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THU · 2026-04-02 · 14:04 GMTBRIEF NSR-2026-0402-49390
News/Long Covid: Krankenkassen übernehmen bald einzelne Medikamen…
NSR-2026-0402-49390News Report·DE·Public Health

Long Covid: Krankenkassen übernehmen bald einzelne Medikamente

Ab dem 2. April 2026 übernehmen deutsche Krankenkassen die Kosten für bestimmte Medikamente zur Behandlung von Long Covid.

Tagesschau (ARD)Filed 2026-04-02 · 14:04 GMTLean · CenterRead · 2 min
Long Covid: Krankenkassen übernehmen bald einzelne Medikamente
Tagesschau (ARD)FIG 01
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Ab dem 2. April 2026 übernehmen deutsche Krankenkassen die Kosten für bestimmte Medikamente zur Behandlung von Long Covid. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, dass vier Wirkstoffe im Off-Label-Use verschrieben werden können, um Symptome zu lindern. Dazu gehören zwei Antidepressiva gegen Erschöpfung und kognitive Beeinträchtigungen, ein Herzmedikament gegen das POTS-Syndrom und Metformin zur Prävention von Long Covid bei übergewichtigen Patienten direkt nach einer Corona-Infektion. Bisher mussten Betroffene diese Medikamente selbst bezahlen, da es keine speziell zugelassenen Mittel für Long Covid gibt. Der G-BA betont den weiterhin bestehenden Bedarf an wissenschaftlichen Erkenntnissen und regulären Zulassungsverfahren für Long-Covid-Medikamente.

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Public Health
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Key claims

4 extracted
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Die Behandlung mit Long Covid kann bis zu zwölf Wochen nach der Infektion oder Erkrankung bestehen.

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Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen künftig die Kosten für das Diabetesmittel Metformin zur Vorbeugung von Long Covid bei übergewichtigen Patienten.

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10 bis 15 Prozent aller Menschen mit einer SARS-CoV-2-Infektion entwickeln Long Covid-Symptome.

statisticRobert Koch-Institut
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Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen künftig die Kosten für vier verschreibungspflichtige Medikamente gegen Long Covid.

factualGemeinsame Bundesausschuss (G-BA)
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Full report

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Leichterer Zugang Kassen zahlen bald einige Long-Covid-Medikamente Stand: 02.04.2026 • 16:04 Uhr Verschreibungspflichtige Medikamente mussten Long-Covid-Patienten bislang meistens selbst bezahlen. Das soll sich nun ändern: Vier Wirkstoffe übernehmen künftig die gesetzlichen Krankenkassen auf Rezept. Gesetzlich versicherte Long-Covid-Patienten erhalten bald einen erleichterten Zugang zu bestimmten Medikamenten. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das höchste Gremium der Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen, beschlossen. Betroffenen können künftig vier verschreibungspflichtige Medikamente auch außerhalb ihrer zugelassenen Anwendungsgebiete verschrieben werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen somit die Kosten. Bisher gibt es keine speziell zugelassenen Medikamente für die Behandlung von Long Covid. Allerdings werden Patienten bereits mit verschiedenen Arzneimitteln behandelt, die die Symptome lindern können. Betroffene mussten diese Mittel bislang selbst zahlen. Eine Kostenübernahme zu beantragen, war hingegen mit viel Aufwand verbunden. Antidepressiva und Herzmedikament gegen Long Covid Der G-BA regelte nun, dass vier Wirkstoffe im sogenannten Off-Label-Use-Verfahren - also außerhalb der Bereiche, für die sie eigentlich zugelassen sind - per Kassenrezept verordnet werden können. Bei den nun freigegebenen Mitteln handelt es sich um zwei Antidepressiva, die gegen Erschöpfung oder kognitive Beeinträchtigungen bei Long Covid helfen sollen. Hinzu kommt ein Herzmedikament, mit dem das sogenannte POTS-Syndrom gelindert werden soll, unter dem jeder dritte Long-Covid-Patient leidet. Dabei steigt die Herzfrequenz beim Aufstehen rapide an, was wiederum zu Schwindel und Benommenheit führt. Ein viertes Präparat soll zur Vorbeugung von Long Covid bei übergewichtigen Patienten dienen: Das Diabetesmittel Metformin wird direkt nach der akuten Coronainfektion verabreicht. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts entwickeln aktuell zehn bis 15 Prozent aller Menschen mit einer SARS-CoV-2-Infektion Long-Covid-Symptome. Damit bestehe weiterhin "dringender Bedarf an wissenschaftlichen Erkenntnissen zu guten Therapiemöglichkeiten bei Long und Post COVID", erklärte Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA. Off-Label-Use könne nur erst einmal eine Behelfsoption sein. Besser seien arzneimittelrechtlich abgesicherte Zulassungsverfahren. Post Covid oder Long Covid beschreibt die Langzeitfolgen, die nach einer SARS-CoV-2-Infektion bei Erwachsenen, seltener auch bei Kindern und Jugendlichen auftreten können. Konkret als Long Covid definiert werden Symptome, die nach einer akuten Infektion oder Erkrankung auch nach mehr als vier Wochen noch nicht abklingen. Das Post-Covid-Syndrom bezeichnet Beschwerden, die noch mehr als zwölf Wochen nach der Infektion oder Erkrankung bestehen oder neu auftreten, mindestens zwei Monate anhalten und anderweitig nicht erklärbar sind.
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