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FRI · 2026-03-27 · 13:27 GMTBRIEF NSR-2026-0327-39346
News/Bundesrat macht Jagd auf Wölfe unter strengen Bedingungen mö…
NSR-2026-0327-39346News Report·DE·Environmental

Bundesrat macht Jagd auf Wölfe unter strengen Bedingungen möglich

Der Bundesrat hat am 27. März 2026 eine Gesetzesänderung beschlossen, die die Jagd auf Wölfe unter strengen Auflagen erleichtert.

Tagesschau (ARD)Filed 2026-03-27 · 13:27 GMTLean · CenterRead · 3 min
Bundesrat macht Jagd auf Wölfe unter strengen Bedingungen möglich
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Der Bundesrat hat am 27. März 2026 eine Gesetzesänderung beschlossen, die die Jagd auf Wölfe unter strengen Auflagen erleichtert. Zuvor hatte bereits der Bundestag zugestimmt. Die Neuregelung, die das Bundesjagdgesetz ergänzt, erlaubt die Bejagung von Wölfen vor allem in Regionen mit Problemen durch hohe Wolfspopulationen, primär in der Zeit von Juli bis Oktober, wobei regionale Bestandsmanagementpläne erforderlich sind. Unabhängig von Jagdzeiten dürfen Wölfe entnommen werden, wenn sie Nutztiere gerissen oder verletzt haben. Ziel ist der bessere Schutz von Weide- und Haustieren, da die steigende Wolfspopulation die Gefahr für diese Tiere erhöht und zu finanziellen Belastungen für Tierhalter führt. Trotzdem soll es weiterhin finanzielle Unterstützung für Herdenschutzmaßnahmen geben. Landwirtschaftsminister Rainer betonte, dass niemand die Ausrottung des Wolfes anstrebe.

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"Niemand will den Wolf ausrotten, er hat sich bei uns als Teil der Tierwelt etabliert"

quoteAlois Rainer (CSU)
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Around 23.4 million euros were spent on herd protection measures in 2024.

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In 2024, around 4,300 farm animals were killed or injured by wolves in Germany.

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Thousands of grazing and domestic animals are killed by wolves every year.

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Bundesrat approved easier culling of wolves under strict conditions.

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Beschluss des Bundesrats Wölfe können leichter erlegt werden Stand: 27.03.2026 • 14:27 Uhr Tausende Weide- und Haustiere werden jedes Jahr von Wölfen getötet. Nun hat der Bundesrat den Weg frei gemacht, damit die Raubtiere einfacher reguliert werden können, wenn es zu Problemen kommt. Wölfe dürfen in Deutschland in Zukunft unter strengen Voraussetzungen bejagt werden. Der dafür notwendigen Gesetzesänderung hat nach dem Bundestag nun auch der Bundesrat zugestimmt. Mit diesem Beschluss soll der Wolf in das Bundesjagdgesetz aufgenommen werden. Und so können die Raubtiere künftig vor allem in Regionen, in denen es Probleme mit einer zu großen Wolfspopulation gibt, von Jägerinnen und Jägern erlegt werden. Dafür soll eine Jagdzeit von Juli bis Oktober gelten. Voraussetzung sind allerdings Pläne der zuständigen regionalen Behörden für ein sogenanntes Bestandsmanagement. Wenn ein Wolf Weidetiere getötet oder verletzt hat, darf er sogar unabhängig von Erhaltungszustand und Jagdzeit entnommen werden. Darüber hinaus können die Länder Gebiete bestimmen, in denen die Jagd auf die Raubtiere erforderlich ist. Dies gilt beispielsweise, wenn Weidetiere dort schwer vor Wölfen zu schützen sind - etwa auf Almen oder Deichen. Für Schutzmaßnahmen wie Zäune oder Herdenschutzhunde soll es trotzdem weiterhin finanzielle Unterstützung vom Staat geben. Vorrangiges Ziel der Gesetzesnovelle ist ein besserer Schutz von Weide- und Haustieren. Zwar wird die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland und Europa in dem Entwurf für die Gesetzesänderung als Erfolg für den Artenschutz gewertet. Doch mit der stark steigenden Anzahl der bundesweit vorkommenden Tiere nehme auch die Gefahr für Herden- und Weidetiere zu. Dies könne zur "potenziell existenzbedrohende" Belastungen für deren Halterinnen oder Halter einher, so die Begründung. So seien im Jahr 2024 bundesweit bei rund 1.100 Übergriffen etwa 4.300 Nutztiere durch Wölfe gerissen oder verletzt worden. Im selben Jahr seien rund 23,4 Millionen Euro für Herdenschutzmaßnahmen aufgewendet worden und etwa 780.000 Euro an Ausgleichszahlungen an betroffene Tierhalter geflossen. Landwirtschaftsminister Rainer: "Niemand will den Wolf ausrotten" Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) und der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßten die Zustimmung des Bundesrats, mit der das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen wird. "Niemand will den Wolf ausrotten, er hat sich bei uns als Teil der Tierwelt etabliert", hieß es in einer Erklärung Rainers. "Wenn aber Weidehaltung vielerorts schlicht nicht mehr stattfinden kann, haben wir einen klaren Handlungsauftrag." Der Bauernverband will schnelle Umsetzung der neuen Regeln. DBV-Generalsekretärin Stefanie Sabet sprach von einem "guten Tag für die Zukunft der Weidetierhaltung". Sie forderte eine schnelle Umsetzung der gesetzlichen Möglichkeiten in den Ländern. Der Förderverein der Deutschen Schafhaltung zeigte sich dagegen enttäuscht. Die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, sie bleibe jedoch unzureichend und zu zögerlich. "Die Politik erkennt das Problem, scheut aber weiterhin die notwendigen konsequenten Entscheidungen", monierte der Vorsitzende des Fördervereins, Wendelin Schmücker. Er forderte eine rechtssichere und unbürokratische Möglichkeit zur Bestandsregulierung des Wolfs und "echte Handlungsspielräume für die Bundesländer". Verschiedene Umwelt- und Naturschutzorganisationen kritisierten hingegen die Jagd-Freigabe. Wölfe waren lange Zeit in Deutschland ausgestorben. Im Jahr 2000 wurde der erste wild lebende Wolf wieder in Deutschland geboren. Heute leben die meisten der Raubtiere in Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.
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