündet, die aufs Spielfeld geflogen waren. Fans des Heimteams sowie befreundete Randalierer aus dem niederländischen
Zwolle stürmten den Platz, nachdem der Schiedsrichter das Spiel zugunsten Wattenscheids entschieden hatte. Außerhalb des Stadions und rund um den Bahnhof kam es anschließend zu Randalen und laut Polizei zu Angriffen auf die Beamten. Deswegen musste auch der Bahnbetrieb zeitweilig eingestellt werden.Bremen bezieht nach Vorfall in Wolfsburg StellungAm Wochenende war es auch in der Bundesliga wieder zu einem Vorfall zwischen Fans und Ordnungskräften gekommen. Bei der Partie zwischen dem
VfL Wolfsburg und
Werder Bremen wurden am Eingang zum Gästeblock der
Volkswagen Arena zehn Werder-Anhänger vorläufig festgenommen und später wieder entlassen. Die Polizei berichtete von drei verletzten Ordnern, drei leicht verletzten Beamte sowie Strafverfahren wegen Körperverletzung, Landfriedensbruch und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.Der
VfL Wolfsburg hatte in einer Mitteilung am Sonntag insbesondere die Werder-Anhänger für die Situation verantwortlich gemacht. „Der
VfL Wolfsburg verurteilt die gestrigen Vorfälle in aller Deutlichkeit, die durch einen unnötigen und aggressiven Angriff durch Gästefans auf unsere Ordner starteten“, hieß es. Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.Lesen Sie auchAm Montag bezog auch
Werder Bremen in einem ausführlichen Statement Stellung zu den Vorfällen. Zwar verurteilte der Klub die zum Teil gewalttätigen Geschehnisse am Wolfsburger Stadion. Anders als der VfL vermied es Werder jedoch, eine der beteiligten Gruppen klar zu verurteilen. Werder-Geschäftsführerin Anne-Kathrin Laumann plädierte in der Stellungnahme stattdessen für Ausgleich und Differenzierung bei der Beurteilung der Vorgänge. Die aktive Fanszene mache einen wesentlichen Teil der besonderen Atmosphäre rund um
Werder Bremen aus, schrieb sie. „Zugleich ist mit dieser Rolle auch die Erwartung verbunden, in herausfordernden Situationen besonnen zu handeln und zur Deeskalation beizutragen“, meinte Laumann weiter. In die Richtung des
VfL Wolfsburg und die eingesetzten Kräfte appellierte sie, „mit der notwendigen Verhältnismäßigkeit und mit einem klaren Fokus auf Kommunikation zu agieren“. Aus Werder-Sicht erforderten „insbesondere große, strukturierte Fanszenen ein hohes Maß an Augenmaß, Flexibilität und Dialogbereitschaft“.Laumann stellte aber auch klar: „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Konflikte gar nicht erst eskalieren zu lassen. Körperliche Auseinandersetzungen und gewaltsame Zuspitzungen sind dabei kein akzeptables Mittel und widersprechen den Grundsätzen, welche wir als Verein vertreten.“lwö