Fabian DrahmouneVier Jahre nach Massaker in
Butscha: EU-Außenminister besuchen UkraineMehrere EU-Außenminister wollen am Dienstag bei einem Besuch in der ukrainischen Stadt
Butscha des dortigen Massakers vor vier Jahren gedenken. Bei dem informellen Treffen solle an die „schreckliche Tragödie" in dem Vorort von Kiew erinnert werden, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission. Zudem geht es um die weitere Unterstützung der
Ukraine in ihrem Abwehrkrieg gegen die russischen Angriffstruppen.Der russischen Armee wird vorgeworfen, zu Beginn des Ukrainekriegs in
Butscha hunderte Zivilisten getötet zu haben. Die russischen Truppen zogen sich dann am 31. März 2022 aus
Butscha zurück. Zwei Tage später wurde das Massaker bekannt. Moskau streitet bis heute ab, für die Gräueltaten verantwortlich zu sein.Fabian DrahmouneBei einem russischen Drohnenangriff ist im zentralukrainischen Gebiet
Poltawa nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden. Zudem wurden drei Menschen verletzt, wie Militärgouverneur
Witalij Djakiwnytsch auf Telegram schrieb. Zwei von ihnen, darunter ein elfjähriger Junge, seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Demnach waren Drohnentrümmer abgestürzt. Ein Mehrfamilienhaus sei beschädigt worden.Fabian DrahmouneSelenskyj: „Historische Vereinbarungen“ mit GolfstaatenMehrere Golfstaaten wollen nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit der
Ukraine zusammenarbeiten. Es gebe bereits „historische Vereinbarungen“ mit
Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und
Qatar, sagte Selenskyj nach einer Reise in den Nahen Osten und die Golfregion in seiner abendlichen Videobotschaft. Außerdem arbeite die
Ukraine mit Jordanien und Kuwait zusammen. Es gebe weitere Anfragen aus Bahrain und Oman.Die
Ukraine exportiere ihr Verteidigungssystem, die Fähigkeiten ihrer Soldaten und ihr Wissen, sagte Selenskyj weiter. Von diesen Staaten erwarte sie eine entsprechende Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit. Es gebe bereits Vereinbarungen über Möglichkeiten zur Stärkung der Flugabwehr, über eine gemeinsame Entwicklung von Rüstungsproduktion und über Zusammenarbeit im Energiebereich.Fabian DrahmouneSelenskyj dementiert Bericht über möglichen Zahlungsstopp für StaatsdienerDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Berichte über einen möglichen Zahlungsstopp für Staatsbedienstete und Soldaten zurückgewiesen. „Heute werden die Gehälter ausgezahlt, die Armee wird finanziert und die Renten werden ausgezahlt. Alles wird bezahlt. Ich glaube, wir leisten ziemlich gute Arbeit", sagte Selenskyj am Montag vor Journalisten.Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am Freitag berichtet, der ukrainischen Regierung fehle das nötige Geld, um staatliche Ausgaben bis Ende Juni zu leisten. Hintergrund ist die Blockade eines bereits im Dezember von der EU beschlossenen Hilfskredits in Höhe von 90 Milliarden Euro, den der ungarische Regierungschef Viktor Orban derzeit blockiert.Selenskyj sagte dazu am Montag, die ausstehende Zahlung der Mittel sei ein „erhebliches Risiko" mi Blick auf die Vorbereitung auf den nächsten Winter. Russland hat die ukrainische Energieinfrastruktur in den vergangenen Monaten heftig angegriffen, Millionen Einwohner waren über längere Zeiträume von der Stromversorgung abgeschnitten.Reiner Burger, KorrespondentMutmaßlicher russischer Spion in Hagen festgenommen Der Generalbundesanwalt (GBA) hat gegen einen mutmaßlichen Russland-Spion aus Hagen einen Haftbefehl erwirkt. Der bereits am Freitag festgenommene Ukrainer Vitalii M. hat nach Erkenntnissen des GBA im Auftrag eines russischen Geheimdienstes spätestens seit November 2025 Informationen über einen ebenfalls in Deutschland lebenden Landsmann gesammelt, der sich nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf der Seite der ukrainischen Streitkräfte an Kampfhandlungen beteiligt hat. „Die Ausspähaktion diente vermutlich auch der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson in Deutschland“, teilte der GBA am Montag mit.Erst in der vergangenen Woche waren in Nordrhein-Westfalen und in Spanien zwei mutmaßliche Russland-Spione festgenommen worden. Laut GBA kundschaftete zunächst der ukrainische Staatsbürger Sergey N. eine Person in Niederbayern aus, die Drohnen und dazugehörige Bauteile in die
Ukraine liefert. „Dazu sammelte der Beschuldigte im Internet Informationen und fertigte Filmaufnahmen vom Arbeitsplatz des Betroffenen an.“ Als Sergey N. nach Spanien zog, soll die rumänische Staatsbürgerin Alla S. aus Rheine in Westfalen den Spionageauftrag übernommen haben. S. fuhr laut GBA zur Meldeanschrift der Zielperson und filmte die Örtlichkeit mit dem Mobiltelefon. Auch diese Ausspähaktionen dienten nach Einschätzung der Karlsruher Ermittler der Vorbereitung weiterer Geheimdienstoperationen gegen. Niklas ZimmermannSelenskyj weist Pappergers Hausfrauen-Vergleich zurück Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat abwertende Äußerungen von Rheinmetall-Chef Armin Papperger zur Drohnenproduktion in der
Ukraine zurückgewiesen. „Wenn jede Hausfrau in der
Ukraine tatsächlich Drohnen herstellen kann, dann kann jede Hausfrau in der
