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MON · 2026-03-30 · 13:15 GMTBRIEF NSR-2026-0330-43601
News/Syrer in Deutschland: Weiter Verwirrung /Bundeskanzler Merz strebt Rückkehr von 80 Prozent der Syrer …
NSR-2026-0330-43601News Report·DE·Political Strategy

Bundeskanzler Merz strebt Rückkehr von 80 Prozent der Syrer in ihre Heimat an

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) plant, innerhalb der nächsten drei Jahre 80 Prozent der über 900.000 in Deutschland lebenden Syrer in ihr Heimatland zurückzuführen. Diese Zielsetzung wurde auf einer Pressekonferenz mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin bekannt gegeben.

Die WeltFiled 2026-03-30 · 13:15 GMTLean · Center-RightRead · 3 min
Bundeskanzler Merz strebt Rückkehr von 80 Prozent der Syrer in ihre Heimat an
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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) plant, innerhalb der nächsten drei Jahre 80 Prozent der über 900.000 in Deutschland lebenden Syrer in ihr Heimatland zurückzuführen. Diese Zielsetzung wurde auf einer Pressekonferenz mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin bekannt gegeben. Deutschland und Syrien wollen eine gemeinsame Taskforce einrichten, um die Rückführung zu organisieren, wobei der Fokus zunächst auf straffällig gewordenen Syrern ohne gültigen Aufenthaltstitel liegt. Laut Merz hätten sich die Bedingungen in Syrien verbessert, was eine Neubewertung des Schutzbedarfs rechtfertige. Die Rückkehrer sollen eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau Syriens spielen, während gut integrierte Syrer in Deutschland bleiben können.

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PfadnavigationHomePolitikDeutschlandTreffen mit al-ScharaaMerz strebt Ausreise von 80 Prozent der Syrer an – Experte hält Plan für „Illusion“Stand: 31.03.2026Lesedauer: 3 MinutenNach den Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sollen in den nächsten drei Jahren 80 Prozent der mehr als 900.000 Syrer in Deutschland in ihr Heimatland zurückkehren.Laut Kanzler Merz soll ein Großteil der in Deutschland lebenden Syrer in den nächsten Jahren zurück in ihr Heimatland. Das sei auch der Wunsch des syrischen Übergangspräsidenten al-Scharaa. Geplant ist eine gemeinsame Taskforce.Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) strebt die Rückkehr von 80 Prozent der mehr als 900.000 Syrer in Deutschland in ihr Heimatland an. „In der längeren Perspektive der nächsten drei Jahre, das ist auch der Wunsch von Präsident Scharaa gewesen, sollen rund 80 Prozent der in Deutschland jetzt sich aufhaltenden Syrerinnen und Syrer zurück in ihr Heimatland kehren“, sagte er auf einer Pressekonferenz mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin.Deutschland und Syrien hätten sich auf die Einrichtung einer gemeinsamen Taskforce geeinigt. Beteiligt seien Entwicklungs- und ⁠Innenministerium ​sowie das Kanzleramt ‌selbst. Zudem werde es in wenigen Tagen eine entsprechende Informationsreise deutscher Vertreter nach Syrien geben.Lesen Sie auchEin gutes Jahr nach dem Ende des Krieges hätten sich die Rahmenbedingungen in Syrien grundlegend verbessert, sagte ‌Merz weiter. Schutzbedarfe müssten deshalb neu bewertet werden. „Das heißt auch: ⁠Wer keinen Anspruch mehr ​auf Aufenthalt hat in Deutschland, der wird Deutschland auch wieder verlassen.“ Er habe al-Scharaa gebeten, vorrangig diejenigen zurückzunehmen, die in Deutschland keinen gültigen Aufenthaltstitel mehr hätten. „Hier haben wir eine kleine Gruppe, aber eine Gruppe, die uns Probleme bereitet, von straffällig gewordenen Syrern, die wir jetzt vordringlich zurückführen wollen.“ Diejenigen Syrer, die in Deutschland bleiben wollten und gut integriert seien, könnten in Deutschland bleiben, sagte Merz.Die Rückkehrer sollen eine ⁠wichtige Rolle beim Wiederaufbau des Landes spielen. Politische Stabilität und wirtschaftliches Wachstum in Syrien seien entscheidend, „damit der Wiederaufbau gelingt und daran sollen maßgeblich diejenigen beitragen, ‌die mit neuen Erfahrungen und ⁠neuen Ideen ‌aus ihren ​Jahren in Deutschland ⁠und in aller ​Welt nach Syrien zurückkehren“. Migrationsforscher zweifelt an Merz-PlänenDer Konstanzer Migrationsforscher Daniel Thym hingegen hält das 80-Prozent-Ziel für unrealistisch. „Solch hohe Rückkehrzahlen dürften sich als Illusion erweisen und dürften selbst im Wege der freiwilligen Ausreise unerreichbar sein“, sagte Thym dem „Handelsblatt“.Bislang seien nur wenige Tausend Syrer freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt. Es bleibe unklar, warum sich dies grundlegend ändern sollte und mit welchen Anreizen oder möglichen Sanktionen die Zahlen deutlich erhöht werden könnten, sagte der Wissenschaftler. Das gelte auch für zwangsweise Abschiebungen.Zugleich verwies Thym auf rechtliche Hürden. „Es reicht nicht, wenn Politiker Syrien für sicher erklären“, sagte er. Vielmehr müsse jeder Einzelfall geprüft werden, und die Betroffenen könnten gegen eine Ausreisepflicht vor Gericht klagen. Die angekündigte gemeinsame Taskforce deute jedoch darauf hin, dass Deutschland und Syrien künftig bei Abschiebungen kooperieren könnten. Darüber hinaus seien neue Maßnahmen denkbar, um freiwillige Ausreisen stärker zu fördern und einzufordern.Die Bundesregierung werde den Wiederaufbau des im Bürgerkrieg zerstörten Landes mit einem Aufbauprogramm, Beratung und Fachwissen unterstützen, kündigte derweil Merz an. Deutschland stellt nach Angaben von Merz rund 200 Millionen Euro bereit, etwa für den Ausbau der Wasserversorgung und zur Stärkung wirtschaftlicher Beziehungen.Merz richtete zudem einen Appell an den früheren Dschihadistenführers al-Scharaa: „Schaffen Sie im neuen Syrien Raum für alle, unabhängig von Geschlecht und Zugehörigkeit von Minderheiten.“ Der von al-Scharaa angeführten Regierung in Damaskus wird vorgeworfen, Minderheiten im Land nicht vor Gewalt zu schützen oder sogar zu Gräueltaten anzustiften und sich daran zu beteiligen. Al-Scharaa versprach, dass die Rechte aller gewahrt werden sollten: „Wir wollen wieder zu einer guten Form des Zusammenlebens kommen.“ „Der Krieg ist natürlich vorbei, aber die Schlacht des Wiederaufbaus hat jetzt erst begonnen“, resümierte er. Die Zerstörung in Syrien sei sehr groß. Man wolle ​nun ein gutes Umfeld für Investitionen und Arbeitsplätze schaffen, um den Syrern eine Rückkehr zu ermöglichen. Er habe mit Merz über eine Erhöhung deutscher Investitionen gesprochen und ⁠darüber, dass Rückkehrer in Syrien für deutsche Unternehmen tätig werden könnten.dpa/ll/lay/säd
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