PfadnavigationHomePanoramaVorwürfe der digitalen GewaltSpanisches Gericht prüft Zuständigkeit im Fall Ulmen/FernandesStand: 18:26 UhrLesedauer: 2 MinutenSchauspieler
Christian Ulmen wehrt sich gegen die schweren Vorwürfe seiner Ex-Partnerin
Collien Fernandes. Sie bleibt dabei und klagt über jahrelange Übergriffe. Inzwischen schaltet sich auch die Staatsanwaltschaft ein und ermittelt wegen Stalkings.Das Verfahren im Fall
Collien Fernandes und
Christian Ulmen ist vorerst gestoppt. Hintergrund ist eine offene Zuständigkeitsfrage zwischen
Spanien und
Deutschland – widersprüchliche Angaben sorgen zusätzlich für Unklarheit.In
Spanien ist das Verfahren im Fall der von der Schauspielerin
Collien Fernandes erhobenen Vorwürfe der digitalen sexualisierten Gewalt gegen ihren Ex-Mann
Christian Ulmen ausgesetzt. Die zuständige Richterin müsse noch entscheiden, ob die Ermittlungen in
Spanien oder in
Deutschland durchgeführt werden, teilte das Gericht in
Palma auf Anfrage der „
Zeit“ mit. „Nur aus diesem Grund ist das Verfahren derzeit ausgesetzt“, fügte die Sprecherin hinzu. Eine Entscheidung werde in wenigen Tagen fallen.Damit widersprach das Gericht Angaben, die Ulmens Anwalt
Christian Schertz zunächst gemacht hatte. Dieser hatte am Freitag mitgeteilt, dass das Verfahren auf der Baleareninsel auch deshalb ausgesetzt sei, weil Fernandes eine wesentliche Voraussetzung nicht erfüllt habe, nämlich eine Erklärung vor einem spanischen Notar abzugeben.Lesen Sie auchWörtlich hieß es: „Heute hat das spanische Gericht zudem mitgeteilt, dass das Verfahren in
Spanien ausgesetzt wurde, da es an einer wesentlichen qualifizierten Voraussetzung für die Fortsetzung des Verfahrens fehlt. Frau Fernandes hat insofern die erforderliche Voraussetzung, eine Erklärung vor einem spanischen Notar abzugeben, nicht erfüllt. Auch sämtliche Ermittlungshandlungen sind damit ausgesetzt.“Nun bestätigte allerdings auch Schertz den neuen Bericht der „
Zeit“. Zwar hätten die Spanier „auf mehrfache Nachfrage“ die vorherige Version „eindeutig bestätigt“. Es habe sich „nach nochmaliger initiativer Überprüfung unsererseits“ nun jedoch herausgestellt, dass man nicht richtig informiert worden und „den spanischen Kollegen insofern ein Fehler unterlaufen“ sei. Das Verfahren verzögere sich wohl tatsächlich wegen der Prüfung des Verfahrensortes.Fernandes hatte Ende vergangenen Jahres in
Palma Anzeige gegen Ulmen erstattet. Die von ihr erhobenen Vorwürfe lauten nach Angaben einer Sprecherin des spanischen Gerichts auf Identitätsdiebstahl, Geheimnisverrat, öffentliche Verleumdung, wiederholte Misshandlung und schwere Bedrohung.Lesen Sie auchVorausgegangen war ein „Spiegel“-Bericht, in dem Fernandes schwere Vorwürfe gegen Ulmen erhoben hatte. Sie wirft Ulmen im „Spiegel“ vor, täuschend echt aussehende Fake-Profile von ihr auf Social Media erstellt und darüber „hunderte“ Männer kontaktiert zu haben. Dabei soll er sich als Fernandes ausgegeben und mit einigen der Männer sexuelle Gespräche geführt und erotische Bilder und Videos an sie verschickt haben, die den Eindruck erweckten, es handle sich um Aufnahmen von Fernandes.Lesen Sie auchFür Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt
Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an.jra mit dpa