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THU · 2026-03-26 · 12:19 GMTBRIEF NSR-2026-0326-37202
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Folgen der Kommunalwahl: Rathaus oder Landtag? Ein FW-Politiker und die Qual der Stichwahl

Dennis Diermeier, ein Freie Wähler-Politiker, stand nach der Kommunalwahl in Kelheim vor der Wahl, ob er Bürgermeister werden oder in den bayerischen Landtag einziehen sollte. Zunächst sah es so aus, als würde er die Bürgermeisterwahl gegen den CSU-Amtsinhaber verlieren und stattdessen für Tobias Beck, der Landrat in Straubing-Bogen wurde, in den Landtag nachrücken.

Von Thomas BalbiererSueddeutsche ZeitungFiled 2026-03-26 · 12:19 GMTLean · Center-LeftRead · 2 min
Folgen der Kommunalwahl: Rathaus oder Landtag? Ein FW-Politiker und die Qual der Stichwahl
Sueddeutsche ZeitungFIG 01
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Dennis Diermeier, ein Freie Wähler-Politiker, stand nach der Kommunalwahl in Kelheim vor der Wahl, ob er Bürgermeister werden oder in den bayerischen Landtag einziehen sollte. Zunächst sah es so aus, als würde er die Bürgermeisterwahl gegen den CSU-Amtsinhaber verlieren und stattdessen für Tobias Beck, der Landrat in Straubing-Bogen wurde, in den Landtag nachrücken. Überraschend gewann Diermeier jedoch die Bürgermeisterwahl mit einem knappen Vorsprung. Er entschied sich, das Bürgermeisteramt anzunehmen, da er dafür Wahlkampf gemacht hatte und dies für die Bürger am glaubwürdigsten sei. Somit muss nun ein anderer Nachrücker für den Landtag gefunden werden. Auch Michael Koller, ein weiterer FW-Abgeordneter, wechselt ins Landratsamt, wodurch ein weiterer Platz im Parlament frei wird.

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Diermeier: 'I never thought I would reject a Landtag mandate.'

quoteDennis Diermeier
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Michael Koller won the election for Landrat in Berchtesgadener Land with almost 65 percent.

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Tobias Beck won the election for Landrat in Straubing-Bogen.

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Dennis Diermeier won the mayoral election in Kelheim with 50.1 percent of the vote.

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Diermeier initially expected to become a member of the Bavarian Landtag.

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Am Sonntagabend, irgendwann zwischen 18 und 19 Uhr, stand für Dennis Diermeier fest, dass er wohl demnächst Abgeordneter des bayerischen Landtags werde. Der Freie Wähler hatte zwar in der niederbayerischen Stadt Kelheim für das Bürgermeisteramt kandidiert, lag während der Stimmauszählung jedoch so weit hinter dem CSU-Amtsinhaber, dass er zu seinem Sitznachbarn sagte: „Das hol’ ich nicht mehr ein.“Weil sein FW-Kollege, der Landtagsabgeordnete Tobias Beck, aber parallel bei der Stichwahl ums Landratsamt in Straubing-Bogen triumphierte, hatte Diermeier als dessen Nachrücker viel mehr als einen Trostpreis in Aussicht: einen Sitz im Landtag. „Geh’ ich halt nach München“, sagte Diermeier, auch wenn er es sich anders gewünscht hatte. So erzählt er es einige Tage nach der Wahl.SZ Bayern auf Whatsapp:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnierenVon Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.München? Von wegen. Kurz vor 19 Uhr nahm die Karriere des Dennis Diermeier eine neue Wendung: Am Ende der Auszählung lag er in der 17 000-Einwohner-Stadt mit zehn Stimmen vorn. Er gewann die Bürgermeisterwahl mit 50,1 Prozent. Purer Nervenkitzel.Plötzlich hatte der 34-Jährige die Qual der Stichwahl: Will er Bürgermeister von Kelheim werden oder doch ins Maximilianeum? Lokal- oder Landespolitik?Alles andere wäre auch den Bürgerinnen und Bürgern kaum vermittelbar gewesen.Dennis Diermeier über seine Entscheidung„Ich hätte nie gedacht, dass ich mal ein Landtagsmandat ablehne“, sagt Diermeier zur SZ. Aber für ihn stand schon am Wahlabend fest, dass er die Bürgermeisterwahl annehme. „Dafür habe ich Wahlkampf gemacht. Alles andere wäre auch den Bürgerinnen und Bürgern kaum vermittelbar gewesen.“ Seine Entscheidung teilte er auch Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger direkt mit, der persönlich zum Gratulieren vorbeikam. Theoretisch hätte Diermeier die Bürgermeisterwahl ablehnen und stattdessen Abgeordneter werden können.Nun muss ein anderer Nachrücker aus Niederbayern gefunden werden. Noch sei nichts fix, sagt ein Sprecher der Landtagsfraktion am Donnerstag.Und dann gibt es ja noch einen zweiten FW-Abgeordneten, der ins Landratsamt umzieht: Michael Koller hat im Berchtesgadener Land mit fast 65 Prozent gegen den CSU-Kandidaten Franz Rasp gewonnen. Sein Nachfolger im Parlament steht schon fest, Martin Rosenberger, ein Schreiner aus Bayrischzell.Ihm dürfte die Entscheidung nicht schwergefallen sein, hatte er doch bereits 2023 auf den Einzug in den Landtag gehofft. Schon vor Monaten sei ihm der neue Job angedeutet worden, sagte er: „Sei eventuell vorbereitet.“
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