Mindestens sechs Menschen in der
Ukraine getötetBei einem russischen Drohnenangriff auf einen Bus in der ostukrainischen Stadt
Nikopol sind Behörden zufolge mindestens drei Menschen getötet worden. Zwölf weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Chef der örtlichen Militärverwaltung,
Oleksandr Ganscha, in Online-Netzwerken mit. Der „Feind“ habe den Bus mitten im Zentrum der Stadt im Gebiet
Dnipropetrowsk getroffen, fügte Ganscha an. „Der Bus fuhr gerade in die Station ein – es waren Menschen im Bus und an der Haltestelle“, so Ganscha weiter. Auch aus der südukrainischen Stadt Cherson wurden am Dienstag drei Tote gemeldet. Drei ältere Einwohner im Alter von 60, 71 und 72 seien bei einem morgendlichen russischen Angriff in einem Wohngebiet getötet worden, teilte der Chef der Regionalverwaltung,
Oleksandr Prokudin, im Onlinedienst Telegram mit. Sieben weitere Menschen wurden demnach bei dem Bombardement verletzt. Moskau meldete seinerseits am Dienstagmorgen einen Drohnenangriff auf die russische Region Wladimir mit drei Toten. Bei dem Angriff auf die nordöstlich von Moskau gelegene Region seien zwei Erwachsene und deren Sohn getötet worden - die fünfjährige Tochter wurde örtlichen Angaben zufolge verletzt und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Antea ObinjaTote und Verletzte durch russischen Beschuss in ChersonIn der südukrainischen Großstadt Cherson sind mindestens vier Menschen durch russischen Artilleriebeschuss getötet worden. Fünf weitere seien durch russische Gleitbomben verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung von Cherson,
Jaroslaw Schanko, bei Telegram mit. Es habe Schäden an Busoberleitungen gegeben. Er warnte zugleich vor dem Abwurf von Sprengsätzen.Vanessa AngermannTote und Verletzte durch Sprengkörper und russischen BeschussIm nordostukrainischen Gebiet
Sumy sind mindestens zwei Zivilisten durch explosive Gegenstände getötet worden. Einer Mitteilung des Militärgouverneurs
Oleh Hryhorow bei Telegram zufolge wurden ein Mann und eine Frau in der Gemeinde
Swessa beim Löschen von brennendem Gras durch die Explosion eines Sprengkörpers tödlich verletzt. Ebenso in
Swessa seien zwei weitere Männer bei der Fahrt mit einem Traktor auf einen explodierenden Sprengkörper geraten. Beide mussten demnach mit Splitterverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Hryhorow warnte vor Sprengkörpern, die von russischen Drohnen abgeworfen werden. Die Gemeinde
Swessa liegt nur etwa zehn Kilometer von der russischen Grenze entfernt.Robert DikomeitSelenskyj schlägt Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen vorDie
Ukraine hat Russland eine Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen angeboten. „Wenn Russland bereit ist, die Angriffe auf unsere Energieanlagen einzustellen, sind wir bereit, spiegelbildlich zu antworten“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. Dieser Vorschlag sei bereits über die US-amerikanischen Vermittler an Moskau übermittelt worden. Zuvor hatte Selenskyj demnach neue Angriffe auf Objekte im russischen Hinterland mit dem Oberkommando besprochen.Die
Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Russland greift dabei seit Jahren regelmäßig ukrainische Kraftwerke und Umspannwerke mit Raketen und Kampfdrohnen an, um die Stromversorgung zu stören. Das ukrainische Militär attackierte im Gegenzug vor allem mit Drohnen immer erfolgreicher russische Raffinerien und Hafenanlagen. Die russischen Exportkapazitäten für Erdöl wurden dadurch Medienberichten nach bereits empfindlich geschädigt.Oliver KühnAngeblicher Sprengstoff an Pipeline: Russland beschuldigt UkraineRussland heizt nach dem Fund von Sprengstoff an einer Gaspipeline in Serbien Spekulationen über einen angeblichen Anschlag der
Ukraine an. Zwar gebe es noch keine endgültigen Beweise, es sei jedoch höchstwahrscheinlich, dass eine Verwicklung Kiews nachgewiesen werde, sagte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow am Montag. Serbien hatte am Sonntag den Sprengstoff der Turkstream-Pipeline gemeldet, durch die russisches Gas unter anderem nach Ungarn transportiert wird. Der Fund könnte den Wahlkampf in Ungarn beeinflussen, wo Ministerpräsident Viktor Orbán um seine Wiederwahl bangen muss. Orbán, der im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern gute Beziehungen zu Russland pflegt, sprach am Sonntag von einem Sabotageakt, für den er indirekt die