Ukraine Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall sein“, sagte Selenskyj am Montag und bezeichnete Pappergers Vergleich als „grotesk“.Papperger hatte in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem amerikanischen Magazin „The Atlantic“ auf eine Frage zur Entwicklung der Drohnentechnologie in der
Ukraine gesagt, dies sei „wie mit Lego zu spielen“. Der Rheinmetall-Chef verglich zudem wichtige ukrainische Drohnenhersteller mit „Hausfrauen“: „Sie haben 3-D-Drucker in der Küche, und sie stellen Drohnenteile her. Das ist keine Innovation.“Die Äußerungen sorgten in der
Ukraine für große Empörung und lösten auch im Internet zahlreiche Reaktionen aus: Unter dem Hashtag MadeByHousewives hagelte es Memes und Anspielungen auf die Effektivität ukrainischer Drohnen. Rheinmetall versuchte am Sonntag zu beschwichtigen und lobte auf der Plattform X den Beitrag „jeder einzelnen Frau und jedes Mannes in der
Ukraine“ zur Verteidigung des Landes.Robert PutzbachDrohnenangriff auf TaganrogDie südrussische Stadt Taganrog ist lokalen Behördenangaben zufolge von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Dabei habe es einen Toten und acht Verletzte gegeben, berichtete Bürgermeisterin Swetlana Kambulowa der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Sie sprach von Schäden an zahlreichen Wohnhäusern und drei nicht näher bezeichneten Unternehmen. In der Stadt am östlichen Ende des Asowschen Meeres gibt es ein Flugzeugwerk und mehrere Fabriken, die Drohnen und Drohnenteile herstellen. Telegramkanäle berichteten unter Berufung auf Augenzeugen von einem stundenlangen Einsatz der Flugabwehr in Taganrog. Auch eine Schule sei beschädigt worden.Über Taganrog und sechs anderen Landkreisen des Gebietes Rostow seien in der Nacht mehr als 60 Drohnen abgefangen worden, teilte Gouverneur Juri Sljussar mit. Dazu zählte auch der Landkreis Millerowo. Von der dortigen Luftwaffenbasis startet die russische Armee oft Kampfdrohen zu Angriffen auf die
Ukraine. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, insgesamt seien in der Nacht 102 ukrainische Drohnen ausgeschaltet worden.Robert PutzbachDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigt sich offen für eine Waffenruhe über Ostern. Selenskyj erklärte dies in einem WhatsApp-Chat mit Journalisten.Robert PutzbachRussland weist britischen Diplomaten ausRussland hat abermals einen britischen Diplomaten unter dem Vorwurf angeblicher Spionage ausgewiesen. Dies teilte der Inlandsgeheimdienst FSB in Moskau mit. Der Mann im Rang eines zweiten Sekretärs müsse Russland binnen zwei Wochen verlassen.Das britische Außenministerium wies die Vorwürfe als „völligen Unsinn“ zurück. „Russland verfolgt eine zunehmend aggressive und koordinierte Kampagne der Schikane gegen britische Diplomaten“, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur PA zufolge. Robert PutzbachIn Russland ist nach Angaben des Präsidialamts keine militärische Mobilmachung geplant. „Diese Frage steht nicht auf der Agenda“, sagte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow. Robert PutzbachSelenskyj schlägt wechselseitigen Stopp der Angriffe auf Energieanlagen vorDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Moskau angesichts des durch den Irankrieg ausgelösten Anstiegs der weltweiten Ölpreise einen Stopp der gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen vorgeschlagen. Wenn Russland zum Stopp seiner Angriffe auf ukrainische Energieanlagen bereit sei, werde die
Ukraine auch nicht mehr mit Angriffen auf den russischen Energiesektor antworten, sagte Selenskyj am Montag vor Journalisten.Der ukrainische Staatschef sagte, er habe kürzlich „Signale“ von einigen Partnerländern erhalten, „dass wir unsere Angriffe gegen den russischen Ölsektor reduzieren“ sollen. Hanna MasaDrohnen im Südosten Finnlands abgestürzt Finnland stellt über seinem Gebiet aufgetauchten Drohnen in einen Zusammenhang mit ukrainischen Angriffen in der nahe Finnland gelegenen Region Russlands. „Russland verfügt über extrem starke Fähigkeiten zur elektronischen Störung, was erklären könnte, warum diese Drohnen in den finnischen Luftraum abdriften – was eine sehr ernste Angelegenheit ist“, sagt Ministerpräsident Petteri Orpo dem Sender Yle. Die finnische Luftwaffe identifizierte nach eigenen Angaben mit F/A-18-Kampfflugzeugen zumindest eines der Flugobjekte als ukrainische AN196-Drohne. „Der Pilot hat das Feuer nicht eröffnet, um Kollateralschäden zu vermeiden“, teilte die Luftwaffe mit.Nach jüngsten Informationen finnischer Behörden seien zwei unbemannte Flugkörper am Sonntagmorgen nördlich beziehungsweise östlich der Stadt Kouvola am Boden aufgeschlagen, berichtete die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Yle. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es nicht.„Drohnen haben sich in Finnlands Territorium verirrt. Wir nehmen das sehr ernst“, sagte der finnische Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut Yle. Seinem Ministerium zufolge waren mehrere Objekte entdeckt worden, die in niedriger Höhe den finnischen Luftraum passierten. Kampfjets seien aufgestiegen, um die Geräte zu identifizieren, hätten sie jedoch nicht abgeschossen, um Kollateralschäden am Boden zu vermeiden.Mehr ladenTickarooLive Blog Software