NEWSAR
Multi-perspective news intelligence
SRCFAZ
LANGDE
LEANCenter-Right
WORDS876
ENT7
SAT · 2026-04-04 · 07:29 GMTBRIEF NSR-2026-0404-51779
News/Erwachsenentaufe: Eine bewusste Entscheidung für den Glauben
NSR-2026-0404-51779News Report·DE·Human Interest

Erwachsenentaufe: Eine bewusste Entscheidung für den Glauben

Der Artikel berichtet über die zunehmende Erwachsenentaufe in Deutschland. In Frankfurt bereitet die Pastoralreferentin Jutta Fechtig-Weinert aktuell zehn Erwachsene auf die Taufe vor, sieben davon werden in der Osternacht im Bartholomäusdom getauft.

Bernhard BienerFAZFiled 2026-04-04 · 07:29 GMTLean · Center-RightRead · 4 min
Erwachsenentaufe: Eine bewusste Entscheidung für den Glauben
FAZFIG 01
Reading time
4min
Word count
876words
Sources cited
1cited
Entities identified
7entities
Quality score
100%
§ 01

Briefing Summary

AI-generated
NEWSAR · AI

Der Artikel berichtet über die zunehmende Erwachsenentaufe in Deutschland. In Frankfurt bereitet die Pastoralreferentin Jutta Fechtig-Weinert aktuell zehn Erwachsene auf die Taufe vor, sieben davon werden in der Osternacht im Bartholomäusdom getauft. Im Bistum Limburg wurden am ersten Fastensonntag 22 Taufbewerber zugelassen. Die Taufbewerber sind zwischen 22 und 55 Jahre alt, wobei ein Schwerpunkt auf jüngeren Bewerbern liegt. Gründe für die Entscheidung zur Taufe sind vielfältig, darunter der Wunsch nach Sinnfindung, Faszination durch den Glauben des Partners, persönliche Krisen oder Erfahrungen mit Christenverfolgung im Heimatland. Die Taufe erfolgt nach einem längeren Vorbereitungsprozess, in dem die Teilnehmer den katholischen Glauben und die Riten kennenlernen. Im Bistum Limburg wurden im vergangenen Jahr 138 Erwachsene getauft.

Confidence 0.90Sources 1Claims 5Entities 7
§ 02

Article analysis

Model · rule-based
Framing
Human Interest
Social Justice
Tone
Measured
AI-assessed
CalmNeutralAlarmist
Factuality
0.70 / 1.00
Factual
LowHigh
Sources cited
1
Limited
FewMany
§ 03

Key claims

5 extracted
01

In Limburg stieg die Zahl der Eintritte von 62 auf 89.

statisticnull
Confidence
1.00
02

2025 traten im Bistum Limburg gut 9000 Mitglieder aus der Kirche aus.

statisticnull
Confidence
1.00
03

Im vergangenen Jahr sind im Bistum Limburg 138 Erwachsene getauft worden, 2024 waren es 133.

statisticnull
Confidence
1.00
04

Am ersten Fastensonntag waren im Limburger Dom 22 Taufbewerber aus dem Bistum von Generalvikar Wolfgang Pax zur Taufe zugelassen worden.

factualnull
Confidence
1.00
05

Pastoralreferentin Jutta Fechtig-Weinert hat im vergangenen halben Jahr zehn Erwachsene auf die Taufe vorbereitet.

