Dieser Liveblog ist archiviert.Wichtige UpdatesHegseth entlässt Stabschef des US-HeeresUSA verkünden hohe Arzneimittel-Zölle - EU ausgenommen Trump entlässt seine Justizministerin Bondi Demokraten klagen gegen Trumps Dekret zur Briefwahl Supreme Court-Richter skeptisch gegenüber Trumps Einschränkungen für US-Geburtsrecht Trump will Militärausgaben massiv erhöhenUS-Präsident
Donald Trump will die Ausgaben für das Militär deutlich anheben. Im Haushalt für 2027 sollen die Mittel um 500 Milliarden auf 1,5 Billionen Dollar (1,3 Billionen Euro) steigen, wie aus einem vom Weißen Haus veröffentlichten Etatentwurf hervorgeht. Das wäre laut US-Medien ein Höchststand in der jüngeren Geschichte Amerikas. Für das laufende Haushaltsjahr 2026 ist für den Verteidigungsbereich etwa eine Billion Dollar (870 Milliarden Euro) eingeplant.Beim Militär soll unter anderem der Sold um fünf bis sieben Prozent erhöht werden. Das US-Verteidigungsministerium hat wegen des Iran-Kriegs bereits um zusätzliche 200 Milliarden Dollar gebeten.Dem Präsidialamt zufolge sollen an anderer Stelle Einsparungen durch die Streichung von „woken, instrumentalisierten und verschwenderischen“ Programmen erzielt werden. Zu den Verlierern würden Initiativen für erneuerbare Energien gehören sowie die Raumfahrtbehörde
Nasa, deren Budget um 5,6 Milliarden Dollar schrumpfen soll. Profitieren sollen dagegen der geplante Raketenabwehrschirm Golden Dome und der Bau von 34 neuen Kriegsschiffen für fast 66 Milliarden Dollar. Zudem soll die geplante neue Klasse von Trump-Lenkwaffenschlachtschiffen vorangetrieben werden. Auch das Budget des Justizministeriums soll um 13 Prozent steigen.Der Budgetplan der Regierung wird dem
US-Parlament vorgelegt. Er dient als eine Art Fahrplan oder politischer Wunschzettel und zeigt, welche Prioritäten die Regierung setzt. Die endgültige Entscheidung über das Budget liegt beim Kongress. Angesichts der knappen republikanischen Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus gilt eine Verabschiedung in der jetzigen Form als unwahrscheinlich.„„Dies ist lediglich eine realitätsferne Forderung nach mehr Geld für Waffen und Bomben und weniger für die Dinge, die die Menschen brauchen.““
Jeff Merkley, ranghöchster Demokrat im Haushaltsausschuss des US-SenatsAlcatraz wieder als Gefängnis ausbauen: Trump beantragt GeldUS-Präsident
Donald Trump will im Haushalt 2027 Mittel für eine Wiederinbetriebnahme des berüchtigten Gefängnisses Alcatraz einplanen. Für die Projektplanung sollen 152 Millionen Dollar (rund 132 Millionen Euro) bereitgestellt werden, wie aus einem vom Weißen Haus veröffentlichten Etatentwurf hervorgeht. Alcatraz solle in eine hochmoderne Haftanstalt umgebaut werden, heißt es darin. Der Budgetplan der Regierung wird dem
US-Parlament vorgelegt, das letztlich entscheidet.Trump hatte im Mai vergangenen Jahres davon gesprochen, Alcatraz wieder in Betrieb zu nehmen, um dort Schwerverbrecher wegzusperren. Der Republikaner erklärte, er weise die zuständigen Behörden an, ein „vergrößertes und umgebautes Alcatraz wiederzueröffnen, um Amerikas skrupelloseste und gewalttätigste Straftäter unterzubringen“. Alcatraz solle als Symbol für Recht und Ordnung dienen. Details für das ambitionierte Vorhaben nannte er nicht.Experten gehen von Baukosten in Höhe von bis zu zwei Milliarden Dollar aus, um die verfallene Anlage zu sanieren und wieder in Betrieb zu nehmen. Nach Angaben der Behörde, die für Bundesgefängnisse zuständig ist, waren im Alcatraz-Gefängnis über die Jahre durchschnittlich immer nur etwa 260 bis 275 Insassen untergebracht. Die Haftanstalt hat demnach nie ihre volle Kapazität von 336 Häftlingen erreicht – dort waren weniger als ein Prozent aller Bundesgefangenen inhaftiert. Von 1934 bis 1963 war Alcatraz auf einer Insel in der Bucht von San Francisco das am meisten gefürchtete Gefängnis der USA. Die Felseninsel „The Rock“ galt als ausbruchsicher – und als Verbannungsort für die „Schlimmsten der Schlimmsten“. Trump ordnet Gehaltszahlungen für betroffene Beamte anUS-Präsident
