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THU · 2026-03-26 · 10:45 GMTBRIEF NSR-2026-0326-36637
News/„Wir brauchen Menge und Produktivität für unsere Anlagen“
NSR-2026-0326-36637News Report·DE·Economic Impact

„Wir brauchen Menge und Produktivität für unsere Anlagen“

Der Hamburger Hafenkonzern HHLA steigerte trotz globaler Krisen seinen Umsatz und operativen Gewinn im vergangenen Jahr. Der Umsatz stieg auf 1,76 Milliarden Euro, der operative Gewinn auf 161 Millionen Euro.

Olaf PreußDie WeltFiled 2026-03-26 · 10:45 GMTLean · Center-RightRead · 3 min
„Wir brauchen Menge und Produktivität für unsere Anlagen“
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Der Hamburger Hafenkonzern HHLA steigerte trotz globaler Krisen seinen Umsatz und operativen Gewinn im vergangenen Jahr. Der Umsatz stieg auf 1,76 Milliarden Euro, der operative Gewinn auf 161 Millionen Euro. Konzernchef Jeroen Eijsink betonte die Bedeutung von Effizienz, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit, wobei Automatisierung eine zentrale Rolle spielt. Die HHLA plant keine Stellenstreichungen und setzt auf Elektrifizierung und Automatisierung, um den Containerumschlag zu beschleunigen und den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Besonders erfolgreich war die Intermodalsparte, insbesondere das Güterbahnunternehmen Metrans, das ein Wachstum im Containerumschlag verzeichnete. Am 11. Juni entscheidet die Hauptversammlung über eine Abfindung für Kleinaktionäre und das Ende der Börsennotierung.

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Metrans acquired a 50 percent stake in the Romanian container rail terminal Arad.

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Efficiency, reliability and sustainability are the guiding principles for the company's course.

quoteJeroen Eijsink
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HHLA's container throughput in the intermodal division increased by around eleven percent to about two million TEU in 2025.

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The HHLA's operating profit (Ebit) increased by 19.5 percent to around 161 million euros.

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HHLA's revenue increased by almost ten percent to 1.76 billion euros.