factualnull
Confidence
1.00
§ 04

Full report

4 min read · 876 words
Wenn Kirche nicht mehr selbstverständlich ist, muss sie sich stärker um die Gläubigen bemühen. Zugleich suchen viele Menschen Halt und Orientierung.Das sollen sie später einmal selbst entscheiden: Von Eltern, die auf die Taufe ihrer Kinder verzichten, ist dies ein häufig genanntes Argument. Dann liegt die Vermutung nahe, dass der christliche Glaube in der Familie keine allzu große Rolle spielt und sich die Frage mangels Bezug zur Kirche später gar nicht mehr stellt. Aber manchmal passiert es eben doch, dass Kinder, wenn sie erwachsen sind, selbst über ihre Religionszugehörigkeit bestimmen – und sich für die Kirche entscheiden.Jutta Fechtig-Weinert hat mit einigen dieser Gläubigen zu tun. Die Pastoralreferentin in der Fachstelle für katholische Stadtkirchenarbeit Frankfurt hat im vergangenen halben Jahr zehn Erwachsene auf die Taufe vorbereitet. Von diesen werden sieben in der Osternacht im Frankfurter Bartholomäusdom getauft, drei in anderen Gemeinden. Am ersten Fastensonntag waren im Limburger Dom 22 Taufbewerber aus dem Bistum von Generalvikar Wolfgang Pax zur Taufe zugelassen worden.Vom Glaubensleben des Partners fasziniertZwischen 22 und 55 Jahre sind die Teilnehmer des Frankfurter Taufvorbereitungskurses alt. Ein Schwerpunkt seien jüngere Bewerber bis etwa 30 Jahre, sagt Fechtig-Weinert. „Darunter sind einige, die aus einem christlich geprägten Elternhaus kommen und rudimentäre Erfahrungen mit der Religion haben“, sagt sie. „Sie wollen mehr wissen und den Weg zu Ende gehen.“ Andere seien überhaupt nicht religiös sozialisiert, aber vom Glaubensleben eines Partners fasziniert. „Sie möchten dazugehören.“Die Suche nach Sinn und Orientierung, aber auch persönliche Krisen oder der Tod eines nahestehenden Menschen könnten eine Rolle spielen, sagt die Pastoralreferentin. Manchmal seien auch Menschen darunter, in deren Heimatland Christen verfolgt würden und die nun die Freiheit hätten, der Kirche beizutreten. Eine Taufe als spontanen Einfall kann Fechtig-Weinert ausschließen. „Es ist ein längerer Weg der Vorbereitung, auf dem die Teilnehmer den katholischen Glauben, die Riten und den Jahreskreis kennenlernen.“ So könnten sie eine reflektierte Entscheidung treffen. „Sie sollen wissen, worauf sie sich einlassen.“Immer noch hohe AustrittszahlenIm vergangenen Jahr sind im Limburg" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="94599" data-entity-type="organization">Bistum Limburg 138 Erwachsene getauft worden, 2024 waren es 133. Wobei darunter auch Jugendliche von 14 Jahren an fallen. In der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN), deren Gebiet etwas mehr als doppelt so groß und bevölkerungsreich ist wie das des katholischen Bistums, waren es 2024 gut 400, wenn man die 270 Jugendlichen abzieht, die aus Anlass der Konfirmation getauft wurden.Das sind kleine Zahlen angesichts der gut 9000 Mitglieder, die 2025 im Limburg" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="94599" data-entity-type="organization">Bistum Limburg aus der Kirche ausgetreten sind; schätzungsweise 26.000 waren es bei der EKHN. Und doch verzeichneten mehrere Bistümer ein steigendes Interesse an der Kirche. In Limburg stieg die Zahl der Eintritte von 62 auf 89 und die der Wiederaufnahmen von 183 auf 321. Unter den Anfragen derer, die sich neu für den Glauben interessierten, seien viele junge Menschen, schrieb Bischof Georg Bätzing in seinem Fastenhirtenbrief. „Unter ihresgleichen und in den sozialen Netzwerken wird offen über Spiritualität und persönlichen Glauben gesprochen – und das finden sie spannend.“Ähnlich wie bei den erwachsenen Täuflingen sind auch unter denjenigen, die in die Kirche zurückkehren, viele jüngere. Tobias Dera hat meist mit Berufstätigen am Anfang ihrer Laufbahn und Menschen in der Familiengründungsphase zu tun. Er leitet die Wiedereintrittsstelle des Bistums Limburg beim Frankfurter Begegnungscafé Punctum an der Liebfrauenkirche. „Es war noch niemand jenseits der 60 Jahre dabei“, sagt er. Etwa 90 Menschen träten im Jahr in Frankfurt wieder in die Kirche ein. Für die meisten stellten sich andere Lebensfragen als bei ihrem Austritt. Nicht die Kirche habe sich für diese Menschen geändert, sagt Dera, sondern ihre Lebenssituation.Junge Erwachsene im GottesdienstRalf Bräuer, der in Frankfurt für Eintritte in die evangelische Kirche zuständig ist, nennt noch Personen, die Taufpate werden sollen, als Kandidaten für eine Wiederannäherung. Und solche, die durchaus jenseits der 40 Jahre seien und zum Beispiel an der Betreuung der eigenen Eltern gemerkt hätten, was die Kirche an sozialer Unterstützung leiste.Weder Erwachsenentaufen noch Wiedereintritte ändern etwas daran, dass die Kirche kleiner wird. „Das ist ein unumkehrbarer Trend“, sagt Michael Thurn, zusammen mit Christiane Moser-Eggs Leiter der katholischen Stadtkirche in Frankfurt. „Es wird künftig weniger eine Kirche sein, in die man hineingeboren wird, sondern für die man sich entscheiden muss.“ Gerade deshalb sei es wichtig, sich dem Phänomen zuwenden, dass sich die Menschen für die Kirche interessierten. „Dabei müssen wir auf die einzelne Person schauen.“In fast allen Frankfurter Pfarreien seien neuerdings junge Erwachsene anzutreffen, die bisher noch nicht da gewesen seien, ergänzt Moser-Eggs. Aus vielen Großstädten werde Ähnliches berichtet, habe sie vor wenigen Tagen bei der Bundeskonferenz der Großstadtkirchenleitungen erfahren. Die Arbeitshypothese sei, dass es angesichts der vielfältigen Krisen das Bedürfnis nach Orientierung und Halt gebe.Thurn will noch mehr über die Wege in die Kirche herausfinden, etwa inwieweit christliche Influencer in den sozialen Medien eine Rolle spielen. Die Erfahrung zeige, dass ein niedrigschwelliges, diversifiziertes Angebot nötig sei, sagt der evangelische Stadtdekan Holger Kamlah. Ein Beispiel dafür waren die Tauffeste, zu denen die Stadtkirche, aber auch Gemeinden an besondere Orte eingeladen haben, etwa an den Main. „Das ist für ganz viele Menschen ein einladendes Angebot, deshalb ermutigen wir dazu auch die Gemeinden“, sagt der evangelische Stadtdekan. Für manche sei dagegen der Besuch des Gemeindegottesdienstes schon eine Hürde.Auch Kamlah glaubt, dass viele grundsätzlich ansprechbar für Religiosität seien, zumal in Zeiten, in denen sich ein Gefühl von Erosion und mangelnder Verlässlichkeit breitmache. „Gerade an Ostern können wir dem unsere Hoffnungsbotschaft entgegensetzen.“
§ 05

Entities

7 identified
§ 06

Keywords & salience

9 terms
erwachsenentaufe
1.00
glauben
0.80
taufe
0.70
religionszugehörigkeit
0.60
katholische kirche
0.60
taufvorbereitung
0.50
glaubensleben
0.50
pastoralreferentin
0.40
christlicher glaube
0.40
§ 07

Topic connections

Interactive graph
No topic relationship data available yet. This graph will appear once topic relationships have been computed.