Donald Trump will die Mitarbeiter des von einem teilweisen Shutdown betroffenen Heimatschutzministeriums für ihre Einkommensausfälle entschädigen. Mit einem am Freitag unterzeichneten Eildekret wies er die Behörde an, „jedem einzelnen“ Angestellten die entgangenen Gehälter auszuzahlen. Dafür sollen Mittel umgeschichtet werden, die der US-Kongress ursprünglich für andere Zwecke bewilligt hatte. Trump erklärte zur Begründung, die Verwendung dieser Gelder stehe in einem „angemessenen und logischen Zusammenhang“ mit den Aufgaben des Ministeriums. Damit reagierte er offenbar auf rechtliche Bedenken gegen ein solches Vorgehen.Auslöser des seit fast sieben Wochen andauernden Teil-Shutdowns sind tödliche Schüsse von Beamten der Einwanderungsbehörde Anfang des Jahres. In der Folge blockierte der Kongress den Etat für das Ministerium, weshalb Zehntausende Beschäftigte unter anderem bei der Küstenwache und dem Katastrophenschutz seit Februar kein Gehalt erhalten. Zwar machte der Senat am Donnerstag den Weg für ein neues Finanzierungsgesetz frei, das Repräsentantenhaus stimmte jedoch nicht darüber ab. Bereits in der Vorwoche hatte Trump per Dekret die Bezahlung von 50 000 Sicherheitskräften an Flughäfen angeordnet, nachdem hohe Fehlzeiten unbezahlter Mitarbeiter dort für Chaos gesorgt hatten.Hegseth entlässt Stabschef des US-HeeresUS-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den Stabschef des US-Heeres, General Randy George gefeuert. Pentagon-Sprecher Sean Parnell bestätigte, George trete „mit sofortiger Wirkung“ in den Ruhestand — ein in der Militärsprache üblicher Euphemismus für eine erzwungene Ablösung. Der Schritt erfolgt mitten im laufenden Krieg gegen Iran, für den die USA zuletzt Tausende Soldaten — darunter Marineinfanteristen und Fallschirmjäger — in die Region entsandt haben.George galt als ruhiger, unaufgeregter Offizier, der sich öffentlich nie zu den Operationen in Iran oder den in die Region entsandten Bodentruppen geäußert hatte. Seine Ablösung fügt sich in einen umfassenderen Umbau der militärischen Führung unter Hegseth ein. Beobachter ziehen Parallelen zu Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der General Eric Shinseki während des Irakkriegs kaltstellte. Der amerikanische Nachrichtensender CBS News hatte zunächst über den Vorgang berichtet.Zusammen mit George wurden auch zwei weitere Generäle entlassen. Hegseths Sprecher schrieb auf X, die Pensionierung von George sei „sofort wirksam“. Mit Georges Absetzung hat Hegseth fast den gesamten Generalstab neu besetzt, wie die Washington Post berichtet.Trump entlässt seine Justizministerin Bondi US-Präsident
Donald Trump hat Berichte bestätigt, wonach er seine Justizministerin Pam Bondi entlassen hat. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump, Bondi habe ihm im vergangenen Jahr als Justizministerin treu gedient. Er lobte sie als „große amerikanische Patriotin“ und erklärte, sie habe bei der Bekämpfung von Kriminalität im Land hervorragende Arbeit geleistet. So behauptete Trump, ohne Belege zu nennen, es habe einen starken Rückgang der Mordzahlen gegeben.Bondi wird nach Trumps Darstellung in absehbarer Zeit in die Privatwirtschaft wechseln und dort eine „wichtige neue Aufgabe“ übernehmen. Details dazu nannte er zunächst nicht. Übergangsweise soll der bisherige stellvertretende Justizminister Todd