PfadnavigationHomeSportBasketballNBABasketballer setzt zu Tirade gegen LGBTQ-Bewegung an – Klub zieht KonsequenzenStand: 11:06 UhrLesedauer: 3 MinutenJaden Ivey muss sich einen neuen Verein suchenQuelle: Getty Images/Evan BernsteinBasketball-Profi
Jaden Ivey irritiert in einem Livestream mit Aussagen über die LGBTQ-Bewegung. Vor allem der bald anstehende Pride Month ist ihm ein Dorn im Auge. Sein
NBA-Klub reagiert. Und Ivey geht direkt wieder live.Die
Chicago Bulls haben sich von ihrem Profi
Jaden Ivey getrennt, nachdem dieser in einem Livestream kritisch über die LGBTQ-Bewegung gesprochen hatte. „Die
Chicago Bulls haben heute bekanntgegeben, dass das Team Guard
Jaden Ivey aufgrund von teamschädigendem Verhalten entlassen hat“, hieß es in einer kurzen Mitteilung des
NBA-Teams. Stunden nach der Entscheidung ging Ivey erneut live und sprach in einem weiteren Stream über seinen Glauben. Die Meisterringe von Michael Jordan und LeBron James seien nichts wert „am Tag des jüngsten Gerichts“, sagte er nach Angaben von US-Medien. Es habe nicht an ihm gelegen, dass er entlassen worden sei, sagte er. Weiter beschwerte er sich über die Mitteilung seines Klubs: „Die Bulls haben gesagt, mein Verhalten sei schädlich für das Team. Warum haben sie nicht einfach gesagt: ‚Wir teilen seine Haltung zu LGBTQ nicht?‘ Warum haben sie das nicht gesagt?“Lesen Sie auchIvey ist derzeit verletzt und sollte in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Die Bulls hatten ihn erst am 3. Februar durch ein Tauschgeschäft mit den Detroit Pistons verpflichtet. Wegen Schmerzen stand er aber seit dem 11. Februar nicht mehr auf dem Platz. Er hat nur vier Partien für Chicago absolviert. „Sie verkünden den Pride Month in der
NBA“, hatte Ivey nach Angaben von mehreren US-Medien in dem ursprünglich auf seinem Instagram-Kanal veröffentlichten Livestream gesagt. „Sie verkünden ihn. Sie zeigen es der Welt. Sie sagen: Kommt zu uns für Pride, für den Pride Month, um Unrecht zu feiern. Sie verkünden es. Sie verkünden es auf den Werbetafeln. Sie verkünden es auf den Straßen. Unrecht. Wie kann es dann sein, dass jemand nicht über Gerechtigkeit sprechen kann? Wie können sie sagen, dass dieser Mann verrückt ist?“Viele
NBA-Teams organisieren Pride NightsPride Month – ein Monat im Zeichen der Rechte für lesbische, schwule, bisexuelle, Trans- und queere Menschen (LGBTQ) – ist in den USA im Juni, die
NBA-Saison ist dann bereits in den Finals und es sind nur noch zwei Teams aktiv. Viele Mannschaften haben deshalb früher in der Saison sogenannte Pride Nights und machen an einzelnen Spieltagen Aktionen, um ihre Solidarität und Unterstützung für LGBTQ-Menschen zu demonstrieren.Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.Bulls-Trainer Billy Donovan äußerte sich vor dem 114:129 gegen die San Antonio Spurs zur Trennung von Ivey. Bei den Bulls arbeiteten Menschen „aus allen Bereichen“, sagte er. „Jeder hat seine eigenen persönlichen Erfahrungen. Aber wir müssen alle professionell sein. Es muss ein hohes Maß an Respekt geben füreinander, wir müssen einander helfen und diesen Anforderungen gerecht werden.“ Donovan sagte, er wolle die Äußerungen seines Ex-Spielers nicht explizit kommentieren. „Aber ich hoffe, es geht ihm gut.“dpa/luwi