Ukraine: Russische Drohnenangriffe auf Charkiw über mehrere Stunden Der Bürgermeister von Charkiw,
Ihor Terechow, meldet zahlreiche russische Drohnenangriffe auf seine Stadt. Sie hätten den ganzen Tag angehalten, schreibt Terechow auf Telegram. Demnach gab es Angriffe auf vier Stadtteile der zweitgrößten Stadt der
Ukraine. Sie hätten mehrere Brände ausgelöst. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden, darunter ein achtjähriges Mädchen. Nach Behördenangaben schlugen mindestens 20 Drohnen in der Stadt ein. Weiter südlich in der Stadt Saporischschja beschädigten russische Drohnen nach Angaben des dortigen Gouverneurs
Iwan Fedorow ein Hochhaus und ein Unternehmen. Ben MenglerBehörden: Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf die
Ukraine Bei neuen russischen Angriffen auf die
Ukraine sind mindestens zwei Menschen getötet und zahlreiche weitere Menschen verletzt worden. In der südöstlichen Region Cherson habe Russland mit „Artillerie, Granatwerfern und Drohnen“ angegriffen, erklärte die regionale Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Ein 42-jähriger Mann sei getötet worden, als eine Drohne ein ziviles Fahrzeug getroffen habe. Bei Luftangriffen und Artilleriebeschuss seien außerdem 16 Menschen verletzt worden.In der nördlich der Hauptstadt Kiew gelegenen Region Tschernihiw habe eine ballistische Rakete Gebäude eines Unternehmens getroffen, erklärte derweil die zuständige Militärverwaltung. Dabei sei mindestens ein Mensch getötet worden. Bei Angriffen auf die Stadt
Druschkiwka in der ostukrainischen Region Donezk wurden laut Behördenangaben mindestens neun Menschen verletzt. Ben MenglerLuftwaffe: Russland hat
Ukraine im März mit mehr Drohnen als je zuvor angegriffen Die russische Armee hat die
Ukraine im März mit mehr Drohnen angegriffen als in jedem anderen Monat seit Beginn der Invasion im Jahr 2022. Im vergangenen Monat setzte Russland mindestens 6462 Drohnen mit hoher Reichweite in der
Ukraine ein, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Analyse der Nachrichtenagentur
AFP auf Grundlage täglicher Berichte der ukrainischen Luftwaffe zeigte. Dies stellt einen Anstieg um 28 Prozent gegenüber dem Vormonat Februar dar.Im selben Zeitraum feuerte Russland den Berichten zufolge 138 Raketen auf russisches Gebiet ‒ 52 Prozent weniger als im Februar. Die ukrainische Luftwaffe konnte eigenen Angaben zufolge fast 90 Prozent der russischen Drohnen und Raketen abfangen, was die höchste Abfangrate seit Februar 2025 darstellt. Dennoch führten die Angriffe im März zu vielen zivilen Opfern auch weit von der Front entfernt. Während die meisten Angriffe nachts stattfanden, zeigten die Daten einen Angriff am hellichten Tag am 24. März, bei dem acht Menschen getötet wurden und die zum Unesco-Welterbe zählende Stadt Lwiw beschädigt wurde. Moskau setzte dabei binnen 24 Stunden 1000 Drohnen ein. Ben MenglerGazprom: Ukrainischer Drohnenangriff auf Turkstream-Pipeline abgewehrt Der russische Energiekonzern Gazprom hat der
Ukraine einen Drohnenangriff auf die Turkstream-Pipeline vorgeworfen. Der Angriff auf die Pipeline, durch die russisches Erdgas über die Türkei nach Europa gelangt, sei abgewehrt worden, teilte der russische Energiekonzern Gazprom am Donnerstag mit.Demnach hatten drei Drohnen die Kompressorstation Russkaja, den Startpunkt der Pipeline in der Region Krasnodar, ins Visier genommen. Es seien keine Schäden entstanden, erklärte Gazprom. Die