Blanche das Amt des Justizministers kommissarisch übernehmen. Die 60-Jährige ist bereits die zweite Ministerin, die binnen Wochen Trumps Kabinett verlassen muss. Zuvor musste schon Heimatschutzministerin Kristi Noem ihren Hut nehmen. Die vergangenen Tage hatte es vermehrt Berichte gegeben, dass Trump Bondi feuern könnte. Der US-Präsident war zunehmend unzufrieden mit der Arbeit seiner Ministerin, so bemängelte er etwa, dass Bondi aus seiner Sicht zu lasch gegen seine politischen Gegner vorging, berichtete etwa die New York Times. Auch ihr Umgang mit den Akten des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gefiel Trump nicht.Als möglichen Nachfolger habe Trump den Chef der Umweltschutzbehörde EPA, Lee Zeldin, ins Gespräch gebracht. Trump selbst sagte noch vor wenigen Tagen in der Times: "Justizministerin Pam Bondi ist eine wunderbare Person und sie leistet gute Arbeit." USA streichen Sanktionen gegen Venezuelas amtierende Präsidentin Die USA haben Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez von ihrer Sanktionsliste gestrichen. Das geht aus einer aktualisierten Sanktionsliste des US-Finanzministeriums hervor. Rodríguez hat somit unter anderem wieder die Möglichkeit, Konten bei Banken zu eröffnen, die mit den USA kooperieren, und Geschäfte mit US-amerikanischen Unternehmen zu führen. Es ist zudem der erste Schritt, um einen Staatsbesuch in den USA zu ermöglichen.Rodríguez bedankte sich für die Entscheidung bei US-Präsident
Donald Trump. Auf der Plattform X schrieb sie auf Englisch: „Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Beziehungen unserer beiden Länder zu verbessern.“ Sie vertraue nun darauf, dass auch die restlichen Wirtschaftssanktionen gegen das südamerikanische Land aufgehoben werden. Trump sagte am gleichen Abend in einer Fernsehansprache, „wir sind im wahrsten Sinne des Wortes Joint-Venture-Partner. Bei der Förderung und dem Verkauf riesiger Mengen an Öl und Gas verstehen wir uns hervorragend“. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer schrittweisen Lockerung der US-Sanktionen gegen Venezuela. Washington hatte zuletzt wieder umfangreiche Geschäfte mit dem staatlichen Ölkonzern PdVSA erlaubt und damit auf steigende Energiepreise und geopolitische Entwicklungen reagiert. Zudem hatten die USA kürzlich auch wieder den Handel mit venezolanischem Gold erlaubt. Beide Länder nahmen auch die diplomatischen Beziehungen wieder auf.Demokraten klagen gegen Trumps Dekret zur Briefwahl Die Demokratische Partei hat am Mittwoch Klage gegen ein Dekret von US-Präsident
Donald Trump eingereicht, mit dem die Briefwahl landesweit eingeschränkt werden soll. Das Dekret greife unrechtmäßig in die Befugnis der Bundesstaaten ein, Wahlen auszuführen, argumentieren die Demokraten in ihrer beim Bundesgericht in Washington eingereichten Klage. Nach der US-Verfassung liege die Zuständigkeit für Wahlregeln bei den Bundesstaaten und dem Kongress, nicht beim Präsidenten. „Das Dekret belastet unrechtmäßig das Wahlrecht, indem es Millionen Amerikaner mit willkürlicher Entrechtung bedroht“, heißt es in der Klage. Das
Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht.Trumps am Dienstag unterzeichnete Anordnung sieht vor, dass Briefwahlunterlagen nur noch an Wähler verschickt werden dürfen, die auf einer staatlich genehmigten Liste stehen. Außerdem soll die Bundesregierung eine Liste aller wahlberechtigten US-Bürger in jedem Bundesstaat erstellen. Wie genau Trump Pläne aussehen und warum diese problematisch sein könnten, erklären Viktoria Spinrad und Charlotte Walser:Supreme Court-Richter skeptisch gegenüber Trumps Einschränkungen für US-Geburtsrecht Bei einer mündlichen Verhandlung in Anwesenheit von Präsident