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PfadnavigationHomeRegionalesHamburgHafenwirtschaft„Wir brauchen Menge und Produktivität für unsere Anlagen“Stand: 13:10 UhrLesedauer: 4 MinutenEin Containerschiff liegt am Terminal Burchardkai der HHLA Quelle: Markus Scholz/dpaIn einem Umfeld von Kriegen und Krisen steigert Hamburgs Hafenkonzern HHLA seinen Gewinn – maroder Infrastruktur in Hamburg und Deutschland zum Trotz. Am 11. Juni wird die Hauptversammlung des Unternehmens über eine Abfindung für die Kleinaktionäre und ein Ende der Börsennotierung entscheiden.Gemessen am allgemeinen Chaos in der Welt, hat sich Deutschlands führender Hafenlogistikkonzern HHLA in Hamburg im vergangenen Jahr gut behauptet. Der Umsatz stieg um fast zehn Prozent auf 1,76 Milliarden Euro, der operative Gewinn (Ebit) legte um 19,5 Prozent auf rund 161 Millionen Euro zu. „Steuerliche Einmaleffekt“ drückten den Nettogewinn auf 9,8 Millionen Euro, von 32,5 Millionen Euro im Jahr 2024. Die HHLA betreibt Hafenterminals in Hamburg, in Tallinn, Triest und Odessa. Zum Konzern zählt zudem vor allem auch das europäische Güterbahnunternehmen Metrans. Der seit Oktober amtierende neue Konzernchef Jeroen Eijsink machte deutlich, wohin die Reise für die HHLA gehen wird: „Effizienz, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit“ seien die Leitplanken für den Kurs des Unternehmens: „Wir brauchen Menge und Produktivität für unsere Anlagen. Die Automatisierung ist dabei ein entscheidender Faktor.“ Stellen will die HHLA im Zuge dessen nicht abbauen. Rund 3500 der insgesamt etwa 7000 Beschäftigten der HHLA arbeiten in Hamburg.Die fortschreitende Elektrifizierung und Automatisierung speziell auf den Containerterminals Altenwerder und Burchardkai in Hamburg soll laut Eijsink erheblich dazu beitragen, die Geschwindigkeit des Containerumschlags zu erhöhen, das Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Arbeitsprozess auszugleichen und den „ökologischen Fußabdruck“ der Terminals zu verkleinern: „Unsere Kunden achten immer stärker auf CO2-neutrale Lieferketten, und wir wollen und müssen sie dabei unterstützen.“Lesen Sie auchAls besonders gewinnträchtig erwies sich einmal mehr die sogenannte Intermodalsparte der HHLA, der Containertransport an Land, vor allem beim europäischen Güterbahnunternehmen Metrans. Der Containerumschlag der HHLA-Intermodalsparte stieg 2025 um rund elf Prozent auf etwa zwei Millionen Containereinheiten (TEU), davon entfielen etwa 1,7 Millionen TEU auf Bahntransporte. Während die Containersparte für den Hafenumschlag einen operativen Gewinn (Ebit) von 74 Millionen Euro erwirtschaftete, verzeichnete das Intermodalgeschäft 104 Millionen Euro Gewinn, der weit überwiegend von Metrans erwirtschaftet wurde. Metrans mit Hauptsitz in Prag ist das wichtigste Tochterunternehmen der HHLA, es expandiert vor allem in Südosteuropa, mit dem Bau neuer Terminals und der Übernahme anderer Unternehmen. Vor wenigen Tagen erwarb Metrans einen Anteil von 50 Prozent am rumänischen Containerbahnterminal Arad. Herausfordernd für die HHLA ist nicht nur die Unsicherheit über die Mengenentwicklung der internationalen Warenströme – etwa mit Blick auf den Krieg der USA und Israels gegen den Iran oder Russlands Krieg gegen die Ukraine. Auch logistische Faktoren spielen eine wesentliche Rolle. „Wir haben es verstärkt mit Spitzenlasten durch die zunehmende Zahl von Großcontainerschiffen zu tun, die unsere Terminals in Hamburg anlaufen und die Infrastruktur belasten“, sagte Eijsink. An solchen Schiffe werden innerhalb von 72 Stunden mehr als 10.000 Container bewegt, das setzt das Verkehrssystem erheblich unter Stress. Ein System, das ohnehin am Limit arbeitet, etwa Hamburgs marode Köhlbrandbrücke, die nun wegen Materialermüdung für Schwertransporte mit 44 Tonnen und mehr Gewicht gesperrt werden muss. Aber auch die Sanierung und der Ausbau des deutschen Bahnnetzes kommen nur schleppend voran. Das behindert eine stärkere Verlagerung von Gütertransporten von der Straße auf die Schiene.Lesen Sie auchDer konzernweite Containerumschlag der HHLA stieg im vergangene Jahr um 5,6 Prozent auf rund 6,3 Millionen Einheiten (TEU). An den Hamburger Terminals Burchardkai, Altenwerder und Tollerort legte der Containerumschlag um 4,8 Prozent auf rund sechs Millionen TEU zu. Hauptgrund dafür ist die Mengenverlagerung der weltgrößten Linienreederei MSC von Eurogate zum Burchardkai. MSC beteiligt sich mit bis 49,9 Prozent der Anteile an der Hafenlogistik-Sparte der HHLA, die Stadt Hamburg hält 50,1 Prozent. MSC habe seine Mengenzusagen an die HHLA für 2025 „mehr als erfüllt“, sagte Eijsink. Die letzten verbliebenen Kleinaktionäre sollen Mitte des Jahres abgefunden, die HHLA dann von der Börse genommen werden. Die Höhe der Barabfindung werde derzeit von einem unabhängigen Gutachter im Rahmen des aktienrechtlich geregelten Vorgehens geprüft, sagte Finanzvorständin Annette Geiß. Die Hauptversammlung der HHLA soll am 11. Juni über den sogenannten Squeeze Out, das Herauskaufen der Kleinaktionäre, entscheiden. Angesichts der Mehrheit der Stadt Hamburg und von MSC von mehr als 95 Prozent der Anteile an der Hafenlogistik-Sparte der HHLA gilt das als Formsache. Am Immobilienportfolio der HHLA etwa in der Speicherstadt ist MSC nicht beteiligt, die Stadt bleibt Alleineigner.Olaf Preuß ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG für Hamburg und Norddeutschland. Er berichtet seit mehr als 30 Jahren über die maritime Wirtschaft, über Häfen, Werften und Schifffahrt.
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