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Masters – das sind die Folgen nach Unfall und HaftStand: 13:18 UhrLesedauer: 4 MinutenWar es das endgültig? Die Zukunft von
Tiger Woods dürfte nicht mehr auf dem Golfplatz liegenQuelle: AFP/PAUL ELLISTiger Woods hat nach seinem erneuten Autounfall und der folgenden Festnahme das Gefängnis verlassen. Aufgrund der verweigerten Urintests bleiben allerdings Fragen. Unter anderem, wie realistisch das Comeback des 50-Jährigen ist.Übermüdet und mit leerem Blick verließ Golf-Superstar
Tiger Woods das Gefängnis von
Martin County im US-Bundesstaat
Florida auf dem Beifahrersitz eines schwarzen SUVs. Nach der erneuten Festnahme nach einem Autounfall ist die sportliche Zukunft des 15-maligen Major-Siegers offener denn je. Dass der bereits 50-Jährige ein Comeback beim legendären
Masters vom 9. bis 12. April in
Augusta feiern kann, ist nach diesem Vorfall kaum vorstellbar.Was ist passiert? Stunden vor seiner Entlassung war der beste Spieler in der Geschichte des Golfsports in einen Autounfall wenige Kilometer von seinem Haus auf
Jupiter Island verwickelt und daraufhin wegen Drogenverdachts festgenommen worden. Ein Atemalkoholtest bei Woods habe zwar einen Wert von null angezeigt. Einen Urintest habe dieser aber nicht machen wollen, teilte der Sheriff vom
Martin County,
John Budensiek, mit. Polizeifoto schockiert Woods-FansDer Sheriff beschrieb Woods Zustand nach der Festnahme als lethargisch. „Wir glauben, dass das auf die Substanz zurückzuführen war, unter deren Einfluss er stand.“ Er sei wegen Fahruntüchtigkeit am Steuer und Verweigerung eines Tests im Zusammenhang mit dem Unfall angeklagt worden. Und wieder gibt es nun ein Polizeifoto von Woods, das seine Fans schockiert. Woods musste mindestens acht Stunden lang im Gefängnis bleiben und konnte erst dann gegen Kaution freigelassen werden. Weder er noch sein Management haben sich bisher zu dem Unfall geäußert. Auch die
PGA-Tour, für die Woods federführend mit einer Kommission an einer Zukunfts-Strategie arbeitet, hat bislang noch keine Stellungnahme veröffentlicht.Nach Angaben des Sheriffs soll Woods in einem Geländewagen mit hoher Geschwindigkeit zum Überholen eines Fahrzeugs angesetzt haben, das zugleich abbiegen wollte. Woods’ Geländewagen streifte dabei den Anhänger des anderen Fahrzeugs, kippte auf die Seite und schlitterte über die Fahrbahn. Woods blieb bei dem Unfall unverletzt.Woods erinnert an 2017Der Vorfall erinnert an ein Ereignis aus dem Jahr 2017, als Woods ebenfalls in
Florida wegen des Verdachts auf Drogenmissbrauchs am Steuer festgenommen wurde. Woods sagte damals, dass es „eine unerwartete Reaktion auf verschriebene Medikamente“ gewesen sei. Das Polizeifoto des schwer gezeichneten Golfstars schockte damals die Öffentlichkeit. Woods begab sich danach in stationäre Behandlung. Viele Insider prophezeiten das Ende der Ära Woods. Der Mann, der 683 Wochen an der Spitze der Weltrangliste stand, kämpfte sich aber Schritt für Schritt zurück – mit Erfolg. 2019 schrieb Woods Geschichte: Im Alter von bereits 43 Jahren feierte er beim
Masters im
Augusta National Golf Club mit dem Gewinn seines fünften Titels eines der größten Comebacks im Sport.Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.Doch die Verletzungen des über die Jahre geschundenen Körpers holten ihn wieder ein. Weitere Operationen am Rücken und den Knien folgten – und der nächste Autounfall. Im Februar 2021 kam er in Los Angeles mit dem Wagen von der Straße ab und überschlug sich mehrfach. Er erlitt komplizierte Brüche am rechten Bein und Knöchel. Woods sagte später, dass sogar eine Amputation in Betracht gezogen worden war. Er lag drei Wochen im Krankenhaus und danach nach eigenen Angaben weitere drei Monate im Krankenbett bei sich zu Hause in
Florida. Damals gab es beim Golfstar Angaben der Polizei zufolge keine Anzeichen für den Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Gerüchte über Comeback beim MastersWoods hatte zuletzt Gerüchte um ein Comeback bei den in knapp zwei Wochen stattfindenden
Masters in
Augusta befeuert. Der 50-Jährige hatte nach langer Verletzungspause am vergangenen Dienstag in der neuen Indoor-Liga Tomorrow’s Golf League für Aufsehen gesorgt, als er dort überraschend einige Schläge machte.Seinen letzten größeren Auftritt hatte Woods bei den British Open 2024. Nach einem Achillessehnenriss im Frühjahr 2025 fiel er für die Saison aus – und ließ sich im vergangenen Herbst dann ein weiteres Mal am Rücken operieren.„Dieser Körper… Er erholt sich nicht mehr so wie damals, als ich 24, 25 war. Das heißt nicht, dass ich es nicht versuche“, sagte Woods. Mit Blick auf das
Masters ergänzte er: „Ich möchte spielen, ich liebe das Turnier.“ Nach dem erneuten Vorfall ist die Rückkehr in den
Augusta National Golf Club zumindest als Spieler wenig realistisch.lwö/dpa