Donald Trump hat der Oberste Gerichtshof der USA deutliche Skepsis an dessen Plänen zur Abschaffung des Rechts auf Staatsbürgerschaft durch Geburt erkennen lassen. Sowohl liberale als auch konservative Richter äußerten am Mittwoch in der mehr als zweistündigen Anhörung Zweifel an der Argumentation der Regierung.Im Zentrum steht ein Dekret Trumps, das US-Behörden anweist, in den USA geborenen Kindern die Staatsbürgerschaft zu verweigern, wenn kein Elternteil US-Bürger ist oder eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung besitzt. Ein Bundesgericht hatte diese Anordnung gekippt. Trump war bei der Verhandlung anwesend, sprach aber selbst dort nicht. US-Medien zufolge war es das erste Mal, dass ein amtierender Präsident an einer solchen Anhörung des Obersten US-Gerichts anwesend war. Der juristische Streit dreht sich um das sogenannte Geburtsortsprinzip, das im 14. Zusatzartikel der US-Verfassung verankert ist. Bislang wurde der Passus stets so ausgelegt, dass fast alle auf US-Boden geborenen Kinder automatisch den US-Pass erhalten, mit wenigen Ausnahmen. Ein Urteil des Supreme Court wird bis Ende Juni erwartet. Oberster Gerichtshof prüft: Per Geburt US-Bürger oder nicht?Vor dem Obersten US-Gericht wird einer der brisantesten Fälle der vergangenen Jahre verhandelt: Sind Kinder automatisch US-Bürger, wenn sie in den Vereinigten Staaten von Amerika zur Welt kommen – auch dann, wenn ihre Eltern gar nicht legal im Land sind? US-Präsident
Donald Trump meint: Nein. Per Dekret wollte er das Recht auf US-Staatsbürgerschaft bei der Geburt einschränken.An diesem Mittwoch wird vor Gericht eine Sammelklage gegen das Vorhaben verhandelt. Trump wird laut seinem offiziellen Terminplan bei der mündlichen Verhandlung anwesend sein. US-Medien zufolge wäre es das erste Mal, dass ein amtierender Präsident an einer solchen Verhandlung des Obersten US-Gerichts teilnimmt.Bislang bekommt ein Baby, das in den USA geboren wird, automatisch die US-Staatsbürgerschaft. Basis dafür ist der 14. Zusatzartikel der US-Verfassung: „Alle Personen, die in den Vereinigten Staaten geboren oder eingebürgert sind und deren Gerichtsbarkeit unterstehen, sind Bürger der Vereinigten Staaten.“ Dieses sogenannte Ius soli (Recht des Bodens) garantiert seit 1868 fast jedem auf US-Territorium geborenen Kind automatisch die Staatsbürgerschaft.Trump will das Gesetz für jene Kinder ändern, deren Eltern nur auf Zeit oder ohne gültige Aufenthaltspapiere in den USA sind – obwohl dazu im Wortlaut des Zusatzartikels nichts steht. Damit könnten neben Babys von Migranten ohne gültigen Aufenthaltsstatus auch jene von Asylsuchenden, ausländischen Studenten, Touristen oder Ausländern, die von Firmen auf Zeit in die USA versetzt wurden, betroffen sein.Besitzt mindestens ein Elternteil die Staatsbürgerschaft oder einen unbefristeten Aufenthaltstitel (Green Card), soll dem Kind weiterhin die US-Staatsangehörigkeit zugesprochen werden. Die Anordnung, die Trump gleich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit unterschrieb, trat bislang wegen Blockaden unterer Instanzen zwar nicht in Kraft. Allerdings hadern Eltern seither mit der Ungewissheit, ob ihr Kind US-Bürger ist oder die Staatsbürgerschaft nicht doch nachträglich aberkannt wird.Richter stärkt öffentliche US-Sender in Streit mit TrumpÖffentliche Sender in den USA haben in ihrem Finanzierungsstreit mit
