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MON · 2026-03-30 · 03:08 GMTBRIEF NSR-2026-0330-42639
News/Besorgnis über Israels Pläne zur Todesstrafe - Appell europä…
NSR-2026-0330-42639News Report·DE·Human Rights

Besorgnis über Israels Pläne zur Todesstrafe - Appell europäischer Außenminister

Europäische Außenminister, darunter auch Wadephul, haben sich besorgt über Israels Pläne zur Ausweitung der Todesstrafe geäußert, die sich faktisch nur auf Palästinenser beziehen würde, die in den besetzten Gebieten wegen terroristisch motivierten Mordes vor Militärgerichten verurteilt wurden. Die Regierungen Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs und Italiens warnten in einer gemeinsamen Erklärung vor dem "diskriminierenden Charakter" des Gesetzentwurfs und dem Risiko, Israels Bekenntnis zu demokratischen Grundsätzen zu untergraben.

Tagesschau (ARD)Filed 2026-03-30 · 03:08 GMTLean · CenterRead · 1 min
Besorgnis über Israels Pläne zur Todesstrafe - Appell europäischer Außenminister
Tagesschau (ARD)FIG 01
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§ 01

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Europäische Außenminister, darunter auch Wadephul, haben sich besorgt über Israels Pläne zur Ausweitung der Todesstrafe geäußert, die sich faktisch nur auf Palästinenser beziehen würde, die in den besetzten Gebieten wegen terroristisch motivierten Mordes vor Militärgerichten verurteilt wurden. Die Regierungen Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs und Italiens warnten in einer gemeinsamen Erklärung vor dem "diskriminierenden Charakter" des Gesetzentwurfs und dem Risiko, Israels Bekenntnis zu demokratischen Grundsätzen zu untergraben. Kritiker sehen den Entwurf als rassistisch an, da er de facto nur Palästinenser betrifft. Israel will voraussichtlich heute abschließend über das Vorhaben entscheiden. Die Minister betonten, dass die Todesstrafe eine unmenschliche und erniedrigende Form der Bestrafung sei und forderten Israel auf, die Pläne aufzugeben.

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Framing
Human Rights
Political Strategy
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Key claims

5 extracted
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Israel abolished the death penalty for murder in 1954.

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The governments of Germany, Great Britain, France and Italy have expressed deep concern about the Israeli bill.

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European foreign ministers, including Wadephul, warn against the erosion of democratic principles.

quoteEuropean foreign ministers
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Israel plans to expand the death penalty to include Palestinians convicted of terrorist-motivated murder in military courts.

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Critics view the bill as racist because it de facto only affects Palestinians.

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Full report

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Israel will die Todesstrafe ausweiten - nur für Palästinenser. Europäische Außenminister, darunter auch Wadephul, warnen vor der Erschütterung demokratischer Grundsätze - und dem "diskriminierenden Charakter" des Entwurfs. Die Bundesregierung sowie die Regierungen von Großbritannien, Frankreich und Italien haben sich "zutiefst besorgt" über ein israelisches Gesetzesvorhaben zur Ausweitung der Todesstrafe geäußert. Besonders beunruhigend sei der "faktisch diskriminierende Charakter" des Gesetzentwurfs, betonten die Außenminister der vier Staaten in einer gemeinsamen Erklärung. Eine Verabschiedung berge das Risiko, Israels Bekenntnis zu demokratischen Grundsätzen zu untergraben. Israel will über das Vorhaben voraussichtlich heute abschließend entscheiden. Bei Billigung der aktuellen Gesetzesinitiative müssen Palästinenser, die vor Militärgerichten in den besetzten Gebieten wegen eines terroristisch motivierten Mordes verurteilt werden, mit einer obligatorischen Todesstrafe rechnen. Das Urteil kann angefochten werden. Kritiker sehen den Entwurf als rassistisch an, weil er de facto nur Palästinenser betrifft - und nicht Israelis. Das Land hatte die Todesstrafe für Mord im Jahr 1954 abgeschafft. Es gibt sie nur noch für bestimmte Fälle wie etwa Völkermord oder Verrat in Kriegszeiten. Seit der Hinrichtung des NS-Verbrechers Adolf Eichmann im Jahre 1962 wurde keine von einem ordentlichen Gericht ausgesprochene Todesstrafe mehr vollstreckt. "Die Todesstrafe ist eine unmenschliche und erniedrigende Form der Bestrafung ohne jegliche abschreckende Wirkung", teilten die Minister mit. "Deshalb lehnen wir die Todesstrafe weltweit unter allen Umständen ab." Berlin, Paris, Rom und London forderten die Verantwortlichen nachdrücklich auf, die Pläne aufzugeben.
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