Selenskyj schlägt wechselseitigen Stopp der Angriffe auf Energieanlagen vorDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Moskau angesichts des durch den Irankrieg ausgelösten Anstiegs der weltweiten Ölpreise einen Stopp der gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen vorgeschlagen. Wenn Russland zum Stopp seiner Angriffe auf ukrainische Energieanlagen bereit sei, werde die
Ukraine auch nicht mehr mit Angriffen auf den russischen Energiesektor antworten, sagte Selenskyj am Montag vor Journalisten.Der ukrainische Staatschef sagte, er habe kürzlich „Signale“ von einigen Partnerländern erhalten, „dass wir unsere Angriffe gegen den russischen Ölsektor reduzieren“ sollen. Robert PutzbachDrohnenangriff auf TaganrogDie südrussische Stadt
Taganrog ist lokalen Behördenangaben zufolge von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Dabei habe es einen Toten und acht Verletzte gegeben, berichtete Bürgermeisterin
Swetlana Kambulowa der staatlichen Nachrichtenagentur
Tass zufolge. Sie sprach von Schäden an zahlreichen Wohnhäusern und drei nicht näher bezeichneten Unternehmen. In der Stadt am östlichen Ende des Asowschen Meeres gibt es ein Flugzeugwerk und mehrere Fabriken, die Drohnen und Drohnenteile herstellen. Telegramkanäle berichteten unter Berufung auf Augenzeugen von einem stundenlangen Einsatz der Flugabwehr in
Taganrog. Auch eine Schule sei beschädigt worden.Über
Taganrog und sechs anderen Landkreisen des Gebietes
Rostow seien in der Nacht mehr als 60 Drohnen abgefangen worden, teilte Gouverneur
Juri Sljussar mit. Dazu zählte auch der Landkreis
Millerowo. Von der dortigen Luftwaffenbasis startet die russische Armee oft Kampfdrohen zu Angriffen auf die
Ukraine. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, insgesamt seien in der Nacht 102 ukrainische Drohnen ausgeschaltet worden.Robert PutzbachDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigt sich offen für eine Waffenruhe über Ostern. Selenskyj erklärt dies in einem WhatsApp-Chat mit Journalisten.Robert PutzbachRussland weist britischen Diplomaten ausRussland hat abermals einen britischen Diplomaten unter dem Vorwurf angeblicher Spionage ausgewiesen. Dies teilte der Inlandsgeheimdienst
FSB in Moskau mit. Der Mann im Rang eines zweiten Sekretärs müsse Russland binnen zwei Wochen verlassen.Das britische Außenministerium wies die Vorwürfe als „völligen Unsinn“ zurück. „Russland verfolgt eine zunehmend aggressive und koordinierte Kampagne der Schikane gegen britische Diplomaten“, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur PA zufolge. Robert PutzbachIn Russland ist nach Angaben des Präsidialamts keine militärische Mobilmachung geplant. „Diese Frage steht nicht auf der Agenda“, sagt Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow. Hanna MasaDrohnen im Südosten Finnlands abgestürzt Finnland stellt über seinem Gebiet aufgetauchten Drohnen in einen Zusammenhang mit ukrainischen Angriffen in der nahe Finnland gelegenen Region Russlands. „Russland verfügt über extrem starke Fähigkeiten zur elektronischen Störung, was erklären könnte, warum diese Drohnen in den finnischen Luftraum abdriften – was eine sehr ernste Angelegenheit ist“, sagt Ministerpräsident Petteri Orpo dem Sender Yle. Die finnische Luftwaffe identifizierte nach eigenen Angaben mit F/A-18-Kampfflugzeugen zumindest eines der Flugobjekte als ukrainische AN196-Drohne. „Der Pilot hat das Feuer nicht eröffnet, um Kollateralschäden zu vermeiden“, teilte die Luftwaffe mit.Nach jüngsten Informationen finnischer Behörden seien zwei unbemannte Flugkörper am Sonntagmorgen nördlich beziehungsweise östlich der Stadt Kouvola am Boden aufgeschlagen, berichtete die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Yle. