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THU · 2026-03-26 · 10:22 GMTBRIEF NSR-2026-0326-36597
News/EU-Parlament: Konservative und Rechte st/„Return Hubs“: EU-Parlament stimmt für Abschiebezentren in L…
NSR-2026-0326-36597News Report·DE·Political Strategy

„Return Hubs“: EU-Parlament stimmt für Abschiebezentren in Ländern außerhalb der EU

Das Europäische Parlament hat mehrheitlich für eine Verschärfung der EU-Asylpolitik gestimmt, die unter anderem die Einrichtung von Abschiebezentren ("Return Hubs") in Drittstaaten vorsieht. Die Rückführungsverordnung soll die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber effektiver gestalten, indem Mitgliedstaaten die Möglichkeit erhalten, Personen bis zu 24 Monate in Abschiebehaft zu nehmen und Rückkehrzentren außerhalb der EU zu betreiben.

FAZFiled 2026-03-26 · 10:22 GMTLean · Center-RightRead · 2 min
„Return Hubs“: EU-Parlament stimmt für Abschiebezentren in Ländern außerhalb der EU
FAZFIG 01
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349words
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2cited
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9entities
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100%
§ 01

Briefing Summary

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NEWSAR · AI

Das Europäische Parlament hat mehrheitlich für eine Verschärfung der EU-Asylpolitik gestimmt, die unter anderem die Einrichtung von Abschiebezentren ("Return Hubs") in Drittstaaten vorsieht. Die Rückführungsverordnung soll die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber effektiver gestalten, indem Mitgliedstaaten die Möglichkeit erhalten, Personen bis zu 24 Monate in Abschiebehaft zu nehmen und Rückkehrzentren außerhalb der EU zu betreiben. Die Entscheidung kam durch eine ungewöhnliche Mehrheit von konservativen, rechten und rechtsextremen Parteien zustande, wobei es laut Medienberichten Absprachen zwischen der EVP-Fraktion und der AfD gab. Kritiker bemängeln, dass der Entwurf Formulierungen enthält, die auf die AfD zugeschnitten sind. Die neuen Regelungen beinhalten auch schärfere Maßnahmen für nicht kooperierende Personen und solche, die ein Sicherheitsrisiko darstellen.

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Article analysis

Model · rule-based
Framing
Political Strategy
Human Rights
Tone
Mixed Tone
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Sources cited
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Limited
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Key claims

5 extracted
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Only about one in five people with a deportation order actually leaves Europe.

statisticEU-Kommission
Confidence
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Rejected asylum seekers could be deported to countries they have no connection to.

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Member states can detain people awaiting deportation for up to 24 months.

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EU Parliament voted for a stricter asylum policy, including 'Return Hubs' in non-EU countries.

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The EVP faction negotiated with right-wing parties like AfD on the text of the law.

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Full report

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Das Europäische Parlament stimmt für eine Verschärfung der Asylpolitik. Unterstützt wurde das Gesetzesprojekt auch von rechten Parteien wie der AfD.Das Europäische Parlament hat eine Verschärfung der EU-Asylpolitik auf den Weg gebracht. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag in Brüssel mehrheitlich für ihre Position zur sogenannten Rückführungsverordnung, die unter anderem Abschiebezentren in Drittstaaten, sogenannte „Return Hubs“, ermöglichen soll. Ziel der geplanten Verschärfung ist eine effektivere Rückführung abgelehnter Asylbewerber.Demnach bekommen Mitgliedstaaten die Möglichkeit, ausreisepflichtige Menschen bis zu 24 Monaten in Abschiebehaft zu nehmen und Rückkehrzentren außerhalb der Union in Betrieb zu nehmen. Abgelehnte Asylbewerber könnten so nicht nur in ihre Heimatstaaten, sondern auch in Länder abgeschoben werden, zu denen sie keine Verbindung haben.Für den Text stimmten 389 Abgeordnete, 206 votierten dagegen. 32 enthielten sich. Im Parlament kam mit der Abstimmung wieder eine migrationspolitische Entscheidung nicht mit der üblichen Mehrheit von konservativen, sozialdemokratischen und liberalen Fraktionen zustande. Stattdessen stimmten konservative, rechte und rechtsextreme Parteien gemeinsam.Chatgruppe mit AfD-AbgeordnetenFür zusätzliche Brisanz hat zuvor nicht nur der Inhalt des Vorschlags gesorgt, sondern auch sein politisches Zustandekommen. Die christdemokratische EVP-Fraktion hatte laut Medienberichten mit Rechtsaußen-Parteien wie der AfD über den Text verhandelt. Demnach gab es unter anderem Absprachen in einer WhatsApp-Gruppe sowie ein persönliches Treffen von Abgeordneten. Zur EVP-Fraktion gehören auch CDU und CSU.Der Entwurf enthalte an 38 Stellen Formulierungen, mit denen auf die ESN-Fraktion, der auch die AfD angehört, zugegangen worden sei, sagte der Grünen-Europaabgeordnete Erik Marquardt. Teilweise seien deren Forderungen direkt übernommen worden. Es sei falsch, der AfD inhaltlich hinterherzulaufen, um sie zu bekämpfen. „Man kann nur davor warnen, die EU-Rückführungspolitik von einer Partei abhängig zu machen, die aufgrund ihrer Remigrationsphantasien von vielen als rechtsextrem eingestuft wird“, sagte Marquardt.Die neuen Regelungen sehen auch schärfere Maßnahmen vor, wenn Menschen, die kein Recht zum Aufenthalt in der EU haben, nicht kooperieren. Außerdem verschärft die Richtlinie die Regeln für Personen, die ein Sicherheitsrisiko darstellen. Nach Angaben der EU-Kommission reist aktuell nur etwa jeder fünfte Mensch, gegen den eine Rückkehrentscheidung vorliegt, aus Europa aus.Mit dem Votum legte das Europäische Parlament seine Verhandlungsposition fest. Nun können die Gespräche mit den EU-Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission über die endgültige Ausgestaltung beginnen.
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Entities

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Keywords & salience

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