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WED · 2026-03-25 · 21:45 GMTBRIEF NSR-2026-0325-35857
News/Rückschlag im Weltraum: Isar Aerospace m/Sekunden vor der Zündung – Start von deutscher Kleinrakete e…
NSR-2026-0325-35857News Report·DE·Technology

Sekunden vor der Zündung – Start von deutscher Kleinrakete erneut abgebrochen

Der zweite Startversuch der deutschen Kleinrakete Spectrum von Isar Aerospace in Nordnorwegen wurde kurz vor der Zündung der Triebwerke abgebrochen. Eine automatische Kontrolle hatte eine technische Unregelmäßigkeit festgestellt, die den Start verhinderte.

Gerhard HegmannDie WeltFiled 2026-03-25 · 21:45 GMTLean · Center-RightRead · 4 min
Sekunden vor der Zündung – Start von deutscher Kleinrakete erneut abgebrochen
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Der zweite Startversuch der deutschen Kleinrakete Spectrum von Isar Aerospace in Nordnorwegen wurde kurz vor der Zündung der Triebwerke abgebrochen. Eine automatische Kontrolle hatte eine technische Unregelmäßigkeit festgestellt, die den Start verhinderte. Der für Mittwoch geplante Start wurde abgesagt und soll schnellstmöglich wiederholt werden. Bereits im Januar gab es einen abgebrochenen Startversuch aufgrund von Problemen mit einem Druckventil. Die Mission "Onward and Upward" soll die 28 Meter hohe Rakete erstmals mit Nutzlasten, darunter Minisatelliten, in den Orbit bringen. Isar Aerospace will mit Spectrum als erstes privates Unternehmen von kontinental-europäischem Boden Satelliten in eine Erdumlaufbahn befördern und damit Europas Souveränität in der Raumfahrt stärken.

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The first launch attempt resulted in the rocket flying for only 30 seconds before crashing into the sea.

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Isar Aerospace aims to be the first private company to launch satellites into orbit from continental Europe.

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The second launch of the Spectrum rocket by Isar Aerospace was aborted just before engine ignition.

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The launch was aborted due to a technical irregularity detected by the automatic control system.

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Isar Aerospace-Chef Daniel Metzler hopes for progress compared to the first flight.

