Selenskyj schlägt Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen vorDie
Ukraine hat Russland eine Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen angeboten. „Wenn Russland bereit ist, die Angriffe auf unsere Energieanlagen einzustellen, sind wir bereit, spiegelbildlich zu antworten“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. Dieser Vorschlag sei bereits über die US-amerikanischen Vermittler an Moskau übermittelt worden. Zuvor hatte Selenskyj demnach neue Angriffe auf Objekte im russischen Hinterland mit dem Oberkommando besprochen.Die
Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Russland greift dabei seit Jahren regelmäßig ukrainische Kraftwerke und Umspannwerke mit Raketen und Kampfdrohnen an, um die Stromversorgung zu stören. Das ukrainische Militär attackierte im Gegenzug vor allem mit Drohnen immer erfolgreicher russische Raffinerien und Hafenanlagen. Die russischen Exportkapazitäten für Erdöl wurden dadurch Medienberichten nach bereits empfindlich geschädigt.Oliver KühnAngeblicher Sprengstoff an Pipeline: Russland beschuldigt UkraineRussland heizt nach dem Fund von Sprengstoff an einer Gaspipeline in Serbien Spekulationen über einen angeblichen Anschlag der
Ukraine an. Zwar gebe es noch keine endgültigen Beweise, es sei jedoch höchstwahrscheinlich, dass eine Verwicklung Kiews nachgewiesen werde, sagte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow am Montag. Serbien hatte am Sonntag den Sprengstoff der Turkstream-Pipeline gemeldet, durch die russisches Gas unter anderem nach Ungarn transportiert wird. Der Fund könnte den Wahlkampf in Ungarn beeinflussen, wo Ministerpräsident
Viktor Orbán um seine Wiederwahl bangen muss. Orbán, der im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern gute Beziehungen zu Russland pflegt, sprach am Sonntag von einem Sabotageakt, für den er indirekt die
Ukraine verantwortlich machte.Die Situation sei potentiell sehr gefährlich, da es sich um eine lebenswichtige Energieleitung handele, warnte am Montag Peskow. Er warf der ukrainischen Regierung vor, bereits in der Vergangenheit in Sabotageakte gegen kritische Energieinfrastruktur verwickelt gewesen zu sein.Weshalb es Zweifel an der offiziellen Darstellung gibt und Kritiker eine Täuschungsaktion des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić zu Gunsten von Orbán vermuten, hat unser Korrespondent Michael Martens aufgeschrieben:Uli PutzMindestens drei Tote bei russischen Angriffen auf OdessaBei einem russischen Luftangriff auf die Hafenstadt
Odessa im Süden der
Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden, darunter ein Kind. „Infolge des nächtlichen feindlichen Angriffs sind tragischerweise drei Todesopfer zu beklagen, darunter ein Kind“, erklärte der Chef von Odessas Militärverwaltung, Serhij Lysak, am Montag im Onlinedienst Telegram. Zwei Menschen seien mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Der Angriff erfolgte, nachdem der Gouverneur der russischen Region Krasnodar mitgeteilt hatte, dass bei einer Reihe von Drohnenangriffen in der Region am frühen Sonntagmorgen acht Menschen verletzt worden seien, darunter zwei Kinder. Die „massiven Drohnenangriffe“ hätten Schäden an Mehrfamilienhäusern und Wohnhäusern verursacht, erklärte Krasnodars Gouverneur Wenjamin Kondratjew bei TelegramUli PutzRussland meldet Abschuss von 148 DrohnenDas russische Militär hat nach eigenen Angaben innerhalb von drei Stunden 148 ukrainische Drohnen abgefangen. Wegen der Luftangriffe seien fast eine halbe Million Haushalte ohne Strom gewesen, teilten die Behörden mit. In der Grenzregion Belgorod sei ein Zivilschutzhelfer durch eine Drohne getötet worden. In der Hafenstadt Noworossijsk am Schwarzen Meer hätten Trümmerteile ein Hochhaus getroffen. Auch in den von Russland besetzten Gebieten in den Regionen Donezk und Saporischschja sei es nach ukrainischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zu massiven Stromausfällen gekommen.Uli PutzÖlverladung im russischen Ostseehafen Ust-Luga läuft wiederDer wichtige russische Ostseehafen Ust-Luga nimmt einem Medienbericht zufolge nach tagelangen Unterbrechungen durch ukrainische Drohnenangriffe die Rohölverladung wieder auf. Das Schiff „The Jewel“ habe mit der Verladung begonnen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Schifffahrtsdaten. Eine Stellungnahme des russischen Pipeline-Betreibers Transneft liegt zunächst nicht vor. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters sind mindestens 40 Prozent der russischen Ölexportkapazitäten durch Drohnenangriffe und andere Zwischenfälle gestört.Irem YildirimSelenskyj trifft syrischen Übergangspräsidenten al-Scharaa Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Sonntag in Damaskus mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa zusammengetroffen. Sie hätten „die Umstände von Russlands Krieg gegen die
