Bundesverteidigungsminister warnt vor Folgen des Irankriegs für die Weltwirtschaft +++
Iran: Oberste Führung prüft Vorschläge der USA +++ alle Entwicklungen im LiveblogPistorius: „Sind bereit, jeden Frieden abzusichern“Verteidigungsminister
Boris Pistorius hat einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im
Irankrieg in Aussicht gestellt. „Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt. Die Auswirkungen sind schon jetzt nach wenig mehr als zwei Wochen klar“, warnte er bei einem Treffen mit seinem australischen Kollegen
Richard Marles in der Hauptstadt Canberra.Nötig sei eine diplomatische Lösung „so schnell wie möglich“, sagte Pistorius. Er richtete diese Forderung vor allem an
Iran, aber auch die USA. „Wir sind vorher nicht konsultiert worden. Es ist nicht unser Krieg. Und darum wollen wir in diesen Krieg auch nicht reingezogen werden, um das glasklar zu machen“, sagte Pistorius.Er kritisierte das Vorgehen der USA kurz darauf im National Press Club Australiens auch grundsätzlich: „Es gibt keine Strategie, es gibt kein klares Ziel - und aus meiner Sicht das Schlimmste: Es gibt keine Ausstiegsstrategie.“Instabilität in der Nahost-Region hätten Auswirkungen auf die gesamte Welt. „Und deswegen sind wir bereit, jeden Frieden abzusichern“, sagte Pistorius.„Wenn wir zu einer Waffenruhe kommen, werden wir jeden Einsatz für eine Absicherung des Friedens diskutieren, insbesondere um den freien Seeverkehr in der
Straße von Hormus abzusichern.“Boris PistoriusMartin FrankeRedakteur vom DienstCarlota BrandisAngriffe auf Großraum Tel AvivBei neuen Raketenangriffen Irans auf
Israel am Donnerstagmorgen hat es nach Militärangaben mehrere Einschläge im Großraum
Tel Aviv gegeben. Sechs Menschen seien in der arabisch geprägten Ortschaft
Kfar Kassem östlich der Küstenmetropole verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Im Verlauf der Nacht hatte es nach Medienberichten weitere Raketenangriffe aus
Iran sowie aus dem Libanon auf den Großraum
Tel Aviv gegeben. Vanessa AngermannVereinigte Arabische Emirate melden Raketen und Drohnen aus IranDie Vereinigten Arabischen Emirate sind nach Angaben des emiratischen Verteidigungsministerium mit Raketen und Drohnen aus
Iran angegriffen worden. Die emiratische Luftabwehr „reagiert derzeit auf anfliegende Raketen- und Drohnen-Bedrohungen aus
Iran“, erklärte das Ministerium am Donnerstagmorgen im Onlinedienst X.Vanessa AngermannIsraelische Armee startet neue Angriffswelle auf IranDie israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge „großangelegte“ Angriffe in weiten Teilen Irans ausgeführt. Dabei sei „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“ anvisiert worden, erklärte die israelische Armee am Donnerstagmorgen. Unter anderem hätten die israelischen Streitkräfte die Stadt Isfahan im Zentrum Irans attackiert.Vanessa AngermannTrump: Iranische Unterhändler haben Angst vor Tötung durch „eigene Leute“Nach einem Dementi des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi hat US-Präsident Donald Trump abermals von laufenden Verhandlungen mit
Iran gesprochen. „Sie verhandeln übrigens, und sie wollen unbedingt eine Einigung erzielen“, sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) bei einem Abendessen für republikanische Kongressabgeordnete in Washington. „Aber sie trauen sich nicht, das zu sagen, weil sie glauben, dann von ihren eigenen Leuten getötet zu werden.“Trump fügte hinzu: „Sie haben auch Angst, von uns getötet zu werden.“ Der US-Präsident wiederholte außerdem seine Behauptung,
Iran werde in dem Krieg „dezimiert“. Den oppositionellen Demokraten warf er vor, zu versuchen, „von all den enormen Erfolgen abzulenken, die wir bei dieser Militäroperation erzielen.“ In Anspielung auf Forderungen der Demokraten, die Trump-Regierung solle für den Krieg gegen