Ukraine äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Russland hatte der ukrainischen Armee bereits mehrfach vorgeworfen, die Pipeline angegriffen zu haben, zuletzt im März. Turkstream verläuft von Russland aus unter dem Schwarzen Meer nach Kiyiköy im Nordwesten der Türkei. Von dort aus wird das Gas dann unter anderem nach Ungarn, Serbien und in die Slowakei geliefert. Paul GrossRussland meldet ukrainischen Angriff in der Nähe von ÖlraffinerienRussland hat nach eigenen Angaben mehrere ukrainische Drohnen in der Nähe von Ölraffinerien in der Stadt Ufa tief im Landesinnern abgeschossen. Trümmerteile einer Drohne seien dort in einem Industriegebiet niedergegangen, teilt der Gouverneur der Teilrepublik Baschkortostan, Radij Chabirow, auf seinem Telegram-Kanal mit. Eine weitere Drohne habe ein Wohnhaus getroffen. Verletzt wurde demnach niemand. Ufa liegt im Südosten des europäischen Teils von Russland und mehr als 1000 Kilometer von der
Ukraine entfernt. Die
Ukraine hat im vergangenen Monat ihre Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur verstärkt, um die Einnahmen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskrieges zu schmälern, und dabei verstärkt auch weitreichende Drohnen eingesetzt. Lena SpilgerSelenskyj: Video-Telefonat mit US-Vertretern „positiv“ verlaufenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Mittwoch nach eigenen Angaben ein Videotelefonat mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte und dem US-Senator Lindsey Graham über eine Beendigung des Kriegs geführt. Das Gespräch sei „positiv“ verlaufen, sagte Selenskyj anschließend in seiner täglichen, über Online-Netzwerke verbreiteten Videoansprache.„Wir haben vereinbart, die Sicherheitsgarantien zu verstärken, und ich habe unser Team bereits beauftragt, die Dokumente zügig zu aktualisieren, damit die Sicherheitsgarantien für die
Ukraine solide sind, die Aussicht auf den Wiederaufbau nach dem Krieg realistisch ist und alles umgesetzt werden kann“, sagte Selenskyj zudem.Louise OtterbeinRussland lehnt Waffenruhe über Ostern abRussland hat einen ukrainischen Vorschlag für eine Waffenruhe zu Ostern als PR-Aktion von Präsident Wolodymyr Selenskyj zurückgewiesen. Dessen Ziel sei es, Verluste des Militärs auszugleichen, die Armee neu zu gruppieren und die ukrainischen Streitkräfte auf die Fortsetzung der Kämpfe vorzubereiten, sagt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Alles, was man von der
Ukraine höre, sei kriegstreibende Rhetorik. Selenskyj hatte am Dienstag angekündigt, er wolle US-Vermittler bitten, Russland das ukrainische Angebot für eine Oster-Waffenruhe bei Angriffen auf die Energie-Infrastruktur zu übermitteln. „Wenn sie uns angreifen, werden wir antworten. Wenn sie zustimmen, die Angriffe auf unsere Energie-Infrastruktur einzustellen, werden wir dies ebenfalls tun“, sagte er. Die russische Führung hatte erklärt, ihr lägen keine detaillierten Vorschläge vor.Theresa WeißAbgestürzte Drohnen in Estland wohl ukrainischIn Estland entdeckte Drohnen stammen offenbar aus der
Ukraine. Sie hätten sich auf dem Weg zu Zielen in Russland in den estnischen Luftraum verirrt, teilen die Streitkräfte des Landes mit. Zuvor waren Trümmerteile mindestens einer Drohne gefunden worden. Die