quoteDaniel Metzler
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PfadnavigationHomeWirtschaftIsar AerospaceSekunden vor der Zündung – Start von deutscher Kleinrakete erneut abgebrochenStand: 27.03.2026Lesedauer: 4 MinutenDer zweite Start der Kleinrakete Spectrum vom deutschen Hersteller Isar Aerospace in Nordnorwegen wurde unmittelbar vor Zündung der Triebwerke abgebrochen.Das deutsche Raketen-Start-up will Raumfahrtgeschichte schreiben. Doch der Start der Spectrum in Nordnorwegen wurde unmittelbar vor der Zündung der Triebwerke abgebrochen. Im Januar stand die Rakete schon einmal auf dem Startplatz.Der zweite Start der Kleinrakete Spectrum vom deutschen Hersteller Isar Aerospace in Nordnorwegen wurde unmittelbar vor Zündung der Triebwerke abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte bereits die automatische Kontrolle das Kommando über die Rakete übernommen. Offensichtlich wurde eine technische Unregelmäßigkeit ermittelt, die das Zünden der Triebwerke verhinderte. Von Isar Aerospace gab es zunächst keine Begründung für den Abbruch.Der Start der Rakete wurde komplett für diesen Mittwoch abgesagt und soll so schnell wie möglich wiederholt werde, hieß es in einer Live-Übertragung. Zuvor gab es schon eine rund 20-minütige Verzögerung bei dem ursprünglich für 21 Uhr Ortszeit geplanten Start, weil sich ein Boot im Sperrgebiet um den Weltraumbahnhof Andøya befand. Im Januar stand die Rakete zuletzt auf dem Startplatz. Nach Problemen mit einem Druckventil wurde der Start damals abgeblasen und verschoben. Diesmal gab es im Vorfeld zudem wetterbedingte Verzögerungen. Beim ersten Startversuch vor rund einem Jahr ist die Rakete nur 30 Sekunden geflogen und dann ins Meer gestürzt und explodiert. Spectrum sollte erstmals Nutzlasten in den Orbit bringenBei der als „Onward and Upward“ bezeichneten Mission sollte die 28 Meter hohe, zweistufige Rakete bei einem Qualifikationsflug erstmals Nutzlasten in den Orbit bringen – fünf Minisatelliten (CubeSats) und ein Experiment.Lesen Sie auchDas 2018 gegründete Münchner Raketen-Start-up Isar Aerospace will mit seinen Starts in Norwegen europäische Raumfahrtgeschichte schreiben. Spectrum soll die erste Rakete werden, die von kontinental-europäischem Boden durch ein privates Unternehmen Satelliten in eine Erdumlaufbahn befördert. Das würde Europas Souveränität in der Raumfahrt fördern.Isar Aerospace-Chef Daniel Metzler hat im Vorfeld des Starts die Hoffnung geäußert, dass die Rakete gegenüber dem Erstflug zumindest Fortschritte erzielt. Er ließ es aber offen, ob er von einem Flug bis ins All ausgeht. Würde der zweite Flug komplett klappen und die Satelliten einen Erdorbit erreichen, ist der dritte Start bereits als eine kommerzielle Mission vorgesehen.Lesen Sie auchEin Fehlschlag beim zweiten Start wäre für Branchenkenner allerdings keine Überraschung. Nahezu alle neuen Kleinraketen kämpfen nämlich mit Technikproblemen bei den Erstflügen. Selbst der Technologieunternehmer Elon Musk war erst beim vierten Flug seiner ersten Rakete Falcon 1 erfolgreich. Isar Aerospace-Chef Metzler verweist darauf, dass die Rakete aus ungefähr 100.000 Teilen besteht. „Eine einzige fehlerhafte Komponente kann dazu führen, dass wir es nicht in den Orbit schaffen.“ Nur beim tatsächlichen Testflug könnten die Ingenieure die Daten sammeln, um Fehler im Design zu finden und abzustellen. Isar Aerospace peilt dabei einen möglichst schnellen Hochlauf der Serienproduktion an. Weitere Starts der Rakete für Nutzlasten von bis zu einer Tonne sind noch in diesem Jahr geplant. Gearbeitet wird bereits am siebten Exemplar.Große Nachfrage vom MilitärIsar Aerospace-Chef Metzler sieht eine gewaltige Nachfrage nach Raketen, in jüngster Zeit vor allem von den Militärs. Vor einem Jahr stammte noch 85 Prozent der Nachfrage aus dem kommerziellen Bereich- inzwischen seien 60 Prozent militärische Anwendungen. Die Starts von Isar Aerospace seien bis einschließlich 2028 ausgebucht, sagte Metzler, wobei er nicht sagen wollte, mit wie viel Flügen in dieser Zeit gerechnet wird.Isar Aerospace ist einer von fünf Kleinraketenentwickler, die von der Europäischen Weltraumagentur ESA in einem Wettbewerb (European Launcher Challenge) gefördert werden. Voraussetzung ist, dass sie bis Ende 2027 einen erfolgreichen Orbitalflug schaffen. Mitte Februar ging allerdings das schottische Raketenunternehmen Orbex pleite, weil eine Finanzierungsrunde platzte. Lesen Sie auchIsar Aerospace dagegen soll laut der Nachrichtenagentur Bloomberg in Gesprächen für eine Finanzierungsrunde in Höhe von 250 Millionen Euro sein. Das Start-up solle dann mit zwei Milliarden Euro bewertet werden. Vorstandschef Metzler wollte die Berichte jüngst nicht kommentieren.Schärfster Konkurrent aus Deutschland für Isar Aerospace ist das Start-up Rocket Factory Augsburg (RFA), das im Sommer den Erstflug plant. Ein zweiter RFA-Start wäre dann erst 2027 geplant, sagte soeben RFA-Chef Indulis Kalnins auf einem Raumfahrtkongress in München. Die RFA-Rakete soll mit 1,3 Tonnen Nutzlast leistungsfähiger als die Isar Aerospace-Rakete sein.RFA gehört mehrheitlich zum Bremer OHB-Konzern und weist bereits schwarze Zahlen aus. Der Beteiligungswert des anteilsmäßig in den OHB-Konzernabschluss einbezogenen RFA-Bewertungsansatzes stieg 2025 um 9,8 (Vorjahr 3,3) Millionen Euro auf nunmehr 145,4 Millionen Euro. OHB-Chef Marco Fuchs sprach jüngst von einem vor Jahren noch unvorstellbaren Engpass bei Raketen, um alle geplanten riesigen Satellitenflotten in den Weltraum zu befördern.Ob die Riesenkonstellation an Bundeswehr-Kommunikationssatelliten im Projekt „BW SatCom 4“ schon von deutschen Kleinraketen ins All befördert werden, ist noch offen. Die ersten 40 Satelliten sollen 2029 in Betrieb gehen. Die ersten neuen Radarsatelliten aus dem Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall mit dem finnischen Unternehmen Iceye werden mit SpaceX-Raketen von Elon Musk starten. Die Radarsatelliten haben eine supergenaue Auflösung und können Gegenstände von bis zu 25 Zentimeter Größe noch erkennen.Gerhard Hegmann ist freier Wirtschaftsredakteur und berichtet seit Jahrzehnten insbesondere über die Rüstungs- und Raumfahrtindustrie.
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