NEWSAR
Multi-perspective news intelligence
SRCFAZ
LANGDE
LEANCenter-Right
WORDS533
ENT12
FRI · 2026-03-27 · 11:21 GMTBRIEF NSR-2026-0327-38942
News/Neue Dokumente: Wie die UBS der Epstein-Vertrauten Maxwell b…
NSR-2026-0327-38942News Report·DE·Legal & Judicial

Neue Dokumente: Wie die UBS der Epstein-Vertrauten Maxwell beim Kauf ihres Verstecks half

Neue Dokumente zeigen, dass die UBS im November 2019 eine Überweisung von fast acht Millionen Dollar für Ghislaine Maxwell abwickelte, obwohl die US-Justiz bereits im August desselben Jahres im Rahmen einer Untersuchung wegen Kinderhandels Informationen über ihre Finanzen angefordert hatte. Mit einem Teil des Geldes kaufte Maxwell ein Anwesen in New Hampshire für 1,1 Millionen Dollar, das sie vor ihrer Verhaftung im Juli 2020 als Zufluchtsort nutzte.

FAZFiled 2026-03-27 · 11:21 GMTLean · Center-RightRead · 3 min
Neue Dokumente: Wie die UBS der Epstein-Vertrauten Maxwell beim Kauf ihres Verstecks half
FAZFIG 01
Reading time
3min
Word count
533words
Sources cited
2cited
Entities identified
12entities
Quality score
75%
§ 01

Briefing Summary

AI-generated
NEWSAR · AI

Neue Dokumente zeigen, dass die UBS im November 2019 eine Überweisung von fast acht Millionen Dollar für Ghislaine Maxwell abwickelte, obwohl die US-Justiz bereits im August desselben Jahres im Rahmen einer Untersuchung wegen Kinderhandels Informationen über ihre Finanzen angefordert hatte. Mit einem Teil des Geldes kaufte Maxwell ein Anwesen in New Hampshire für 1,1 Millionen Dollar, das sie vor ihrer Verhaftung im Juli 2020 als Zufluchtsort nutzte. Die Transaktion erfolgte, obwohl die UBS Maxwell zuvor mitgeteilt hatte, die Geschäftsbeziehung zu beenden. Die Dokumente unterstreichen die Rolle der UBS bei der Verwaltung von Maxwells Finanzen. Die UBS lehnte eine Stellungnahme zu dem Fall ab.

Confidence 0.90Sources 2Claims 5Entities 12
§ 02

Article analysis

Model · rule-based
Framing
Legal & Judicial
Economic Impact
Tone
Mixed Tone
AI-assessed
CalmNeutralAlarmist
Factuality
0.80 / 1.00
Factual
LowHigh
Sources cited
2
Limited
FewMany
§ 03

Key claims

5 extracted
01

Maxwell used the property as her last residence before her arrest in July 2020.

factualArticle
Confidence
1.00
02

Part of the money was used to purchase a $1.1 million property in New Hampshire in December.

factualArticle
Confidence
1.00
03

In November 2019, UBS transferred nearly eight million dollars from a Montpelier Trust account set up by Maxwell.

factualArticle
Confidence
1.00
04

UBS processed a million-dollar transfer for Ghislaine Maxwell in 2019, despite a US investigation.

factualArticle
Confidence
1.00
05

Banks usually do everything to find publicly available information to justify withholding the suspect's money.

