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FRI · 2026-04-03 · 12:00 GMTBRIEF NSR-2026-0403-50666
News/Ex-Militärjunta-Chef in Myanmar zum Präs/Ex-Militärjunta-Chef in Myanmar zum Präsidenten gewählt
NSR-2026-0403-50666News Report·DE·Political Strategy

Ex-Militärjunta-Chef in Myanmar zum Präsidenten gewählt

Fünf Jahre nach dem Militärputsch in Myanmar wurde der ehemalige Junta-Chef Min Aung Hlaing am 3. April 2026 vom Parlament zum Präsidenten gewählt.

Deutsche Welle (DE)Filed 2026-04-03 · 12:00 GMTLean · CenterRead · 2 min
Ex-Militärjunta-Chef in Myanmar zum Präsidenten gewählt
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Fünf Jahre nach dem Militärputsch in Myanmar wurde der ehemalige Junta-Chef Min Aung Hlaing am 3. April 2026 vom Parlament zum Präsidenten gewählt. Zuvor war er bereits zum Vizepräsidenten ernannt und als Oberbefehlshaber des Militärs abgelöst worden. Kritiker sehen in der Wahl einen Versuch der Legitimierung seiner Macht. Min Aung Hlaing führte das Militär seit 2011 und übernahm 2021 durch einen Putsch die Macht, wodurch die gewählte Regierung von Aung San Suu Kyi gestürzt wurde. Seitdem herrscht in Myanmar ein Bürgerkrieg mit zahlreichen Toten und Vertriebenen, begleitet von wirtschaftlichen Problemen. Die Parlamentswahl im Dezember und Januar, aus der die militärnahe USDP als Sieger hervorging, wurde von Beobachtern als weder frei noch fair kritisiert.

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Political Strategy
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Nearly 93,000 people have been killed and over 3.6 million displaced since the start of the civil war.

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The military seized power in 2021, overthrowing Aung San Suu Kyi's government.

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Ye Win Oo has been appointed as the new Commander-in-Chief of the military.

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Min Aung Hlaing was previously elected as Vice President.

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Min Aung Hlaing has been elected as the new president of Myanmar.

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3. April 2026Erst kürzlich war der seit Jahren faktisch regierende Militärjunta-Chef Min Aung Hlaing als Oberbefehlshaber zurückgetreten. Nun ist er der neue Staatschef Myanmars. https://p.dw.com/p/5BcrSGeneral Min Aung Hlaing bei einer Gedenkzeremonie zum Jahrestag des Erdbebens in Myanmar (28.3.26)Bild: Aung Shine Oo/AP Photo/picture allianceFünf Jahre nach der Machtübernahme durch das Militär in Myanmar hat das Parlament den damaligen Putschistenführer Min Aung Hlaing zum Präsidenten gewählt. Die Abgeordneten hätten mehrheitlich für General Min Aung Hlaing gestimmt, teilte das Informationsministerium des südasiatischen Landes mit. Vizepräsidentenwahl im Pyithu Hluttaw in Myanmar (31.3.26)Bild: Myo Kyaw Soe/Xinhua/picture allianceAnfang der Woche war der 69-jährige Juntachef bereits zum Vizepräsidenten gewählt worden, was als Voraussetzung gilt, um später zum Präsidenten bestimmt zu werden. Zudem wurde er als Oberbefehlshaber des Militärs abgelöst. Als neuer Oberbefehlshaber wurde am Montag der frühere Geheimdienstchef Ye Win Oo eingesetzt. Kritiker sehen in der Wahl den Versuch Min Aung Hlaings, sich den Anschein einer demokratischen Legitimierung zu geben. Er führte die Armee seit 2011 an. Das Militär hatte sich unter der Führung des Junta-Chefs 2021 zurück an die Macht geputscht und die im Jahr zuvor mit großer Mehrheit demokratisch gewählte Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt. In einem von Menschenrechtsorganisationen als Schauprozess verurteilten Verfahren wurde Suu Kyi zu 27 Jahren Gefängnis verurteilt.Myanmars entmachtete Führerin Aung San Suu Kyi (10.6.2021)Bild: Kyodo/picture alliance Der Militärputsch löste einen Bürgerkrieg aus, der bis heute andauert und von wirtschaftlichen Problemen begleitet wird. Die Junta geht mit aller Härte gegen jeden Widerstand vor. Seit Beginn des Bürgerkriegs wurden fast 93.000 Menschen getötet und mehr als 3,6 ​Millionen ‌weitere vertrieben. Im vergangenen Dezember und Januar dieses Jahres fand in dem Land erstmals wieder eine Parlamentswahl statt. Menschenrechtler und politische Beobachter bezeichneten jedoch die Wahl als weder frei noch fair. Viele oppositionelle Parteien durften nicht antreten und in großen Teilen des Landes wurde wegen anhaltender Kämpfe gar nicht gewählt. Aus der Wahl ging die militärnahe Partei Union Solidarity and Development Party (USDP) als klarer Sieger hervor.Im Dezember und Januar hatte die Junta eine Parlamentswahl organisiert und diese als Rückkehr zur Demokratie dargestellt (25.1.26)Bild: Sai Aung Main/AFP Das politische System sichert dem Militär erheblichen Einfluss zu. Nach der Verfassung von 2008 ist ein Viertel der Parlamentssitze den Streitkräften vorbehalten, was ihnen eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung der Staatsführung gibt.
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