Ukraine erörtert“, schrieb Selenskyj im Onlinedienst X. Es bestünde „großes Interesse an einem Austausch militärischer und sicherheitspolitischer Erfahrungen“.Zudem sei es um die „Rolle der
Ukraine als zuverlässiger Lieferant von Nahrungsmitteln“ gegangen, schrieb Selenskyj weiter. Es sei über Möglichkeiten gesprochen worden, „die Ernährungssicherheit in der gesamten Region zu stärken“. Vanessa AngermannKanzleichef: Kiew erwartet Besuch von US-Delegation nach OsternIm Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs rechnet die
Ukraine noch im April mit dem Besuch einer US-Delegation in der Hauptstadt Kiew. Das sagte der Kanzleichef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Delegation könnte bereits kurz nach dem orthodoxen Osterfest eintreffen, das am 12. April begangen wird, sagte Kyrylo Budanow demnach. Die Delegation soll laut Budanow vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, geleitet werden. Die beiden waren bereits mehrfach in Russland zu Gast, es wäre aber ihr erster offizieller Besuch in der
Ukraine. Auch der republikanische US-Senator Lindsey Graham könnte laut dem Bericht mit von der Partie sein. Die US-Seite bestätigte den Besuch laut Bloomberg zunächst nicht.Hannah SturmSelenskyj und Erdoğan sprachen über den Nahen Osten Bei einem Besuch in der Türkei hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit seinem Kollegen Recep Tayyip Erdoğan unter anderem die Situation im Nahen Osten besprochen. „Wir haben neue Schritte bei der Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich vereinbart“, teilte Selenskyj anschließend auf sozialen Netzwerken mit. Ohne konkretere Angaben schrieb der Staatschef von einer ukrainischen Unterstützung mit „Expertise, Technologie, Erfahrung“. Zuvor hatte Kiew den Staaten am Persischen Golf und im Nahen Osten Hilfe bei der Abwehr iranischer Kampfdrohnen angeboten. Russland setzt bei seinem seit 2022 andauernden Krieg gegen die
Ukraine massiv Drohnen iranischer Bauart ein. Deshalb verfügt das ukrainische Militär über jahrelange Erfahrung bei der Abwehr dieses Drohnentyps.Gesondert erwähnte Selenskyj „praktische Schritte“ bei der Umsetzung von Projekten beim Ausbau der Gasinfrastruktur. Ebenso werde die gemeinsame Erschließung von Erdgaslagerstätten in Betracht gezogen. Ankara deckt bisher einen großen Teil seines Gasbedarfs über Importe per Pipeline aus Russland. Magdalena TröndleSelenskyj für Gespräche mit Erdoğan in Istanbul Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist für Gespräche mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Istanbul eingetroffen. Bei dem Treffen, das für den Nachmittag geplant war, werde es auch um die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden in der
Ukraine gehen, teilte Erdoğans Büro mit. Selenskyj gab seinen Aufenthalt nach seiner Anreise auf der Plattform X bekannt und postete ein Video von seiner Ankunft am Flughafen. „Wir arbeiten daran, unsere Partnerschaft zu stärken, um echten Schutz des Lebens der Menschen zu gewährleisten, Stabilität zu fördern und Sicherheit in Europa sowie im Nahen Osten zu garantieren“, schrieb er dazu. Vor dem Hintergrund des Irankriegs war er vor rund einer Woche in mehreren Ländern in der Region und verkündete Vereinbarungen. Die
Ukraine bietet den Staaten im Nahen Osten und den Golfmonarchien seit Beginn des Kriegs Hilfe bei der Abwehr iranischer Drohnen an. Sie verweist auf ihre Erfahrung bei der Abwehr von Drohnen und ballistischen Raketen in dem seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg. Die Türkei war bereits mehrfach Austragungsort von direkten Verhandlungen zwischen russischen und ukrainischen Delegationen im Ringen um ein Ende des
Ukraine-Kriegs. Magdalena TröndleMindestens fünf Tote bei Drohnenangriff in Südostukraine Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens fünf Menschen bei einem russischen Angriff mit mehreren Drohnen getötet worden. Gouverneur Olexander Hanscha zufolge wurden 19 Menschen bei der Attacke auf die Stadt Nikopol verletzt, darunter ein 14 Jahre altes Mädchen. Ums Leben kamen demnach drei Frauen und zwei Männer. Vanessa AngermannGouverneur: Opfer bei ukrainischen Angriffen in SüdrusslandBei einem ukrainischen Drohnen- und Raketenangriff im Süden Russlands sind nach Angaben der Behörden mindestens ein Mensch getötet und vier weitere Personen verletzt worden. Infolge eines Drohnenangriffs sei auch ein Feuer auf einem unter ausländischer Flagge fahrenden Handelsschiff im Asowschen Meer ausgebrochen, teilen die Behörden mit. Einzelheiten werden zunächst nicht bekannt.Mehr ladenTickarooLive Blog Software