quoteTom Kirchmaier, London School of Economics
Confidence
0.90
§ 04

Full report

3 min read · 533 words
Die Schweizer Großbank wickelte 2019 eine Millionenüberweisung für die verurteilte Epstein-Komplizin ab, obwohl die US-Justiz bereits gegen sie ermittelte.Die Schweizer Großbank UBS hat der verurteilten Sexualstraftäterin Ghislaine Maxwell Dokumenten zufolge beim Kauf eines abgeschiedenen Zufluchtsorts geholfen. Wie aus Unterlagen des US-Justizministeriums hervorgeht, in die die Nachrichtenagentur Reuters Einblick hatte, wickelte das Geldhaus im November 2019 eine ⁠Überweisung für die frühere Vertraute des US-Multimillionärs Jeffrey Epstein ab.Brisant daran: Bereits drei Monate zuvor hatte die US-Justiz die UBS aufgefordert, im Rahmen einer Untersuchung wegen Kinderhandels Informationen über Maxwells Finanzen offenzulegen. Die Dokumente unterstreichen die zentrale Rolle der UBS bei der Verwaltung der Finanzen von Epsteins wichtigster Komplizin.Konkret transferierte die UBS am 12. November 2019 ‌knapp acht Millionen Dollar von einem Konto des von Maxwell eingerichteten Montpelier Trust. Ein Teil des Geldes floss über mehrere Stationen in den Barkauf eines 1,1 Millionen Dollar teuren Anwesens im Bundesstaat New Hampshire im Dezember. Zwar hatte die Bank Maxwell im August per E-Mail mitgeteilt, die Geschäftsbeziehung innerhalb eines Monats ohne ‌Angabe von Gründen zu beenden. Dennoch wurde die spätere Überweisung abgewickelt.UBS lehnt Stellungnahme abDie ‌UBS lehnte eine Stellungnahme ab und verwies darauf, sich nicht zu Kundenangelegenheiten zu äußern. Der Finanzkriminalitätsexperte Tom Kirchmaier von der London School of Economics erklärte, die Akten zeigten, wie Banken bei reichen Kunden Warnsignale ignorierten. „Banken, die von einer geheimen strafrechtlichen Untersuchung erfahren, tun in der Regel alles, um öffentlich zugängliche Informationen zu finden, die es rechtfertigen, das Geld des Verdächtigen zurückzuhalten“, sagte er.Maxwell ​nutzte das Anwesen mit dem Namen „Tucked Away“ ("Versteckt") in der Kleinstadt Bradford als ⁠letzten Wohnsitz vor ihrer Verhaftung im Juli 2020. Um das Haus zu erwerben, trat sie unter dem falschen Namen Janet Marshall auf und gab sich als Journalistin aus, die Privatsphäre suche, wie aus Gerichtsunterlagen ​hervorgeht. Bei ihrer Festnahme entdeckten FBI-Agenten ein in Aluminiumfolie eingewickeltes Mobiltelefon, das eine Ortung verhindern sollte.Banken müssen in den USA verdächtige Transaktionen schnell meldenBanken sind in den USA verpflichtet, verdächtige Transaktionen innerhalb von 30 Tagen an das US-Finanzministerium zu melden. Es ist unklar, welche ⁠Bank die Aufsichtsbehörden ‌auf die Unregelmäßigkeit des Hauskaufs aufmerksam machte. Aus den Dokumenten geht hervor, dass die UBS nach Maxwells Verhaftung Verdachtsmeldungen für Überweisungen im Wert von mehr als 18 Millionen Dollar einreichte.US-Senator Ron Wyden, der die Finanzströme in dem Fall untersucht hat, kritisierte das Vorgehen. „Das Muster, das wir bei unseren Ermittlungen zu Epstein und vielen anderen wohlhabenden Kriminellen gesehen haben, ist, dass die Banken wegsehen, weil ⁠sie wissen, ⁠dass extrem reiche Kunden jederzeit ihre Koffer packen und ihr Geld zur Konkurrenz auf der anderen Straßenseite bringen können“, sagte er. Maxwell sei ein wesentlicher Bestandteil von Epsteins ⁠weltweitem Menschenhandelsring gewesen.Maxwell wurde 2021 zu 20 ​Jahren Haft verurteilt, ⁠weil sie minderjährige Mädchen für Epstein rekrutiert und missbraucht hatte. Epstein selbst ​war im August 2019 im Gefängnis gestorben, während er auf seinen Prozess wartete. Die Dokumente zeigen zudem, dass ‌auch andere Finanzinstitute lange an den lukrativen Kunden festhielten, nachdem er 2008 wegen Sexualdelikten verurteilt worden war. So war die britische Bank Barclays ab 2017 das einzige Geldhaus außerhalb ​der USA, bei dem Maxwell Gelder hielt. Auch die Deutsche Bank und Morgan Stanley ​hatten früheren Reuters-Berichten zufolge noch bis ins Jahr 2019 Konten für Epstein oder mit ihm verbundene Stiftungen geführt.
§ 05

Entities

12 identified