Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesDem
Mond nun näher als der
Erde So sehen die Astronauten die WeltLiveschalte in den WeltraumWo sich die
Orion-Raumkapsel derzeit befindetDiese Erinnerungsstücke von der
Erde reisen mit zum
Mond Dem
Mond nun näher als der
Erde Die vier Astronauten an Bord der Orion-Kapsel sind dem
Mond mittlerweile näher als der
Erde. „Die
Artemis 2-Mission hat mehr als die Hälfte der Strecke zum
Mond zurückgelegt“, teilte die
Nasa mit. Für
Victor Glover, seine US-Kollegen
Christina Koch und
Reid Wiseman sowie den kanadischen Astronauten
Jeremy Hansen stehen während der Mission wissenschaftliche Tests und Trainingsaufgaben auf dem Programm – und immer wieder besondere Ausblicke: „Wir können durch die Andockluke gerade den
Mond sehen. Es ist ein wunderschöner Anblick“, sagte Astronautin
Christina Koch laut
Nasa.Während der insgesamt zehntägigen Mission bleibt für die vier wenig dem Zufall überlassen: So teilt die
Nasa sogar öffentlich mit, wenn die Astronauten sich aufs Zubettgehen vorbereiten und wann sie ihre Schlafphase beginnen sollen. Geweckt wird das Artemis-Team von Kollegen am Boden – am Freitag etwa durch den Song „In a Daydream“ von der Freddy Jones Band, in dem es unter anderem heißt „No one around just me and the sky“ (deutsch: „Niemand ist hier, nur ich und der Himmel“).Übermorgen, am fünften Flugtag, soll Orion den Punkt erreichen, wenn die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirkt als die der
Erde. Am sechsten Flugtag soll das Raumschiff dem
Mond am nächsten kommen – etwa 7500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann
Erde und
Mond gleichzeitig sehen – und sogar auch eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne aus der Perspektive von Orion hinter dem
Mond verschwindet. An diesem Flugtag könnten sie sich auch weiter von der
Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Den bisherigen Rekord stellte die Crew der
Apollo 13-Mission 1970 mit rund 400 171 Kilometern auf.Was tut diese Plüschkugel im All?Wer sich das Interview von ABC News mit den Astronauten im Weltall anschaut, sieht nicht nur vier Menschen in einem Raumschiff, sondern auch eine kleine Plüschkugel. Sie hat ein Gesicht und trägt eine Mütze in den Farben der
Erde. Mit dem Namen „Rise“ soll sie an das berühmte Foto „Earthrise“ erinnern, das
Apollo-8-Astronaut
William Anders 1968 aufgenommen hat. Die Plüschkugel ist ein Glücksbringer, hat aber auch eine ganz praktische Funktion: „Rise“ ist ein Schwerelosigkeitsindikator. Als solcher hat sie den angeschnallten Astronauten neun Minuten nach ihrem Start angezeigt, dass sie in der Schwerelosigkeit angekommen sind.Mehr zu „Rise“ weiß Martin Zips.Zweimal am
Mond, aber nie gelandetWenn
Nasa-Astronautin
Christina Koch und ihre Kollegen
Reid Wiseman,
Victor Glover und
Jeremy Hansen bald den
Mond umkreisen und womöglich nie wieder dorthin kommen, dann teilen sie das Schicksal mit einigen Apollo-Astronauten, die zwar den
Mond umrundet haben, aber nie auf der Oberfläche gelandet sind. Dem
Nasa-Astronauten Jim Lovell ist das gleich zweimal passiert: Mit Apollo 8 flog er im Dezember 1968 zehnmal um den
Mond, mit Apollo 13 kehrte er 1970 dorthin zurück. Die Beinahe-Katastrophe bei der Explosion eines Sauerstofftanks brachte ihn um die Mondflandung. Kapsel und Mondfähre flogen einmal um den
Mond und gleich wieder zurück – was die Crew rettete.Lovell war damit der bisher einzige Astronaut, der zwar zweimal zum
Mond geflogen ist, aber nicht im Mondstaub spazieren durfte. Besser getroffen hat es hingegen John Young, der 1969 mit Apollo 10 zum
Mond flog, um die Mondfähre zu testen, und 1972 mit Apollo 16 auf dem