Donald Trump einen weitgehend symbolischen Etappensieg erzielt. Ein Richter in der Hauptstadt Washington, D.C., entschied, dass der US-Präsident nicht berechtigt war, den Sendern NPR und PBS im vergangenen Jahr per Erlass die staatlichen Zuschüsse zu entziehen. Aus der Begründung sei deutlich geworden, dass der Grund für den Entzug der Mittel die Unzufriedenheit mit der Berichterstattung gewesen sei – und das sei eine Verletzung der in der Verfassung festgeschriebenen Meinungsfreiheit.Für die aktuelle Finanzierung öffentlicher US-Sender hat das Urteil keine Folgen. Denn der Kongress beschloss nach Trumps Erlass mit den Stimmen seiner Republikaner, die bereits für zwei Jahre veranschlagten Mittel von gut einer Milliarde Dollar zu streichen. Die Entscheidung des Richters könnte Relevanz für die Finanzierung in der Zukunft haben. Eine Sprecherin des Weißen Hauses sagte allerdings dem Wall Street Journal, die Regierung gehe davon aus, sich in dem juristischen Streit am Ende durchzusetzen.NPR und PBS werden größtenteils von lokalen Rundfunkstationen und Spenden getragen. Das Sendersystem bekam traditionell aber auch Zuschüsse vom Staat über die Corporation for Public Broadcasting (CPB). Die 1967 gegründete CPB löste sich Anfang des Jahres nach dem Entzug der Finanzierung auf.Gericht bremst Trumps Pläne für Festsaal am Weißen Haus aus Die umstrittenen Pläne von US-Präsident
Donald Trump zur Umgestaltung seines Amtssitzes sind juristisch ausgebremst worden. Bundesbezirksrichter Richard Leon stoppte die Bauarbeiten für den 8360 Quadratmeter großen neuen Festsaal am Weißen Haus. Er folgte damit einem Antrag der Denkmalschutzorganisation National Trust for Historic Preservation auf eine einstweilige Verfügung.Damit liegt das 400 Millionen Dollar schwere Bauvorhaben auf Eis, bis die Klage der Denkmalschützer verhandelt wird. Sie werfen Trump vor, seine Befugnisse überschritten zu haben, als er den historischen Ostflügel abreißen ließ und den Neubau ohne Zustimmung des Kongresses begann. Die US-Regierung legte umgehend Berufung ein. Das
Justizministerium hatte dem Präsidenten Rückendeckung gegeben und den Bau als zulässige Modernisierung deklariert. Die Kläger argumentieren dagegen, weder der Präsident noch die für das Gelände zuständige Nationalparkverwaltung hätten die Befugnis, ohne ausdrückliche Zustimmung des Parlaments ein historisches Gebäude abzureißen oder eine derart große neue Anlage zu errichten. Der Ostflügel war 1902 erbaut und während der Präsidentschaft von Franklin D. Roosevelt erweitert worden. Bei einer Anhörung am 17. März hatte Richter Leon das Gelände des Weißen Hauses als besonderen Ort und Wahrzeichen der Nation bezeichnet.Trump betrachtet den geplanten Festsaal als prägendes Element seiner Präsidentschaft. Die US-Regierung argumentiert, der Neubau werde die Infrastruktur modernisieren, die Sicherheit erhöhen und das
Weiße Haus entlasten, das für große Veranstaltungen oft auf provisorische Zelte angewiesen sei. Finanziert wird das Projekt nach Angaben der Regierung vollständig von privaten Spendern.Eine Kunstkommission, die ausschließlich aus von Trump ernannten Mitgliedern besteht, hatte den Entwurf im Februar einstimmig gebilligt. Der Saal ist Teil von Trumps weitreichenden Plänen zur Umgestaltung Washingtons, die auch einen 76 Meter hohen Monumentalbogen und Änderungen am Kulturzentrum Kennedy Center vorsehen. Lesen Sie dazu auch: Amelie SchmidtTrump zeigt Video von goldglänzender Präsidentenbibliothek US-Präsident
