PfadnavigationHomeSportFormel 1Debatte ums RegelwerkHeftiger Crash bei 308 km/h – „War nur eine Frage der Zeit“Veröffentlicht am 29.03.2025Lesedauer: 2 MinutenBild der Zerstörung: Oliver Bearmans demolierter
Haas nach dem Unfall in SuzukaQuelle: Getty Images/Kym IllmanNach einem beängstigenden Crash humpelt
Haas-Fahrer
Oliver Bearman. Das Geschehen beim
Grand Prix von Japan befeuert die Debatte um das erst jüngst geänderte Regelwerk. Fahrer und Weltverband beziehen Stellung.Formel-1-Pilot
Oliver Bearman hat sich bei seinem heftigen Unfall beim Grand Prix in Japan eine schwere Knieprellung zugezogen. Der Fahrer des
Haas-Teams hatte in der 22. Runde die Kontrolle über sein Auto verloren und war mit hohem Tempo seitlich in die Streckenbegrenzung eingeschlagen. Bearman war zum Zeitpunkt des Abflugs mit 308 km/h unterwegs. Danach verließ er humpelnd und mit schmerzverzerrtem Gesicht den Unfallort.Im Streckenhospital zeigten Röntgenbilder bei Bearman jedoch keine Brüche oder schwerere Verletzungen. Messungen ergaben, dass der 20 Jahre alte Brite bei dem Crash extremen Beschleunigungskräften ausgesetzt war. „Das war schon beängstigend“, sagte
Haas-Teamchef
Ayao Komatsu zu dem Unfall. „Zum Glück ist alles gut gegangen“, ließ Bearman selbst wissen.Das Geschehen befeuert die Debatten um das neue Technik-Reglement, in der die Zusatzkräfte durch den höheren Elektro-Anteil des Motors eine große Rolle spielen. So kam Bearman mit enormem Geschwindigkeitsüberschuss an den vor ihm fahrenden
Franco Colapinto im
Alpine heran. „Es ist wirklich merkwürdig. Es ist eine Kurve, die wir voll fahren, und er war mehr als 50 Stundenkilometer schneller als ich“, erklärte Colapinto.Regeländerungen im April möglichBearman nahm dann ein Zucken des Argentiniers wahr, wollte ausweichen, geriet neben die Strecke und drehte sich. Prompt brach im Fahrerlager erneut eine Diskussion über notwendige Regelanpassungen aus, um die Risiken der neuen Richtlinien zu begrenzen.
Williams-Pilot
Carlos Sainz etwa sagte bei DAZN, „dass es nur eine Frage der Zeit war, bis ein solcher Unfall passiert“. Bei Sky Sports legte er dann nochmal nach: „Man stelle sich vor, so ein Unfall passiert in
Baku,
Singapur oder
Las Vegas, wo die Mauern sehr nah sind. Als GPDA (Fahrervereinigung der Formel 1, d. Red.) haben wir die Fia gewarnt, dass es unter diesen Regeln zu solchen Unfällen kommen wird, und wir müssen bald etwas ändern, wenn wir das verhindern wollen.“Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.Lesen Sie auchDer Weltverband Fia reagierte zwei Stunden nach dem Rennen mit einem Statement: „Jegliche Anpassungen, insbesondere im Bereich des Energiemanagements, erfordern sorgfältige Simulationen und detaillierte Analysen.“ Für April seien schon seit der Einführung der Regeln eine Reihe von Treffen aller Formel-1-Beteiligten geplant, um mögliche Änderungen zu bewerten. Wegen der Absage der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien steht der nächste WM-Lauf erst am 3. Mai in Miami an.dpa/LaGa