Mond landen durfte. Apollo-10-Kollege Gene Cernan tat es ihm gleich und war mit der bisher letzten Mondmission Apollo 17 in der Kraterlandschaft unterwegs.Insgesamt flogen in der Apollo-Zeit 24 verschiedene Astronauten zum
Mond, zwölf landeten dort auch.Kniebeugen im AllIm Weltall gibt es keinen Wellpass und kein FitX — die Nachfrage ist, gelinde gesagt, überschaubar. Immerhin hält die Orion-Kapsel ein Ersatzangebot bereit: das sogenannte Flywheel, ein ausziehbares Widerstandsband mit Halterung, grob verwandt mit dem vorderen Teil einer Rudermaschine. Daran absolvieren die Astronauten ihre tägliche Pflichteinheit Weltraumsport. Das ist weniger Wellness als medizinische Notwendigkeit: Wer im schwerelosen Raum auf Bewegung verzichtet, verliert in erschreckender Geschwindigkeit Muskelmasse und Knochendichte — auch das lernt der interessierte Zuschauer im
Nasa-Livestream, ob er will oder nicht. Als Vorturner der Nacht bietet sich der kanadische Astronaut
Jeremy Hansen an — und enttäuscht nicht. Mit der Hingabe eines Mannes, der einen besonders hartnäckigen Fahrradreifen aufpumpt, streckt er sich rauf und runter, immer wieder, mit stoischer Regelmäßigkeit. Es folgt eine Kaskade kosmischer Kniebeugen. Soweit das zu erkennen ist — denn zwischendurch segeln die Locken seiner Kollegin
Christina Koch durchs Bild und verdecken die Szenerie.So sehen die Astronauten die WeltDie
Nasa hat zwei Fotos veröffentlicht, die der Astronaut
Reid Wiseman nach dem Mondschuss vom Weltall aus von der
Erde gemacht hat. Das erste zeigt die Polarlichter, von denen Wiseman im Interview mit ABC so geschwärmt hat. Sie sind oben rechts und unten links zu sehen.Das zweite Bild zeigt den Blick aus einem der vier großen Fenster des Raumschiffs. Die
Erde funkelt blau im Hintergrund. Man kann sich gut vorstellen, wie es den Astronauten bei dem Anblick die Sprache verschlägt.Was die Astronauten vor dem Mondschuss getestet habenWarum hat es eigentlich rund 25 Stunden gedauert, bis die Astronauten die Orion-Kapsel auf die Flugbahn zum
Mond geschossen haben? Dass
Nasa-Astronautin
Christina Koch und ihre Kollegen
Reid Wiseman,
Victor Glover und
Jeremy Hansen noch fast zweimal die
Erde umrundet haben, war kein Sightseeing. Grund waren auch diverse Tests und Systemchecks, die sie gemeinsam mit dem Kontrollzentrum in Houston vornehmen mussten. So haben sie im Erdorbit die Manövrierfähigkeit der Kapsel getestet, auch im manuellen Modus. Dazu zählten Annäherungsflüge an die zuvor abgesprengte Oberstufe der Rakete. Die Crew hat damit Annäherungsmanöver der Orion an den Mondlander in der Mondumlaufbahn vorbereitet. Die
Nasa kann damit Leistungsdaten und Betriebserfahrungen sammeln, „die am Boden nicht ohne Weiteres gewonnen werden können“.Ferner haben die Astronauten laut
Nasa ihre Sicherheits-Raumanzüge gegen leichtere Kleidung getauscht. Sie brauchen die Raumanzüge erst wieder vor der Landung kommende Woche. Weitere Checks betrafen die Lebenserhaltungssysteme. „Die lange Umlaufzeit um die
Erde bietet die Gelegenheit, die Systeme während Trainingsphasen zu testen, in denen der Stoffwechsel der Besatzung am höchsten ist“, so die
Nasa. Last not least mussten sie den Translunar Injection Burn vorbereiten, eine fast sechsminütige Zündung des Orion-Haupttriebwerks, mit der die Kapsel aus dem Erdorbit auf eine ballistische freie Rückkehrbahn um den
Mond geschossen wird. Dabei macht sich die
Nasa die Gravitationskraft des Mondes zunutze, die Kapsel fliegt somit nach der Mondumrundung automatisch zurück zur
Erde. Derzeit befindet sich die Orion bereits rund 150 000 Kilometer entfernt von der
Erde, mit 6600 Stundenkilometern. Bis zum
Mond sind es noch knapp 270 000 Kilometer – und die Crew befindet sich gerade im wohlverdienten Schlaf. NewsdeskJoachim KäppnerPer „Erdbrücke“ zum
Mond: Johannes Keplers wissenschaftlich fundiertes MärchenKönnten Menschen den