Ukraine weist eine Absicht zurück. Außenminister Andrij Sybiha erklärt auf einer Pressekonferenz, sein Land arbeite mit den baltischen Staaten und Finnland zusammen, um künftige Vorfälle zu verhindern. In Finnland war zuvor ebenfalls eine Drohne entdeckt worden, deren Herkunft den Behörden zufolge nicht heimisch ist. Louise OtterbeinRussland: Ukrainische Region Luhansk vollständig unter KontrolleRussland hat nach eigenen Angaben die vollständige Kontrolle über die Region Luhansk in der Ostukraine übernommen. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur RIA gemeldet hat. Demnach nahmen die russischen Streitkräfte zudem die Ortschaft Werchnja Pyssariwka in der nordöstlichen Region Charkiw sowie Bojkowe in der südöstlichen Region Saporischschja ein. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Russland kontrolliert bereits seit Längerem mehr als 99 Prozent von Luhansk. Die Region ist eine von vier ostukrainischen Regionen, die Russland für sich beansprucht und 2022 für annektiert erklärt hatte. Fabian DrahmouneRussisches Militärflugzeug stürzt auf der Krim ab – 29 ToteBeim Absturz eines russischen Militärflugzeugs über der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim sind nach Angaben aus Moskau 29 Menschen ums Leben gekommen. Ein Such- und Rettungsteam habe die Absturzstelle gefunden und von sechs getöteten Besatzungsmitgliedern und 23 Passagieren gesprochen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau staatlichen Nachrichtenagenturen zufolge mit. Als Ursache werde ein technischer Defekt angenommen, äußere Einwirkungen habe es nicht gegeben, hieß es. Zuvor hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass es gegen 18.00 Uhr Moskauer Zeit (17.00 Uhr MESZ) die Verbindung zu dem Flugzeug vom Typ An-26 verloren habe. Zum Hintergrund des Flugs machte das Ministerium demnach keine Angaben. Die Turboprop-Maschinen der Marke Antonow werden vom Militär auch als Transportflugzeuge eingesetzt. Ben MenglerSelenskyj kündigt Videogespräch mit US-Vertretern an Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Videogespräch mit US-Vertretern angekündigt. Es sei für den morgigen Mittwoch geplant und die US-Seite habe darum gebeten, hatte er vor einem Treffen mit EU-Außenministern in Kiew gesagt. Dabei sein sollen demnach Selenskyj selbst und der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff, US-Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Senator Lindsey Graham. Es werde darum gehen, „wo wir stehen“ und wie nah ein dreiseitiges Treffen sei, sagte Selenskyj.Die
Ukraine sei bereit, einen Waffenstillstand zu vereinbaren, dort, wo sie stehe, sagte das ukrainische Staatsoberhaupt. Das sei eine starke Kompromisssituation, um zu einer diplomatischen Lösung zu gelangen. Russland habe den USA neue Fristen für die Erreichung seiner Ziele an der Front genannt, führte Selenskyj aus. Russland wolle, dass die
Ukraine sich in zwei Monaten aus dem Donbass zurückziehe, dann ende der Krieg, sagte Selenskyj. Andernfalls sage Russland, es werde den Donbass einnehmen und dann werde es andere Bedingungen geben. „Wenn ihr Ziel nur der Donbass ist, warum sagen sie dann, dass sie weiter vorrücken werden und es dann andere Bedingungen geben wird?“, sagte Selenskyj. Ben MenglerAbgehörtes Telefonat: Ungarns Außenminister versprach Lawrow offenbar Gefälligkeiten Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Ungarn sorgt ein abgehörtes Telefonat zwischen Außenminister Péter Szijjártó und seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow über EU-Sanktionen für Aufsehen. Das in Warschau ansässige Nachrichtenportal Vsquare.org veröffentlichte am Dienstag den Mitschnitt eines Gesprächs vom August 2024. Darin soll Szijjártó Lawrow zugesagt haben, sich gemeinsam mit der Slowakei für die Streichung der Schwester eines russischen Geschäftsmanns von der EU-Sanktionsliste einzusetzen. „Wir werden unser Bestes tun, um sie von der Liste zu bekommen“, sagt Szijjártó in der englischsprachigen Aufnahme. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Echtheit nicht überprüfen.