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es nicht.„Drohnen haben sich in Finnlands Territorium verirrt. Wir nehmen das sehr ernst“, sagte der finnische Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut Yle. Seinem Ministerium zufolge waren mehrere Objekte entdeckt worden, die in niedriger Höhe den finnischen Luftraum passierten. Kampfjets seien aufgestiegen, um die Geräte zu identifizieren, hätten sie jedoch nicht abgeschossen, um Kollateralschäden am Boden zu vermeiden.Uli PutzRussland: Wieder ukrainischer Angriff auf Ölexport-Hafen an der OstseeDie
Ukraine hat erneut den russischen Ostsee-Hafen Ust-Luga mit Drohnen angegriffen. Der für den Ölexport wichtige Hafen sei beschädigt und ein Brand ausgelöst worden, teilt der Gouverneur der nordwestrussischen Region Leningrad mit. Die
Ukraine hatte zuletzt mehrfach die Ostsee-Häfen Primorsk und Ust-Luga attackiert. Die Öl-Verladung dort musste daraufhin wiederholt gestoppt werden. Die
Ukraine verstärkt seit Wochen ihre Drohnenangriffe auf die russische Ölinfrastruktur, um die Einnahmen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskriegs zu schwächen.Paul GrossUkraine will bei Luftverteidigung mit Emiraten zusammenarbeitenDie
Ukraine hat nach Saudi-Arabien auch mit den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Zusammenarbeit bei der Luftverteidigung beschlossen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Samstag, er habe bei einem Treffen mit dem Präsidenten der Emirate, Mohammed bin Sajed, eine Kooperation im Bereich „Sicherheit und Verteidigung“ vereinbart. „Unsere Teams werden die Details ausarbeiten.“Angesichts der heutigen „Bedrohungen“ wollten Staaten das Leben ihrer Bevölkerungen schützen, erklärte Selenskyj. „Die
Ukraine hat auf diesem Gebiet bedeutende Expertise.“Fabian DrahmouneUkraine: Mindestens drei Tote bei russischen AngriffenBei russischen Angriffen auf die
Ukraine sind nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens drei Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. In der Hafenstadt Odessa sei bei einem nächtlichen Angriff ein Mensch getötet worden, erklärte die örtliche Militärverwaltung am Samstag. Elf weitere Menschen wurden demnach verletzt, unter ihnen ein Kind. Getroffen wurden bei den Angriffen den Angaben zufolge ein Krankenhaus und mehrere Wohngebäude in Odessa.In der Stadt Krywyj Rih wurden nach Angaben der Regionalverwaltung bei einem morgendlichen Angriff auf ein Industrieunternehmen zwei Männer getötet. Zwei weitere Menschen wurden demnach verletzt. Nach dem Angriff seien Feuer ausgebrochen.Philipp von ReinersdorffUS-Außenminister: Selenskyjs Aussage zu Sicherheitsgarantien ist falschUS-Außenminister Marco Rubio hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj der Lüge über die Position Washingtons bei den
Ukraine-Verhandlungen bezichtigt. „Das ist eine Lüge“, sagte Rubio am Rande des G7-Außenministertreffens nahe Paris vor Journalisten. Rubio bezog sich dabei auf eine Äußerung Selenskyjs am Donnerstag, wonach eine Abtretung der gesamten Donbass-Region an Russland die Voraussetzung für US-Sicherheitsgarantien sei.„Ich habe mitbekommen, dass er das gesagt hat, und es ist bedauerlich, dass er das gesagt hat, denn er weiß, dass das nicht stimmt“, fügte Rubio an. Selenskyj sei lediglich gesagt worden, dass „Sicherheitsgarantien für die