Mond erreichen? Dieser Gedanke faszinierte im frühen 17. Jahrhundert den kaiserlichen Hof-Astronomen Johannes Kepler (1571 bis 1630). Er hatte die Gesetzmäßigkeiten entdeckt, nach denen sich die Planeten um die Sonne bewegen. Das brachte ihm Probleme mit der katholischen Kirche ein, die Angelegenheiten des Himmels als ausschließlich die ihren betrachtete. Noch im Jahr 1600 war der italienische Philosoph Giordano Bruno als Ketzer verbrannt worden, weil er in seinen Schriften „auf den Flügeln des Geistes“ zum
Mond gereist war.Wohl auch deshalb wurde erst vier Jahre nach Keplers Tod sein Werk „Somnium“ veröffentlicht – eine Art wissenschaftlich fundiertes Märchen. Es beschreibt die Schwerkraft und den Lauf der Himmelskörper. Der Held der Geschichte besucht eine
Mond-Zivilisation. Auf die Frage, wie der Himmelplanet zu erreichen sei, bleibt Kepler allerdings eine Antwort schuldig: „Denn wenn ein Körper von der Schwere eines Menschen in einem Zeitraum von einer Stunde 12 000 Meilen in die Höhe gerissen wird, und noch der Mangel an Luft hinzukommt, so muss er sterben, wie die Fische, wenn sie kein Wasser haben.“Der Astronom erdachte stattdessen eine Erdbrücke zum
Mond, einen Himmelspfad, auf dem man nur reisen kann, wenn Sonne,
Mond und Sterne in einer ganz bestimmten Konstellation zueinanderstehen. Für den Transport ist praktischerweise ein Dämon vorhanden, der allein die Erdbrücke zu benutzen versteht.Liveschalte in den WeltraumDer US-Fernsehsender ABC hat die Artemis-Crew live im Fernsehen interviewt. Moderator Gio Benitez kann es kaum fassen, dass die vier Astronauten „literally“ auf dem Weg zum
Mond sind und trotzdem mit ihm sprechen.Eine kleine Verzögerung in der Übertragung gibt es, man hört Benitez' letzte Worte doppelt, als das Bild in die Raumkapsel umschaltet, aber Reid Wisemans Stimme ist klar und deutlich zu verstehen. Als die Sonne hinter der
Erde untergegangen sei, erzählt Wiseman, hätten sie den ganzen Erdball gesehen, Europa auch und Afrika, und beim genauen Hinsehen sogar die Polarlichter. „Das war der spektakulärste Moment“, sagt er.Viel Platz haben die Astronauten nicht,
Jeremy Hansen liegt quer auf einem Gepäcknetz. Aber das Bild ist scharf und wackelt nicht. Als Astronautin
Christina Koch mit den Fingern ein Herz formt, schwebt ihre Atemschutzmaske kurz weg. Am meisten habe sie überrascht, sagt Koch, wie sanft der Flug ablaufe. „Wir hatten mit viel mehr Bewegung gerechnet, hatten uns darauf eingestellt, die Knöpfe nicht erreichen zu können“, sagt sie. Doch es sei einfach „a great ride“ – ein toller Flug.Wo sich die
Orion-Raumkapsel derzeit befindetDie Crew der Artemis-2-Mission ist auf dem Weg zum
Mond – jetzt wirklich. Zwar war die Rakete schon in der Nacht auf Donnerstag (deutscher Zeit) gestartet, umrundete aber zunächst erst einmal die
Erde. Wo genau die Raumkapsel sich derzeit befindet, wird von der
Erde aus genau beobachtet: unter anderem auch vom bayerischen Weilheim aus.Im Voralpenland steht eine Antennenanlage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die die Flugbahn der Raumkapsel Orion präzise verfolgt. Wie es dort aussieht und was die Aufgaben der Antennenanlage sind, beschreibt SZ-Autor Michael Berzl in diesem Artikel.Welche weiteren Stationen auf die Besatzung der Rakete zukommen, ist in diesem Text nachzulesen. Etwa 400 000 Kilometer werden die vier Astronauten am weitesten Punkt ihrer Reise von der
Erde entfernt sein, der Flugverlauf ähnelt in etwa einer Acht um
Erde und
Mond. Den Weg, den das Raumschiff nehmen soll, hat die
Nasa auf die Minute genau berechnet. Allerdings: aktuelle Ereignisse können den Plan jederzeit ändern.NewsdeskJoachim KäppnerMit einem großen Schiff zum