Iran die Zustimmung des Kongresses einholen, fügte der US-Präsident hinzu: „Sie mögen das Wort 'Krieg' nicht, weil dafür eine Zustimmung eingeholt werden müsste, also werde ich das Wort Militäroperation verwenden.“Ben MenglerKuwaitisches Innenministerium: Sechs Festnahmen von mutmaßlichen Hizbullah-Attentätern in KuwaitIn Kuwait sind nach Angaben des Innenministeriums sechs Menschen festgenommen worden, die „Morde“ in dem Golfstaat geplant haben sollen. Die Beschuldigten hätten „Anschläge auf Symbole und Führungspersönlichkeiten“ des Golfstaats geplant und dafür Attentäter rekrutiert, erklärte das Ministerium in Kuwait am Mittwoch. Sie stünden in Verbindung mit der von
Iran unterstützten libanesischen Hizbullah-Miliz. Fünf der sechs Verdächtigen seien kuwaitische Staatsbürger.Vergangene Woche hatte das kuwaitische Innenministerium bereits die Festnahme von 26 einheimischen und libanesischen Staatsbürgern bekanntgegeben, die den Angaben zufolge teilweise der Hizbullah angehören. Die „Terrorgruppe“ habe versucht, Kuwait zu destabilisieren und Mitglieder zu rekrutieren, hatte es damals geheißen. Demnach wurden bei den Festgenommenen Waffen und Drohnen gefunden. Die libanesische Hizbullah-Miliz bestritt, Mitglieder in dem Golfstaat zu haben. Ben MenglerIran: Oberste Führung prüft Vorschläge der USAIran führt nach Angaben von Außenminister Abbas Araghchi keine direkten Verhandlungen mit den USA. Zwar sende Washington über verschiedene Vermittler Botschaften, dies bedeute jedoch keine Verhandlungen, sagt Araghchi. Die oberste Führung in Teheran prüfe derzeit die vorliegenden Vorschläge.
Iran strebe keinen Krieg an, fordere aber ein dauerhaftes Ende des Konflikts sowie Entschädigungen für die Zerstörungen, erklärt der Minister weiter. Die USA haben nach seinen Worten ihre Kriegsziele wie einen schnellen Sieg und einen Regimewechsel verfehlt. Araghchi ruft zudem die Nachbarstaaten auf, auf Distanz zu den USA zu gehen. „Derzeit ist es unsere Politik, weiter Widerstand zu leisten“, sagte der iranische Außenminister.
Iran wolle „den Krieg zu den eigenen Bedingungen beenden“. Diese müssten so gestaltet sein, dass „dies nie wieder passiert“, betonte Araghchi mit Blick auf den seit Ende Februar anhaltenden Krieg.Bezüglich der von
Iran weitgehend blockierten
Straße von Hormus sagte Araghchi, die Meerenge sei „nur für Feinde“ geschlossen. Schiffen aus befreundeten Staaten hätten die iranischen Streitkräfte „sicheres Geleit zugesagt“, fügte er an. Ben MenglerSelenskyj: Russland versucht USA im
Irankrieg zu erpressenRussland versucht nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die USA zu erpressen. Die Regierung in Moskau biete an, den Austausch von militärischen Geheimdienstinformationen mit
Iran zu stoppen, sagt Selenskyj der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegenzug solle Washington der Ukraine keine Geheimdienstdaten mehr zur Verfügung stellen. Dies gehe aus Berichten der ukrainischen Geheimdienste hervor, erklärt er weiter. Zudem enthalten Selenskyj zufolge einige iranische Drohnen, die bei Angriffen auf US-Ziele im Nahen Osten eingesetzt werden, russische Bauteile. Russland weist eine Unterstützung Irans im Krieg gegen die USA und
Israel zurück. Martin FrankeRedakteur vom DienstKretschmer:
Irankrieg völkerrechtswidrigCDU-Parteivize Michael Kretschmer hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Rücken gestärkt für dessen Analyse, dass der
Irankrieg völkerrechtswidrig sei. „Der Bundespräsident hat total Recht: Das ist ein völkerrechtswidriger Krieg“, sagte der sächsische Ministerpräsident beim Talk „Ostdeutschland zum Mitreden“ von „Sächsischer Zeitung“, „Leipziger Volkszeitung“, „Ostsee-Zeitung“ und „Märkischer Allgemeiner Zeitung“ am Mittwochabend in Berlin. „Und die Reaktion vom
