PfadnavigationHomePanoramaTier aus Alster gezogenWolf beißt Frau in
Hamburg – Angriff erfolgte in EinkaufspassageStand: 13:39 UhrLesedauer: 3 MinutenIn
Hamburg-
Altona ist eine Frau von einem
Wolf ins Gesicht gebissen worden. Der Polizei gelang es, das Tier einzufangen. Reporter
Gerrit Schröder berichtet.In einer Hamburger Einkaufspassage wurde eine Frau von einem
Wolf angegriffen und gebissen. Das Tier wurde später aus der
Binnenalster gezogen. Schon zuvor hatten Anwohner Wolfssichtungen gemeldet.Ein
Wolf hat im Hamburger Bezirk
Altona eine Frau gebissen und verletzt. Polizeibeamte fingen den
Wolf noch am späten Abend in der Hamburger Innenstadt ein: Am Anleger an der
Binnenalster zogen sie das Tier mit einer Schlinge aus dem Wasser, wie ein Sprecher des Lagezentrums schilderte. „Der
Wolf ist sicher untergebracht und wird derzeit tiermedizinisch versorgt“, hieß es laut
Umweltbehörde. Über den weiteren Verbleib des Tieres werde man zeitnah und in enger fachlicher Abstimmung entscheiden.Behördenangaben zufolge ist es der erste Fall, bei dem ein Mensch von einem
Wolf angegriffen wurde, seit sich dieser wieder in
Deutschland ausgebreitet hat. „Es gab noch keinen solchen Fall seit der Wiederansiedlung seit 1998“, sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Naturschutz der Deutschen Presse-Agentur.Lesen Sie auchLaut
Umweltbehörde hat sich der Wolfsangriff in einer Einkaufspassage ereignet. Bei dem
Wolf habe es sich um das Tier gehandelt, das in den Tagen zuvor im Westen der Stadt gesichtet worden sei. Es habe in der Passage in der Großen Bergstraße eine Passantin gebissen. „Der betroffenen Frau wünschen wir eine gute Genesung“, hieß es. Zur bei der Sichtung in
Altona verletzten Frau machte ein Sprecher keine weiteren Angaben. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, laut „Bild“-Zeitung wurde die Frau ins Gesicht gebissen.Wolfssichtungen in
Hamburg seit SamstagLaut früheren Angaben der
Umweltbehörde hatten mehrere Menschen seit Samstag einen
Wolf gesichtet. Zunächst sei dieser in Parks entlang des Falkensteiner Ufers in Blankenese beobachtet worden, später auch weiter östlich in Nienstedten und Othmarschen. Der Wolfsexperte
Norman Stier von der Technischen Universität Dresden habe später anhand eines Videos und eines Fotos aus der Bevölkerung bestätigt, dass es sich zweifelsfrei um einen
Wolf handele.Lesen Sie auchBereits Ende Januar dieses Jahres war laut der Hamburger
Umweltbehörde ein
Wolf im Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook gesichtet worden. Mitte März wurde demnach ein
Wolf auf der Autobahn 25 von einem Fahrzeug überfahren. Wölfe wurden der
Umweltbehörde zufolge 2013 das erste Mal in
Hamburg gesehen. Seitdem wurden immer wieder Wölfe gesichtet. Die Anzahl der bestätigten Tiere häufte sich in den vergangenen Jahren. Vorwiegend werden die Tiere zwischen März und Mai gemeldet.Lesen Sie auchWölfe gelten als scheu und weichen Menschen in der Regel aus. Übergriffe auf Menschen sind sehr selten. In
Deutschland war im August 2023 ein achtjähriger Junge aus Schleswig-Holstein im Filmtierpark Eschede nahe Celle von einem
Wolf in die Brust gebissen worden. Die Familie hatte eine sogenannte „Tierbegegnung“ gebucht, bei der der
Wolf zunächst an der Hand des Kindes schnupperte und dann zuschnappte. Der Junge wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und nach ambulanter Behandlung entlassen.Rund 150 Jahre lang galt der
Wolf in
Deutschland als ausgerottet. Erst nach dem Mauerfall kamen mehrere Tiere über Polen nach
Deutschland zurück. Heute streifen Wölfe durch die Wälder zahlreicher Bundesländer.dpa/säd/ll/jra/lay