Bundestag und Bundesrat hatten im vergangenen Jahr den Weg für eine zusätzliche Schuldenaufnahme über insgesamt 500 Milliarden Euro freigemacht, für zusätzliche Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz. Nach Berechnungen des Ifo-Instituts und des IW Köln wurden die Schulden bislang allerdings hauptsächlich zum Stopfen von Haushaltslöchern ausgegeben. Das Finanzministerium weist das zurück.Da die FDP-Abgeordneten nach der Bundestagswahl im Februar 2025 aus dem Parlament ausschieden und deshalb keine Organklage einreichen können, klagen sie als betroffene Bürger – in dem Fall als Steuerzahler. »Die Beschwerdeführer sind Adressaten der Änderungen des Grundgesetzes«, heißt es auf Seite 18 der Klageschrift. Sie seien als »gegenwärtige und zukünftige« Steuerpflichtige davon betroffen.In ihrer Beschwerdeschrift kritisieren die FDP-Politiker auch das Verfahren, in dem die Grundgesetzänderung zwar nach der Bundestagswahl 2025, aber noch mit der Mehrheit des alten Bundestags durchgesetzt worden war. Der damalige Bundestag habe in einem »beispiellosen Verfahren nach einer extrem kurzen Beratungszeit Änderungen des Grundgesetzes auf den Weg gebracht, welche das Finanzverfassungsrecht der Bundesrepublik Deutschland fundamental verändert, in eine neue Richtung gelenkt haben und unvorstellbare Kreditaufnahmen ermöglicht haben«, heißt es in dem Dokument. Eher geringe ErfolgsaussichtenDie Erfolgsaussichten der Verfassungsbeschwerde gelten als eher gering. Dass die Gruppe der FDP-Abgeordneten dennoch den Gang nach Karlsruhe macht, liegt politisch nahe: Die Freien Demokraten sehen sich als Hüterin der Schuldenbremse. Zudem kann die FDP als außerparlamentarische Partei mit der Verfassungsbeschwerde auf sich aufmerksam machen.
SRCDer Spiegel
LANGDE
LEANCenter-Left
WORDS222
ENT4
TUE · 2026-03-31 · 10:51 GMTBRIEF NSR-2026-0331-45155
NSR-2026-0331-45155News Report·DE·Legal & Judicial
Sondervermögen: Ex-FDP-Abgeordnete halten Grundgesetzänderung für verfassungswidrig
Ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete haben in Karlsruhe Beschwerde gegen die Haushaltspolitik der Koalition eingelegt. Sie halten die Grundgesetz-Änderungen für neue Sondervermögen für verfassungswidrig.
DER SPIEGELDer SpiegelFiled 2026-03-31 · 10:51 GMTLean · Center-LeftRead · 1 min

Der SpiegelFIG 01
Reading time
1min
Word count
222words
Sources cited
2cited
Entities identified
4entities
Quality score
50%
§ 02
Article analysis
Model · rule-basedFraming
Legal & Judicial
Political Strategy
Tone
Measured
AI-assessed
CalmNeutralAlarmist
Factuality
0.70 / 1.00
Factual
LowHigh
Sources cited
2
Limited
FewMany
§ 03
Key claims
5 extracted01
Finanzministerium weist die Aussage zurück, dass Schulden zum Stopfen von Haushaltslöchern verwendet wurden.
factualFinanzministerium
Confidence
1.00
02
Bundestag und Bundesrat hatten Schuldenaufnahme über 500 Milliarden Euro freigemacht.
factualnull
Confidence
1.00
03
Ex-FDP Abgeordnete halten Sondervermögen Grundgesetzänderung für verfassungswidrig.
factualnull
Confidence
1.00
04
Ifo-Institut und IW Köln: Schulden wurden hauptsächlich zum Stopfen von Haushaltslöchern ausgegeben.
statisticIfo-Institut und IW Köln
Confidence
0.90
05
Erfolgsaussichten der Verfassungsbeschwerde gelten als eher gering.
predictionnull
Confidence
0.70
§ 04
Full report
1 min read · 222 words§ 05