Mond: Phantasien des römischen Schriftstellers LukianIn manchen Nächten scheint der
Mond zum Greifen nah zu sein – und das hat schon immer die Phantasie der Menschen angeregt. Die ersten Vorstellungen, wie es dort aussehen könnte, entwickelte der römische Schriftsteller Lukian von Samosata im zweiten Jahrhundert mit seinen „Wahren Geschichten“ („Verae Historiae“). Er stellte sich ein großes festes Schiff vor, das von einem gewaltigen Sturm in die Lüfte getragen würde und mit diesem Schwung den
Mond erreicht.Er lässt seine Helden auf dem
Mond seltsame, ausschließlich männliche Bewohner treffen, die auf großen Geiern reiten und sinnlose Kriege gegen die Sonne führen. Technisch sind die Mondmenschen selbst den stolzen Römern deutlich voraus: „Auf einem nicht allzu tiefen Brunnen liegt ein Spiegel von ungeheurer Größe. Wer in den Brunnen hinabsteigt, hört alles, was auf unserer
Erde gesprochen wird; und wer in den Spiegel schaut, sieht unsere Städte und Menschen, als ob sie vor ihm ständen.“ Das klingt schon fast wie eine Video-Überwachung.Allerdings: Lukian hatte zwar eine vergleichsweise realistische Ahnung von der Entfernung des Mondes zur
Erde. Ansonsten liest sich seine Geschichte aber vor allem als eine beißende Satire auf die Menschen und Herrscher seiner Gegenwart, ihre Eitelkeiten, ihre Fehler, ihre überflüssigen Konflikte.Diese Erinnerungsstücke von der
Erde reisen mit zum
Mond Neben den vier Astronauten sind auf der Artemis-2- Mission auch einige Erinnerungsstücke mit an Bord. Laut dem Leiter der Raumfahrtbehörde
Nasa, Jared Isaacman, spiegeln sie den langen Weg der amerikanischen Weltraumforschung wider und würdigen die Generationen von Pionieren, die diesen Moment möglich gemacht haben, berichtet CNN. Im Weltraum sind unter anderem mit dabei: ein 2,5 Zentimeter großes Quadrat aus Baumwoll-Stoff vom Wright Flyer, den die Gebrüder Wright bei ihrem ersten Motorflug im Jahr 1903 verwendet haben.die amerikanische Flagge, die bei der ersten Space-Shuttle-Mission im Jahr 1981 gehisst wurde.das Negativ eines Fotos, das von der Ranger-7-Mission im Jahr 1964 aufgenommen wurde, der ersten unbemannten US-Sonde, die Fotos der Mondoberfläche zur
Erde zurücksendete.Bodenproben von „Mondbäumen“: Samen, die an Bord von Artemis 1 mitflogen und in den zehn Zentren der
Nasa gepflanzt wurden. Der
Mond im Rap: „Whitey on the Moon“ und was das alles kostetUm die gute Stimmung zwischendrin mal kurz anzuschießen: Mondmissionen sind ja nicht nur unumstritten. Nicht jedem erschließt sich der Nutzen sofort. Aber jeder sieht, wie viel Geld sie kosten, wie viele Emissionen sie in die Welt blasen und so weiter. Zumindest historisch (also diesmal explizit: nicht) waren sie außerdem durchweg weiße, sehr männliche Projekte.Der beste Song zum Thema stammt, wie so oft, wenn es um Protest geht, von Gil Scott-Heron – Poet, Jazzsänger, Mitbegründer dessen, was man heute als Rap kennt. In „Whitey on the Moon“, einem sehr lässigen Pamphlet, begleitet nur von Congas, zählte er 1970 auf, worunter die schwarze Community leidet, während (und weil) Whitey zum
Mond fliegt: Die Steuern steigen, die Mieten eh, das Essen wird teurer und die Arztrechnungen unbezahlbar – und das alles, weil die Weltraumfantasien der Weißbrote finanziert werden wollen. In der zentralen Zeile berichtet der Protagonist von seiner Schwester, die von einer Ratte gebissen wurde:A rat done bit my sister Nell. (with Whitey on the Moon) Her face and arms began to swell. (and Whitey's on the Moon) I can't pay no doctor bill. (but Whitey's on the Moon) Ten years from now I'll be paying still. (while Whitey's on the Moon)Der Song bekam neue, sehr aktuelle Kraft, als sich in den vergangenen Jahren wiederholt sehr weiße, sehr männliche Milliardäre zum privaten Vergnügen ins All schießen ließen.