Donald Trump treibt ein weiteres Prestigeprojekt, das seinen Namen trägt, voran: eine Präsidentenbibliothek als gläsernen Turm mit Goldakzenten in der Hafenstadt Miami. In einem auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichten Video gewährt Trump einen ersten Einblick in die geplante „Donald J. Trump Presidential Library“.Zu sehen sind goldene Rolltreppen und eine goldene Statue des Präsidenten mit erhobener Faust. Im Inneren ist eine Ausstellung von Militärflugzeugen zu sehen, darunter auch die Air Force One, die die Trump-Regierung im vergangenen Jahr als Geschenk der katarischen Regierung entgegennahm.Auch Trumps Sohn Eric veröffentlichte das Video, das mit Künstlicher Intelligenz erstellt worden zu sein scheint. Seit Präsident Herbert Hoover (1929-1933) wurde nach jedem US-Staatsoberhaupt eine sogenannte Präsidentenbibliothek im jeweiligen Heimatstaat eingerichtet. In den privat finanzierten Einrichtungen werden unter anderem Staatsgeschenke aufbewahrt. Die Bibliothek ist Teil einer Reihe von Projekten, mit denen Trump seinen Namen im öffentlichen Raum verankert – von Gebäuden und Flughäfen bis hin zu Dollarscheinen. Zudem kündigte er den Bau eines Triumphbogens in der US-Hauptstadt Washington an.Prominente fordern Schließung von ICE-Haftanstalt in TexasZahlreiche Prominente, darunter Popstar Madonna und Schauspieler Ben Stiller, fordern die sofortige Schließung einer viel kritisierten Haftanstalt der US-Einwanderungsbehörde ICE im texanischen Ort Dilley. Fast 16 000 Menschen haben bis Montagmittag ihre vor zwei Tagen auf der Plattform change.org veröffentlichte Petition unterschrieben, wie auf der entsprechenden Internetseite zu sehen ist. Sie kritisieren vor allem die dortige Inhaftierung von Kindern und Familien. Die ICE-Razzien gegen Migranten sind Teil der aggressiven Abschiebepolitik von
Donald Trump.Zu den Prominenten aus Musik, Film und anderen Kunstrichtungen, die die Petition unterstützen, gehören zudem Jane Fonda und Javier Bardem sowie Ärzte, Pädagogen, Journalisten und Uni-Professoren. „Kinder, die in Abschiebehaft gehalten werden, erleiden Traumata, Vernachlässigung und Bedingungen, die grundlegende Standards der Gesundheit, Sicherheit, Würde und Menschenrechte verletzen“, heißt es unter anderem in der Petition, die sich an die US-Regierung richtet. „Kinder gehören in Schulen und auf Spielplätze, nicht in Haftanstalten.“ Die Familien müssten dorthin zurückkehren können, wo sie festgenommen wurden.Die Einrichtung in dem Ort Dilley südwestlich von San Antonio war zuletzt wegen eines Masernausbruches und der Inhaftierung eines Fünfjährigen in die Schlagzeilen geraten. Der Junge war mit seinem Vater bei einer Razzia im Bundesstaat Minnesota aufgegriffen und in Gewahrsam genommen worden. Nach einer Gerichtsentscheidung kamen die beiden wieder frei.Thron samt Toilette: Trump-kritische Kunst in WashingtonIn der US-Hauptstadt Washington, D.C., ist erneut eine Kunst-Installation aufgetaucht, die Präsident
Donald Trump und seinen Regierungsstil kritisiert: ein goldener Thron samt Toilette. Der Thron in Marmoroptik wurde direkt auf der langen Promenade zwischen Kapitol und Lincoln Memorial installiert. Statt eines herkömmlichen Sitzes ist eine goldene Toilette auf dem Podest angebracht.Der Thron passt zu den Protesten vom Wochenende: Unter dem Motto „No Kings" („Keine Könige“) protestierten am Samstag mehrere Millionen Menschen in allen 50 Bundesstaaten. Ihr Protest richtete sich gegen die Regierung von Trump, den Krieg in Iran und die Abschiebe-Razzien.Auf einer Plakette an der neuen Installation steht: „In einer Zeit beispielloser Spaltung, eskalierender Konflikte und wirtschaftlicher Turbulenzen konzentrierte sich Präsident Trump auf das, was wirklich zählte: die Neugestaltung des Lincoln-Badezimmers im Weißen Haus.“ Trump sei eben ein Mann, der sich ums Geschäft kümmere.Wie mehrere Medien berichten, steckt erneut die Gruppe „Secret Handshake“ hinter der Aktion. Sie hatte bereits Mitte März mit einer Statue für Aufsehen gesorgt, die Trump und den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in der berühmten Titanic-Kinofilm-Pose darstellte.Mehr ladenTickarooLive Blog Software