PfadnavigationHomeSportFußballDramatische ZahlenChelsea meldet den größten Verlust in der Geschichte der Premier LeagueStand: 12:58 UhrLesedauer: 3 MinutenTeure Stars: Chelseas
Cole Palmer,
Marc Cucurella und
Moises Caicedo (v.l.)Quelle: AP/Kin CheungDer FC Chelsea übertrifft seinen eigenen Negativrekord. Die Londoner verkünden einen heftigen finanziellen Verlust. Dabei haben sie schon getrickst, um ihre Bilanz aufzuhübschen. Die Zahlen lassen aufhorchen.Der FC Chelsea hat in der vergangenen Saison den größten finanziellen Verlust in der Geschichte der
Premier League verzeichnet. Wie die Londoner auf ihrer Internetseite mitteilten, beläuft sich das Defizit des Klubs auf insgesamt 262 Millionen britische Pfund (300,8 Millionen Euro) und übertrifft damit laut des Senders BBC den bisherigen Negativrekord von
Manchester City aus dem Jahr 2011 deutlich. Der Klub verzeichnete damals einen Verlust in Höhe von 197,5 Millionen Pfund (226,7 Millionen Euro) vor Steuern. International hält der
FC Barcelona mit seiner Bilanz aus der Spielzeit 2020/2021 den Negativrekord (484 Millionen Pfund).Trotz eines Umsatzes von 490,9 Millionen Pfund (563,5 Millionen Euro) konnte das Minus nicht verhindert werden. Auch Strafzahlungen spielten dabei eine Rolle. Sportlich verlief die Spielzeit für Chelsea durchaus erfolgreich: Zwar reichte es in Englands höchster Spielklasse nur zu Rang vier, dafür setzte sich die Mannschaft in der Conference League und bei der Klub-WM durch. Vor allem auch dank des Triumphs bei der Klub-WM in den USA im vergangenen Sommer werden für die aktuelle Spielzeit nun Rekordeinnahmen erwartet. Die Prämie für den Gewinn der Klub-WM beträgt umgerechnet allein rund 97,6 Millionen Euro. Der Verein gab seit der Übernahme durch einen neuen Eigentümer im Jahr 2022 rund 1,15 Milliarden Euro für Spieler aus.
UEFA bestraft den FC Chelsea mit 31 Millionen EuroIm vergangenen Sommer hatte die
UEFA Chelsea zur Kasse gebeten, weil der Klub gegen das Financial Fairplay des europäischen Dachverbandes verstoßen hatte. Die Londoner wurden insgesamt mit einer Fixsumme von 31 Millionen Euro bestraft. Der Verein schloss mit der
UEFA daraufhin eine Vereinbarung, wonach er nur dann Spieler für seine Kader verpflichten darf, wenn die Transferbilanz zwischen Zu- und Abgängen im Kader positiv ist.Lesen Sie auchChelsea bediente sich einiger Kniffe, um handlungsfähig zu bleiben. Der Klub stattete seine Stars mitunter mit Verträgen über bis zu acht Jahre Laufzeit aus. Die Ablösen im Fußball werden über die Dauer des Vertrags abgeschrieben.Lesen Sie auchZudem nutzte Chelsea einen Bilanztrick, um seine Zahlen aufzuhübschen. Der Klub verkaufte seine Frauenmannschaft für umgerechnet beinahe 150 Millionen Euro – an sich selbst. Genauer gesagt an BlueCo, jenes Konsortium, das den FC Chelsea 2022 übernahm. Möglich machte das laut BBC ein Schlupfloch im Regelwerk der
Premier League, das diese inzwischen geschlossen habe.Die BBC wies in ihrem Bericht darauf hin, dass Chelsea seine vollständigen Jahresabschlüsse noch nicht veröffentlicht hat. Diese seien erst in Kürze beim britischen Handelsregister einsehbar, hieß es. Die einzigen derzeit verfügbaren Zahlen stammen aus der Mitteilung von Chelsea selbst.jwo mit dpa