Blutiges Ende einer Feier: In
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Leverkusen-Opladen ist die Feier einer Großfamilie eskaliert und hat einen Großeinsatz der
Polizei ausgelöst. Dabei wurden auch Polizeibeamte angegriffen und verletzt. Videos zeigen, wie ein blutverschmierter Mann mit nacktem Oberkörper mitten in der Nacht vor einem Club in
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Leverkusen-Opladen von Polizisten abgeführt wird. Ein anderer Mann mit blutigem Anzug steht mit gefesselten Armen auf dem Rücken - umringt von Beamten auf einem Gehweg. Etliche Polizeifahrzeuge mit Blaulicht und ein Krankenwagen stehen in der Straße, Flatterband sperrt den Einsatzbereich ab. Es ist das Ende einer Familienfeier. Etwa 50 Personen hatten seit dem Abend lautstark in einem Lokal gefeiert. Die
Polizei war mehrfach wegen hoher Lautstärke zu der Bar gerufen worden. Als Beamte gegen 23 Uhr die Feier auf der
Uhlandstraße beenden wollten, wurden sie von Partygästen der dort feiernden Großfamilie attackiert. Auch in der Bar gingen Gäste aufeinander los, nachdem die am Angriff auf Polizisten beteiligten Personen die Eingangstür von innen verriegelt hatten. Polizeibeamte wurden mit Faustschlägen angegriffen. Bei dem Tumult warfen Gäste der Feier auch mit einem Stuhl auf eine Polizeibeamtin, wie ein Polizeisprecher dem
WDR sagte. Insgesamt wurden drei Polizisten leicht verletzt. Zwei mussten zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Nach
WDR-Informationen sind ein Großteil der an der Schlägerei beteiligten Personen Mitglieder der
Goman-Familie. Der Name der Familie tauchte in der Vergangenheit immer wieder im Zusammenhang mit Betrugsfällen auf. In
Leverkusen ist die Familie offenbar bekannt für Diebstähle in Geschäften. 2019 wurde das ranghohe Familienmitglied Michael Goman - bekannt als "Don Mikkel" - zu acht Jahren Haft verurteilt. Es ging um 21 Betrugsfälle, unter anderem hat er sich für Dienstleistungen bezahlen lassen, die er gar nicht erbracht hat. Auch seinen Sohn soll er in die Geschäfte mit eingebunden haben. In der Vergangenheit gab es häufiger Razzien in den Gebäuden der Familie. Obwohl Mitglieder Sozialleistungen bezogen, standen vor der Villa mehrere teure Luxus-Autos. Die wurden bei einer Razzia 2018 beschlagnahmt. Aktuell fällt die Familie laut MDR-Recherchen vor allem wegen verschiedener Betrugsfälle im Osten von
Deutschland auf, in denen sie sich für Arbeiten bezahlen lassen, die sie gar nicht durchführen. Dort wirbt sie zum Beispiel für Haus- und Gartenarbeiten. Außerdem betreiben Familienmitglieder Goldankaufgeschäfte an ständig wechselnden Standorten.
Polizei mit rund 40 Einsatzwagen vor Ort: Eine vorläufige Festnahme Die Beamten riefen in der Nacht von Sonntag auf Montag Verstärkung, um mit den dutzenden Partygästen fertig zu werden und die Lage zu beruhigen. Die
Polizei war am Ende mit 40 Einsatzwagen und bis zu 150 Polizistinnen und Polizisten vor Ort. Von rund 40 Menschen wurden die Personalien erfasst. Die Einsatzkräfte nahmen einen 25-jährigen Mann vorläufig fest. Er soll mit einem Stuhl geschlagen haben. Auch zwei Frauen und eine weiterer Mann mussten zur Blutprobenentnahme und erkennungsdienstlichen Behandlung mit zur Wache. Der Einsatz war erst um 6.25 Uhr beendet. Wie es mit mit der festgenommenen Person weitergehe, müsse der Haftrichter entscheiden. Die polizeilichen Maßnahmen seien nun abgeschlossen und die Arbeit der Ermittler beginne, so ein Sprecher der
Polizei Köln.