„Es ist ein riesiger Skandal (…), dass ausländische Geheimdienste meine Telefonate kontinuierlich abgehört haben und dass diese ausländischen Geheimdienste diese Telefonate nun eineinhalb Wochen vor den ungarischen Parlamentswahlen veröffentlicht haben“, erklärte Szijjártó auf seiner Facebook-Seite. Die russische Regierung äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.Das investigative Medium „Vsquare“ berichtete zudem über ein weiteres Telefonat, allerdings ohne einen Mitschnitt zu veröffentlichen, in dem Szijjártó dem russischen Vize-Energieminister Pawel Sorokin versprochen haben soll, auf die Aufhebung von EU-Sanktionen gegen die russische Schattenflotte von Öltankern hinzuarbeiten.Die Veröffentlichung erfolgt kurz vor der Wahl am 12. April, bei der Ministerpräsident Viktor Orbán ohnehin im Hintertreffen steht. In unabhängigen Umfragen führt die Oppositionspartei Tisza deutlich. Orbán pflegt trotz Russlands Krieges gegen die
Ukraine enge Beziehungen zu Präsident Wladimir Putin, und Ungarn ist weiterhin stark von russischem Öl und Gas abhängig.Bereits vergangene Woche war durch einen Zeitungsbericht herausgekommen, dass Ungarns Außenminister Péter Szijjártó dem russischen Außenminister Sergej Lawrow regelmäßig aus Sitzungen mit den EU-Kollegen berichtet. Ungarns Illoyalität muss Folgen haben, kommentiert der Korrespondent der FAZ in Brüssel. Leonie FeuerbachAbermals Drohne in Finnland aufgetauchtWenige Tage nach dem Absturz ukrainischer Drohnen in Finnland ist wieder eine unbekannte Drohne auf finnischem Boden entdeckt worden. Nach Angaben des Grenzschutzes befand sich der unbemannte Flugkörper auf dem Eis des Pyhäjärvi-Sees in Parikkala an der Ostgrenze des Landes, wie der finnische Rundfunk berichtete. Zu Herkunft und Art der Drohne gab es zunächst keine Angaben. Der Grenzschutz sperrte ein Gebiet um den See demnach ab. Anwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser während der Ermittlungen sicherheitshalber zu verlassen. Berichte über Verletzte gab es nicht. Finnland teilt im Osten eine rund 1340 Kilometer lange Grenze mit Russland. Am Wochenende waren mehrere ukrainische Drohnen im Südosten Finnlands abgestürzt. Der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo hatte die Luftraumverletzung als ernste Angelegenheit bezeichnet. Kiew hatte sich für den Vorfall bei den Finnen entschuldigt. Am wahrscheinlichsten sei, dass die Drohnen durch elektronische Störsignale der russischen Flugabwehr vom ursprünglichen Kurs abgebracht worden seien, hieß es.Leonie FeuerbachUkraine greift wieder russischen Ölhafen Ust-Luga an der Ostsee an Die
Ukraine hat abermals den russischen Ostseehafen Ust-Luga mit Drohnen angegriffen. Dabei sei ein Ölverladeterminal getroffen worden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es war bereits der fünfte Angriff auf den Hafen innerhalb von zehn Tagen. Russlands Schwierigkeiten beim Export von Rohöl dürften sich damit noch verschärfen. Dem Reuters-Bericht zufolge trafen die ukrainischen Drohnen Anlagen zum Verladen von Rohöl, die vom russischen Pipeline-Monopolisten Transneft betrieben werden. Eine Stellungnahme von Transneft lag zunächst nicht vor. Leonie FeuerbachEin Ende des russischen Angriffskriegs gegen die
Ukraine hat derzeit keine Priorität für die US-Regierung. Die Verhandler Witkoff und Kushner sprechen in der Öffentlichkeit über Iran. Das Pentagon erwägt, eigentlich für Kiew bestimmte Waffen in den Nahen Osten umzuleiten – und das letzte trilaterale Treffen ist inzwischen eineinhalb Monate her. Prangert Europa das an, reagiert die Trump-Regierung allerdings gereizt.Mehr ladenTickarooLive Blog Software