Victor Glover, Schwarzer Astronaut der aktuellen Mission, hat in einem Interview vor ein paar Jahren deshalb erzählt, er habe sich „Whitey on the Moon“ jeden Montag auf dem Weg zur Arbeit angehört. Als Erinnerung daran, wie wenig sich die Community einst gehört fühlte.Schlafen und Zähneputzen in der Orion Die gesamte Orion-Kabine verfügt über knapp zehn Kubikmeter Wohnraum. Das entspricht etwa der Größe von zwei Minivans – für vier Personen extrem eng. Zum Schlafen werden Schlafsäcke an den Wänden des Raumschiffs befestigt. Nach dem Aufwachen ist die erste Herausforderung die morgendliche Hygiene ohne Schwerkraft. Astronauten verwenden Shampoo ohne Ausspülen und wasserlose Seife. Beim Zähneputzen schlucken sie die Zahnpasta oder spucken sie in ein Handtuch, da es kein fließendes Wasser gibt. Zum Rasieren im Weltraum benutzen sie spezielle Rasierer, die Stoppeln auffangen, wie CNN berichtet.Auf der
Erde zieht die Schwerkraft Flüssigkeiten über Nacht nach unten. Im Weltraum verteilt sich die Flüssigkeit während des Schlafs in Richtung Kopf und Brust, sodass die Astronauten oft mit verstopften Nebenhöhlen, einem geschwollenen Gesicht und leicht beeinträchtigten Sehvermögen aufwachen. Was es auf der Artemis-2-Mission zu essen gibtGuten Morgen an den heimischen Frühstückstisch. Kurzer Test: Hätten Sie dasselbe auf dem (fliegenden) Teller, wenn Sie gerade auf Artemis-2-Mission wären?
Christina Koch,
Victor Glover und
Reid Wiseman und
Jeremy Hansen können bei den Getränken wählen zwischen Kaffee, grünem Tee, einem "Breakfast Drink" wahlweise mit Schokoladen-, Erdbeer- oder Vanillegeschmack. Selbst Cider gibt es, wenngleich hoffentlich nicht zum Frühstück.Zu essen gibt es Brot, Frühstückswurst, Salat mit Mango oder tropischen Früchten, Kekse, Kuche und verschiedene Nüsse, ferner Butternut-Kürbis, Brokkoli-Gratin, Quiche oder geräucherte Rinderbrust und Süßes wie Pudding oder kandierte Mandeln. Insgesamt 189 Essensartikel hat die Raumkapsel an Bord, in fünf verschiedenen Schärfegraden, mit verschiedenen Geschmäckern - fünf davon aus Kanada, wie das Bordmenü der
Nasa verrät.Kaputte Toilette: „Ich bin eine stolze Weltall-Klempnerin“Bei ihrer Reise kämpft die Crew mit widrigen Bedingungen. Erst funktionierte die Toilette nicht, Astronautin
Christina Koch musste Hand anlegen. „Ich bin eine stolze Weltall-Klempnerin", sagte sie in einer Schalte. Derweil kämpft ihr WG-Kumpane
Victor Glover mit den Temperaturen im All. „Es ist ziemlich kalt.“ Immerhin scheint jeder seine eigene Schlafposition gefunden zu haben. Koch schlafe kopfüber wie eine Fledermaus. „Sehr bequem“, beteuert sie. Commander
Reid Wiseman macht es sich unter den Bildschirmen gemütlich.Derweil zeigt sich der kanadische Astronaut und All-Erstling
Jeremy Hansen einfach nur happy: „Ich wünschte, ich wär schon längst hier gewesen.“ Er fühle sich „wie ein kleines Kind“. Pilot
Victor Glover nutzt die Schalte für eine dezidiert politische Botschaft. „Nicht trotz, sondern aufgrund der Verschiedenheiten der Crew erreichen wir zusammen etwas Großes.“ Auch die Erleichterung ist groß: Die fliegende Weltall-Gruppentoilette funktioniert wieder.Mehr ladenTickarooLive Blog Software