Bei der Rückkehr von Aufstiegstrainer
Ole Werner verliert Werder gegen dessen neuen Klub Leipzig 1:2. Die Bremer hängen in der Tabelle weiter unten fest. Und ihr Verteidiger
Amos Pieper erlebt eine traurige Rückkehr.Nach der erstmaligen Rückkehr von
Ole Werner ins
Weserstadion bleiben seine Leipziger auf Champions-League-Kurs. Der frühere Aufstiegstrainer von
Werder Bremen bejubelte ein letztendlich ungefährdetes 2:1 (1:0) von RB bei den abstiegsbedrohten Norddeutschen.Dadurch behaupteten sich die Sachsen in der Fußball-Bundesliga vor Verfolger
TSG Hoffenheim. Vor 40.000 Zuschauern im
Weserstadion erzielten
Antonio Nusa (15. Minute) und
Romulo (52.) die Treffer. Der 20 Jahre alte
Salim Musah (90.+4) erzielte nur noch den Anschlusstreffer.Die Bremer, die schon seit 2019 auf einen Sieg gegen Leipzig warten, verpassten im Abstiegskampf einen überraschenden Erfolg gegen ihren Angstgegner – und müssen weiter zittern. Bei einem Abstand in der Tabelle von vier Punkten auf den Relegationsrang, der aber noch schrumpfen kann. Am Sonntag spielt der
FC St. Pauli bei
Union Berlin.dpaBesonders bitter wurde es zu Beginn der zweiten Hälfte, als Bremen-Verteidiger
Amos Pieper bei seiner Rückkehr auf den Platz unglücklich nach einem Kopfballduell auf dem Boden aufprallte und ausgewechselt werden musste.Doch über der Partie schwebte die Rückkehr des ehemaligen Aufstiegstrainers: Werner verbesserte die Bremer in knapp dreieinhalb Jahren von einem Zweitligaklub zum Europapokalanwärter, ehe es den 37-Jährigen im Sommer nach Sachsen zog. „Natürlich ist es etwas Besonderes, wenn du zum ersten Mal wieder an alter Wirkungsstätte spielst“, sagte der RB-Coach vor der Partie.Zunächst sah Werner, wie sein Team dem Gegner den Ball überließ und auf Konter lauerte. Romano Schmid scheiterte mit einem zu zentralen Schuss an RB-Keeper Maarten Vandevoordt. Direkt im Gegenzug gingen die Sachsen allerdings mit ihrer ersten gefährlichen Aktion in Führung. Nusa zog flach von der Strafraumkante ab, sein Schuss krachte unten links ins Tor. Werders mutige Spielweise öffnete immer wieder große Räume für die Gäste.Defensiv war die Situation ohnehin angespannt. Die Bremer musste ohne ihre Leistungsträger Jens Stage im Mittelfeld und Innenverteidiger Karim Coulibaly auskommen. Beide hatten sich im Training Blessuren zugezogen.
Amos Pieper feierte nach Knie-Operation notgedrungen sein Comeback. Zuletzt stand er im Januar bei einem Spiel auf dem Rasen.RB-Juwel Yan Diomande kehrte nach seiner überstandenen Schulterverletzung wieder zurück und stand in der Startelf. Gleich sechs Österreicher begannen insgesamt auf dem Platz. Das hatte es laut dem Datenanbieter Opta nie zuvor in der Liga-Historie gegeben.Ein Österreicher fiel besonders auf in der ersten Halbzeit. Erst scheiterte der auffällige österreichische Nationalspieler Schmid am starken Vandevoordt, dann verpasste Justin Njinmah kurz vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich. Nach dem Schock durch die Pieper-Verletzung folgte der nächste Dämpfer für die Bremer, als
Romulo vom Chaos im Strafraum profitierte und unbedrängt die Führung ausbaute. Das Spiel flachte danach merklich ab. Und auch die eingewechselten Bremer um den teuren Sommer-Zugang Samuel Mbangula sorgten kaum für Gefahr.Erst in der Nachspielzeit verpasste der eingewechselte
Salim Musah zunächst den Anschluss - und machte es dann kurz darauf besser und verkürzte mit seinem ersten Ligator im dritten Spiel. Alle Infos zum Spiel