PfadnavigationHomePanoramaBegleitet von EinsatzkräftenBuckelwal rettet sich erst, strandet dann erneut – Überleben bleibt ungewissStand: 09:49 UhrLesedauer: 3 MinutenNachdem sich der Wal vergangene Nacht aus eigener Kraft befreien konnte, ist er nun offenbar auf der nächsten Sandbank gestrandet. Ein Polizeiboot ist bei dem Meeressäuger.Mal schwimmt er frei, dann sitzt er wieder fest: Der gestrandete
Buckelwal hält die Retter in Atem. Aktuell wurde das Tier in der
Wismarbucht gesichtet. Die Retter rund um
Greenpeace planen schon die nächste Rettungsaktion.Nach seiner zwischenzeitlichen Befreiung von einer Sandbank lag der
Buckelwal am Sonntagmorgen noch immer in der
Wismarbucht. Das bestätigten der Sprecher des Umweltministeriums
Mecklenburg-Vorpommern,
Claus Tantzen, und die Organisation
Greenpeace der Deutschen Presse-Agentur (dpa) auf Nachfrage. Ob der Wal wieder auf einer Sandbank festhänge, sei noch unklar. Laut „Bild“-Zeitung sei dies aktuell aber der Fall, offiziell bestätigt ist es nicht. Die Wasserschutzpolizei sei nach wie vor im Einsatz, auch
Greenpeace bemühe sich derzeit, zu dem Tier vorzudringen. Sollte das Tier wieder festsitzen, würden sie dann auch versuchen, ihn zu befreien, wie der
Greenpeace-Meeresbiologe
Thilo Maack der dpa sagte. Denkbar sei etwa, ihm Impulse zu geben. „Der Wal muss jetzt sehr schnell frei kommen, damit er überhaupt noch eine Chance hat“, so Maack.In der Nacht zum Sonntag war es dem 12 bis 15 Meter langen Meeressäuger mit steigendem Wasserstand zunächst gelungen, sich aus eigener Kraft von einer Sandbank in der Wismarer Bucht freizuschwimmen. Da die Gewässer in Küstennähe sehr flach sind, sei es aber ungewiss, ob der Wal womöglich erneut stranden werde, hatte ein Sprecher des Umweltministeriums von
Mecklenburg-Vorpommern da schon erklärt. Lesen Sie auchDer Wal steckte zunächst seit dem vergangenen Montag auf einer Sandbank bei
Timmendorfer Strand an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste fest. In der Nacht zum Freitag konnte er sich freischwimmen, nachdem Helfer mit Baggern den Meeresboden um das Tier ausgehoben und ihm eine Rinne gegraben hatten. Großwale wie Buckelwale sind in der
Ostsee nicht heimischDie Hoffnung war, dass sich das Tier in Richtung Nordsee bewegt, um schließlich wieder in den Atlantik zu gelangen. Diese erfüllte sich aber nicht. Das Landwirtschafts- und
Mecklenburg-Vorpommern" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="75540" data-entity-type="organization">Umweltministerium
Mecklenburg-Vorpommern meldete am frühen Samstagnachmittag, dass der Wal in der
Wismarbucht in der Nähe der Insel
Walfisch gesichtet wurde – wo er sich schließlich erneut auf einer Sandbank festgeschwamm. „Wir müssen leider davon ausgehen, dass es dem Tier nicht gutgeht“, erklärte daraufhin Umweltminister Till Backhaus (SPD).Lesen Sie auchWarum der Wal vor
Timmendorfer Strand aufgetaucht war, ist bislang unklar. Großwale wie Buckelwale sind in der
Ostsee nicht heimisch. Sie können nach Expertenangaben auf der Suche nach Nahrung Fischschwärmen folgen und in der
Ostsee landen. Auch Unterwasserlärm könne eine Rolle spielen.Experten zufolge werden immer mal wieder Großwale in der
Ostsee gesichtet, die dann nach Wochen auch den Weg in die salzreichere Nordsee zurückgefunden hätten. Nach Angaben der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd handelt es sich bei dem Tier wahrscheinlich um den Wal, der zuvor bereits mehrfach vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns gesichtet worden war und Anfang März durch sein Auftauchen im Hafen von Wismar Aufsehen erregt hatte.AFP/dpa/ceb