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SUN · 2026-03-29 · 21:08 GMTBRIEF NSR-2026-0329-42477
News/Collien Fernandes streicht »Ulmen« aus I/Collien Fernandes bei Caren Miosga: »Deutschland ist ein Tät…
NSR-2026-0329-42477News Report·DE·Legal & Judicial

Collien Fernandes bei Caren Miosga: »Deutschland ist ein Täterparadies«

In einem Gespräch mit Caren Miosga forderte Collien Fernandes mehr Sensibilität von deutschen Behörden im Umgang mit Opfern sexualisierter Gewalt und plädierte für Schulungen der Beamten. Sie betonte die Notwendigkeit von Aufklärung in Schulen und schärfere Gesetze gegen die Verbreitung heimlich erstellter intimer Aufnahmen und Deepfakes.

DER SPIEGELDer SpiegelFiled 2026-03-29 · 21:08 GMTLean · Center-LeftRead · 2 min
Collien Fernandes bei Caren Miosga: »Deutschland ist ein Täterparadies«
Der SpiegelFIG 01
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In einem Gespräch mit Caren Miosga forderte Collien Fernandes mehr Sensibilität von deutschen Behörden im Umgang mit Opfern sexualisierter Gewalt und plädierte für Schulungen der Beamten. Sie betonte die Notwendigkeit von Aufklärung in Schulen und schärfere Gesetze gegen die Verbreitung heimlich erstellter intimer Aufnahmen und Deepfakes. Fernandes nannte Spanien als Vorbild für Deutschland, da dort härtere Strafen für Gewalt gegen Frauen gelten. Hintergrund ist die aktuelle Diskussion um Vorwürfe gegen Christian Ulmen, dem die Herstellung und Verbreitung von Deepfake-Videos vorgeworfen wird, was seine Anwälte bestreiten. Neben Fernandes waren auch Stefanie Hubig, Ronen Steinke und Theresia Crone Gäste bei Miosga.

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Legal & Judicial
Human Rights
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Key claims

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Fernandes says that victims need courage to report to the police and how they are received is important.

quoteCollien Fernandes
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Ulmen's lawyers deny that he created and/or disseminated deepfake videos of Fernandes or others.

factualUlmen's lawyers
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Fernandes advocates for more sensitivity from authorities when dealing with victims of sexualized violence.

factualArticle (reporting on Fernandes)
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Collien Fernandes called Germany a "Täterparadies" (perpetrator's paradise).

quoteCollien Fernandes
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Fernandes believes Spain has stricter penalties for crimes primarily affecting women, including domestic and digital violence.

factualCollien Fernandes
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Full report

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Im Gespräch mit Miosga drängte Fernandes auf mehr Sensibilität bei Behörden im Umgang mit Betroffenen sexualisierter Gewalt. Es brauche Schulungen für die Menschen, die die Anzeige entgegennehmen. »Es kostet Überwindung, zur Polizei zu gehen«, so die Schauspielerin. »Man braucht dafür Mut – und wenn man diesen Schritt geht, ist es total wichtig, wie man dort aufgenommen wird.«Aufklärung müsse schon in Schulen beginnen. »Man sollte bei den Kindern ein Bewusstsein für diese Thematik schaffen.« Sie habe sich mit Schülerinnen ausgetauscht, die ähnliche Erfahrungen gemacht hätten, darunter eine 14-Jährige. Nach einer Anzeige habe ein Polizist gesagt: »Wenn ihr ins Internet geht, müsst ihr euch nicht wundern.« Fernandes: Spanien als Vorbild für DeutschlandDie derzeit diskutierten Gesetzespläne müssten Fernandes zufolge nachgeschärft werden. Geahndet werden solle die Verbreitung heimlich gemachter intimer Aufnahmen und die Verbreitung von Deepfakes, also mithilfe künstlicher Intelligenz erstellter intimer Aufnahmen, sagte sie.Spanien sei ein Vorbild für Deutschland, so Fernandes. »In Spanien gibt es weitaus härtere Strafen für all diese Dinge, die in erster Linie Frauen betreffen – sowohl die häusliche Gewalt als auch die digitale Gewalt«, sagte sie. »Und das finde ich wichtig, dass man den Tätern ganz klar zeigt: Das geht so nicht.« Außerdem zu Gast bei Caren Miosga waren Stefanie Hubig, Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, Ronen Steinke, Jurist und Redakteur bei der »Süddeutschen Zeitung« und die angehende Juristin und Aktivistin Theresia Crone.Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Die Anwälte, die Ulmen seit der SPIEGEL-Veröffentlichung in der vergangenen Woche vertreten, sprechen im Kontext der Vorwürfe unspezifisch von »unwahren Tatsachen«. Am Freitag haben sie sich erstmalig in einer Pressemitteilung auch inhaltlich zu den Vorwürfen eingelassen. Sie schreiben darin, dass Christian Ulmen zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Frau Fernandes oder anderen Personen hergestellt und/oder verbreitet habe.
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