Ukraine solange nicht in Kraft treten werden, bis der Krieg zu Ende geht.“ Dies sei „offensichtlich“, sagte Rubio und es sei nicht in Verbindung mit Gebietsabtretungen der
Ukraine gebracht worden.Der US-Außenminister ließ zudem die Möglichkeit offen, dass die USA bislang an die
Ukraine gelieferte Rüstungsgüter anderweitig ausführen könnten. „Bislang wurde nichts umgeleitet, das könnte aber geschehen“, sagte Rubio und ergänzte: „Wenn wir etwas aus den USA für Amerika brauchen, werden wir das zuallererst für Amerika behalten.“Sara WagenerKallas kündigt
Ukraine-Reise anDie EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas will am 31. März nach Kiew reisen. Sie werde dort gemeinsam mit EU-Außenministern den ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha treffen, kündigt sie an. Bei den Gesprächen solle es um die Unterstützung der EU für die
Ukraine gehen. „Wir werden auch mit einer klaren Botschaft kommen, dass Russland für seine Kriegsverbrechen zur Verantwortung gezogen werden muss“, fügt Kallas in einem Beitrag auf der Plattform X hinzu. Sybija zufolge wird es bei den Beratungen um die Unterstützung der EU für sein Land und Möglichkeiten gehen, Druck auf Russland auszuüben. Sara WagenerWadephul:
Ukraine-Hilfe darf nicht wegen Iran bröckelnAußenminister Johann Wadephul warnt davor, dass die Unterstützung der
Ukraine wegen des Irankriegs weiter bröckelt. „Es darf keine Abstriche geben, wenn es um die Aufrechterhaltung der Verteidigungsfähigkeit der
Ukraine geht“, sagte der CDU-Politiker nach
Ukraine-Gesprächen der Außenminister der Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien (G7) bei Paris. Dies würde Kremlchef Wladimir Putin nur in die Hände spielen.„Putin hofft auf zynische Weise, dass die Eskalation im Nahen Osten unsere Aufmerksamkeit von seinen Verbrechen in der
Ukraine ablenkt. Dieses Kalkül darf nicht aufgehen“, sagte der deutsche Außenminister. Der Druck auf Russland müsse hoch bleiben, etwa mit Sanktionen, Vorgehen gegen die russische Schattenflotte und Druck auf den russischen Energiesektor. Wadephul nahm dabei auch die USA, die erst kürzlich Sanktionen auf russische Öl-Lieferungen zeitweise gelockert hatten, in die Verantwortung. „Das ist eine Aufgabe aller G7-Partner.“ Oliver KühnUkraine und Saudi-Arabien beschließen RüstungskooperationDie Verteidigungsministerien der
Ukraine und von Saudi-Arabien haben sich nach ukrainischen Angaben auf eine Rüstungskooperation geeinigt und ein erstes Abkommen unterzeichnet. „Es legt die Grundlage für weitere Verträge, technologische Zusammenarbeit und Investitionen und stärkt die internationale Rolle der
Ukraine als Lieferant von Sicherheit“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Selenskyj hatte demnach ein Treffen mit dem saudischen Kronprinzen Muhammad Bin Salman.Der ukrainische Staatschef verwies dabei auf das vorhandene ukrainische Wissen bei der Abwehr von Drohnen und ballistischen Raketen im Krieg mit Russland. Kiew sei bereit, dieses mit Riad zu teilen. „Und Saudi-Arabien hat das, woran die
Ukraine interessiert ist“, schrieb er ohne konkretere Angaben. Bei ihrem Gespräch seien die Situation im Nahen Osten und am Persischen Golf, die Hilfe für Iran durch Russland, die Situation auf den Treibstoffmärkten und eine mögliche Zusammenarbeit im Energiebereich besprochen worden. Zuvor hatte Selenskyj ein Treffen mit ukrainischen Militärs, die nach seinen Angaben bereits eine Woche in Saudi-Arabien sind.Die
Ukraine bietet seit dem Ausbruch des Irankrieges vor knapp einem Monat den Staaten im Nahen Osten und den Golfmonarchien Hilfe bei der Abwehr von iranischen Drohnen an. Mehr ladenTickarooLive Blog Software