Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige Updates„Lasst uns zum Mond fliegen“Große Ehre für KanadaDie Vertreter der kanadischen Weltraumbehörde (CSA) haben sich in Cape Canaveral zufällig im selben Hotel eingemietet, das auch die Ein-Mann-Delegation der SZ für die Berichterstattung über den Flug zum Mond ausgewählt hat. Vielleicht liegt das auch an der themenbezogenen Postadresse: 7801 Astronaut Boulevard.Die Kanadier haben in der Lobby jedenfalls einen kleinen Info-Stand aufgebaut, an dem darüber informiert wird, dass der Astronaut
Jeremy Hansen der erste „Nicht-Amerikaner“ sowie der erste Kanadier sein wird, der zum Mond fliegt. „Go Artemis II ! Go Jeremy!“, lautet die Parole auf der ausliegenden Informationsbroschüre. In der Rubrik „Fun Facts“ teilt die CSA mit, dass die Startrakete der Artemis-Mission „ungefähr so hoch“ sei wie der Peace Tower in Kanadas Hauptstadt
Ottawa. Ist das etwa als sehr subtiler Kommentar zur gegenwärtigen amerikanischen Außenpolitik zu verstehen? Selbstverständlich nicht, sagen sie am kanadischen Info-Stand.NewsdeskWie geht es nach der Mondmission weiter?Die Pläne der
NASA für die Zeit nach der bevorstehenden Artemis-2-Mission sind mindestens ambitioniert. Bereits 2028 sollen demnach wieder Menschen auf der Mondoberfläche spazieren – aber ein zuverlässig funktionierendes Raumschiff, dass so etwas auch schaffen könnte, gibt es bislang nicht. Die
NASA hat zwei Unternehmen damit beauftragt, doch beide Landegefährte konnten noch nicht ausreichend getestet werden.Außerdem müsste für eine Mondlandung mit Menschen an Bord eine Art Tankstelle im Erdorbit installiert werden, wo der Lander den nötigen Treibstoff für seine Reise zum Mond und zurückbekommt. Allein dazu wären 15 Starship-Starts des Unternehmens Space-X notwendig. SZ-Redakteur
Dieter Sürig berichtet über die Gründe, warum eine bemannte Mondlandung wohl kaum in den nächsten drei Jahren klappen kann:„Rise“ wird das Maskottchen der MissionDie Liste all derer, die nicht mit Richtung Mond dürfen, ist lang. Fast geschafft hätte es ein Schwerelosigkeits-Maskottchen aus Deutschland. Bei einem Design-Wettbewerb der
NASA für das Maskottchen gab es rund 2600 Einreichungen. Unter die 25 Finalisten hatte es auch ein Entwurf der in Berlin lebenden Italienerin
Giulia Bona geschafft. Gereicht hat es nicht.Mit auf die Mondmission darf stattdessen „Rise“, eine Art Mond mit Kappe, auf der die Erde zu sehen ist. Entworfen hat ihn ein Schüler aus Kalifornien. Ein Schwerelosigkeits-Maskottchen ist ein Objekt, das in einem Raumschiff zu schweben beginnt, sobald nach dem Start die Schwerelosigkeit eingesetzt hat – und so den neuen Zustand sichtbar demonstriert. In „Rise“ steckt auch eine Speicherkarte mit tausenden Namen – eingeschickt in den vergangenen Monaten von Menschen aus aller Welt, die so zumindest als Name auf einer Speicherkarte um den Mond herum fliegen wollen.„Lasst uns zum Mond fliegen“Die Crew der Artemis-Mission steckt in den letzten Vorbereitungen. „Es fängt auf jeden Fall jetzt an, sich echt anzufühlen“, sagte
NASA-Astronautin Christina Koch bei einer Pressekonferenz am Sonntag. „Wir hoffen sehr, dass diese Mission der Start einer Ära ist, in der jeder Mensch auf der Erde zum Mond schauen und ihn auch als Reiseziel ansehen kann.“Mit ihr auf die zehntägige Mission sollen ihre Kollegen Reid Wiseman, Victor Glover und
Jeremy Hansen kommen. Für Glover, Koch und Wiseman ist es der zweite Flug ins All, für Hansen der erste. Koch ist die erste Frau an Bord einer Mond-Mission der
NASA, Glover der erste nicht-weiße Mensch und Hansen der erste Kanadier.Bereits am Samstag sind die vier Astronauten am Weltraumbahnhof Cape Canaveral angekommen. „Lasst uns zum Mond fliegen“, wird Wiseman zitiert. „Die Nation und die Welt warten da schon eine lange Zeit drauf.“NewsdeskWillkommen zum Liveblog zur MondmissionBereits zweimal wurde der Start der Artemis-2-Mission in diesem Jahr verschoben. Läuft alles nach Plan, soll die vierköpfige Crew am 2. April an Bord der Schwerlastrakete SLS abheben.Am heutigen Montag, 49 Stunden und 50 Minuten vor dem ersten avisierten Startfenster am Donnerstag um 00.24 Uhr mitteleuropäischer Zeit, setzt der Zeitplan der
NASA ein, der Countdown beginnt circa 10 Minuten später. Dann wird auch mit den Vorbereitungen zum Betanken der Rakete begonnen, die bereits am Startplatz steht. Das erste Startfenster hat etwa 120 Minuten, weitere öffnen sich in den folgenden Tagen.Was die vier Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und
Jeremy Hansen auf ihrer zehntägigen Reise erwartet und was das Ziel der Mission ist, hat SZ-Wissen-Redakteurin Theresa Palm aufgeschrieben:TickarooLive Blog Software