Besonders in Erinnerung geblieben sei ihr die Berichterstattung der
ARD während ihrer Jahre in der
DDR, erzählte sie zum Jubiläum der
ARD. »Sie ermöglichte mir einen unparteiischen Blick auf unser geteiltes Land und das Weltgeschehen.« Jugendwort trifft NachrichtenspracheIn den vergangenen Jahren ist Daubner auch über die klassischen Nachrichtensendungen hinaus bekannt geworden: Sie gilt als »Kult-Ansagerin« für das Jugendwort des Jahres und erklärt es traditionell auf Social-Media-Kanälen der »
Tagesschau«. 2021 hatte Daubner in einem Clip das Gewinnerwort »Cringe» (zum Fremdschämen) präsentiert und es in staatstragendem Ton so erklärt: »›Cringe‹ ist das Gefühl, das Sie haben, wenn ich den folgenden Satz sage: ›Digga, wie fly ist eigentlich die
Tagesschau, wenn sie mit Jugendwörtern flext. Läuft bei dir,
ARD‹«. Der Clip ging viral und Nutzerinnen und Nutzer lobten den Humor der »
Tagesschau«, die sich damit selbst auf die Schippe nahm. Sie spielte damit selbstironisch auf einen vorangegangenen Videoausschnitt an, in dem Daubner in der »
Tagesschau«-Sendung die nominierten Worte »Sheesh, Wild, Digga, Sus, Cringe, Akkurat, Same, Papatastisch, Geringverdiener und Mittwoch«, besonders trocken betont und für viel Belustigung gesorgt hatte.Als sie erklärte, dass sie das Jugendwort zukünftig nicht mehr präsentieren und anderen den Vortritt geben wolle , protestierten Fans. Der Rückzugsplan wurde gestrichen.Auch als Synchronsprecherin ist ihre Stimme gefragt: In der deutschen Fassung von »
Zoomania 2« leiht sie der Schneeleopardin
Fabienne Growley ihre Stimme – eine Erfahrung, die Daubner in Interviews selbst als »aufregend« bezeichnete. »Wann ist man schon mal ein Schneeleopard? Da konnte ich natürlich nicht Nein sagen, als ich das Angebot bekam«, erzählte sie in einem Interview mit dem Filmjournalisten
André Wesche. Sie würde gern mal im Schneeleoparden-Kostüm die »
Tagesschau« sprechen. »Vielleicht in meiner letzten Sendung.« Seit November 2024 gibt es Daubner zudem in klein: Die beliebte Moderatorin präsentiert die
ARD-Nachrichtensendung im
Hamburger Miniatur Wunderland. Eine kleine Figur der Moderatorin moderiert dort Nachrichten im Miniaturstudio und läuft auf Knopfdruck.Vielen Zuschauerinnen und Zuschauern dürften noch skurrile Sekunden aus dem Februar 2000 in Erinnerung sein, als ein Putzmann bei einer Sendung durch das Bild lief, während Daubner eine Meldung vorlas. Als Daubner »Guten Morgen« sagte, grüßte ein Mann im Hintergrund freundlich zurück. Auf die Frage des SPIEGEL, ob es ihr sehr peinlich war, dass der Mann nicht wieder ging, antwortete die Journalistin 2000: »Peinlich? Nein. Ich hätte es ja nicht verhindern können. Ich hatte eine Nachrichtensendung zu präsentieren – was sollte ich da tun? Ich habe meine Meldungen verlesen und nahm an, dass er irgendwann fertig sein würde oder aus der Regie ein Zeichen bekäme, dass er doch bitte gehen möchte.« Das ganze Interview lesen Sie hier.