Iran ist auch unsäglich und ist auch völkerrechtswidrig. Jetzt muss damit Schluss sein.“Ben MenglerIran droht ungenanntem Land in der Region mit AngriffenGeheimdienstinformationen deuten nach den Worten des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf darauf hin, dass „Feinde“ die Besetzung einer iranischen Insel planen. Dies solle mit Unterstützung eines namentlich nicht genannten Landes aus der Region geschehen, teilt Ghalibaf auf X mit. „Die iranischen Streitkräfte beobachten die Bewegungen des Feindes“, schreibt er weiter. Sollten diese aktiv werden, werde
Iran die lebenswichtige Infrastruktur in dem unterstützenden Land mit ständigen und unerbittlichen Angriffen überziehen. Ben MenglerTrump warnt
Iran droht mit „beispiellosen Angriffen“US-Präsident Donald Trump warnt
Iran mit Blick auf das US-Verhandlungsangebot davor, sich nicht wieder zu verkalkulieren, und droht mit beispielloser Härte. Falls
Iran seine Niederlage nicht anerkenne, sei Trump bereit,
Iran „härter als jemals zuvor“ zu treffen, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, vor Journalisten. Ben MenglerArabische Staaten fordern von Irak Stopp von AngriffenKuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Saudi-Arabien, Qatar und Jordanien fordern den Irak auf, umgehend Maßnahmen gegen Angriffe von seinem Staatsgebiet auf Nachbarländer zu ergreifen. Der Aufruf diene dem Erhalt der „brüderlichen Beziehungen“ und solle eine weitere Eskalation vermeiden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der sechs arabischen Staaten. Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen
Iran bekennen sich von
Iran unterstützte irakische Milizen zu Angriffen auf mehrere US-Stützpunkte in der Region. Ben MenglerIran pocht auf Kontrolle der Straße von HormusIran beharrt auf einer vollständigen Kontrolle über die Schifffahrt in der
Straße von Hormus. Ein Sprecher des Zentralkommandos der Streitkräfte erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, die Lage in der Meerenge werde nicht zum vorherigen Zustand zurückkehren: „Es wird geschehen, was wir wollen.“ Allen Schiffen mit Verbindungen zu den USA oder
Israel bleibe die Passage untersagt, so der Sprecher. „Die Entscheidung über die Erteilung einer Transitgenehmigung liegt bei uns.“Der Sprecher betonte die Bedeutung der
Straße von Hormus für den globalen Energiehandel: „Das Feuer unter dem Ölpreis lodert seit einiger Zeit; wie hoch die Flammen schlagen, liegt in unserer Hand.“ Durch die
Straße von Hormus verlaufen in Friedenszeiten rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransporte.Laut der iranischen UN-Vertretung dürfen Schiffe, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen
Iran unterstützen, den Seeweg nutzen ‒ sofern sie sich an alle iranischen Sicherheitsvorschriften halten und die Passage mit den zuständigen Behörden abstimmen. Ben MenglerIsraels Außenminister fordert von UN die Einstufung der Hizbullah als TerrororganisationIsraels Außenminister Gideon Saar hat in einem Schreiben an den UN-Sicherheitsrat gefordert, die Angriffe der Hizbullah gegen sein Land zu verurteilen und die proiranische Miliz als Terrororganisation einzustufen. Seit dem 2. März habe die Hizbullah mehr als 3500 Raketen und Drohnen auf
Israel abgefeuert, schrieb Saar auf der Plattform X. Der UN-Sicherheitsrat solle von der libanesischen Regierung die Entwaffnung der Hizbullah und anderer bewaffneter Gruppen verlangen, schrieb Saar weiter. Außerdem solle er die Rolle Irans als Bedrohung für Frieden und Sicherheit in der Region thematisieren. In Libanon wurden bisher nach Angaben der Katastrophenschutzeinheit der Regierung 3646 israelische Angriffe gemeldet. Mehr als 1000 Menschen wurden nach Behördenangaben seit Ausbruch der jüngsten Eskalation im Land bereits getötet. Mehr ladenTickarooLive Blog Software