Ukraine verantwortlich machte.Die Situation sei potentiell sehr gefährlich, da es sich um eine lebenswichtige Energieleitung handele, warnte am Montag Peskow. Er warf der ukrainischen Regierung vor, bereits in der Vergangenheit in Sabotageakte gegen kritische Energieinfrastruktur verwickelt gewesen zu sein.Weshalb es Zweifel an der offiziellen Darstellung gibt und Kritiker eine Täuschungsaktion des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić zu Gunsten von Orbán vermuten, hat unser Korrespondent Michael Martens aufgeschrieben:Uli PutzMindestens drei Tote bei russischen Angriffen auf OdessaBei einem russischen Luftangriff auf die Hafenstadt Odessa im Süden der
Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden, darunter ein Kind. „Infolge des nächtlichen feindlichen Angriffs sind tragischerweise drei Todesopfer zu beklagen, darunter ein Kind“, erklärte der Chef von Odessas Militärverwaltung, Serhij Lysak, am Montag im Onlinedienst Telegram. Zwei Menschen seien mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Der Angriff erfolgte, nachdem der Gouverneur der russischen Region Krasnodar mitgeteilt hatte, dass bei einer Reihe von Drohnenangriffen in der Region am frühen Sonntagmorgen acht Menschen verletzt worden seien, darunter zwei Kinder. Die „massiven Drohnenangriffe“ hätten Schäden an Mehrfamilienhäusern und Wohnhäusern verursacht, erklärte Krasnodars Gouverneur Wenjamin Kondratjew bei TelegramUli PutzRussland meldet Abschuss von 148 DrohnenDas russische Militär hat nach eigenen Angaben innerhalb von drei Stunden 148 ukrainische Drohnen abgefangen. Wegen der Luftangriffe seien fast eine halbe Million Haushalte ohne Strom gewesen, teilten die Behörden mit. In der Grenzregion Belgorod sei ein Zivilschutzhelfer durch eine Drohne getötet worden. In der Hafenstadt Noworossijsk am Schwarzen Meer hätten Trümmerteile ein Hochhaus getroffen. Auch in den von Russland besetzten Gebieten in den Regionen Donezk und Saporischschja sei es nach ukrainischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zu massiven Stromausfällen gekommen.Uli PutzÖlverladung im russischen Ostseehafen Ust-Luga läuft wiederDer wichtige russische Ostseehafen Ust-Luga nimmt einem Medienbericht zufolge nach tagelangen Unterbrechungen durch ukrainische Drohnenangriffe die Rohölverladung wieder auf. Das Schiff „The Jewel“ habe mit der Verladung begonnen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Schifffahrtsdaten. Eine Stellungnahme des russischen Pipeline-Betreibers Transneft liegt zunächst nicht vor. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters sind mindestens 40 Prozent der russischen Ölexportkapazitäten durch Drohnenangriffe und andere Zwischenfälle gestört.Irem YildirimSelenskyj trifft syrischen Übergangspräsidenten al-Scharaa Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Sonntag in Damaskus mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa zusammengetroffen. Sie hätten „die Umstände von Russlands Krieg gegen die
Ukraine erörtert“, schrieb Selenskyj im Onlinedienst X. Es bestünde „großes Interesse an einem Austausch militärischer und sicherheitspolitischer Erfahrungen“.Zudem sei es um die „Rolle der
Ukraine als zuverlässiger Lieferant von Nahrungsmitteln“ gegangen, schrieb Selenskyj weiter. Es sei über Möglichkeiten gesprochen worden, „die Ernährungssicherheit in der gesamten Region zu stärken“. Vanessa AngermannKanzleichef: Kiew erwartet Besuch von US-Delegation nach OsternIm Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs rechnet die
Ukraine noch im April mit dem Besuch einer US-Delegation in der Hauptstadt Kiew. Das sagte der Kanzleichef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Delegation könnte bereits kurz nach dem orthodoxen Osterfest eintreffen, das am 12. April begangen wird, sagte Kyrylo Budanow demnach. Die Delegation soll laut Budanow vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, geleitet werden. Die beiden waren bereits mehrfach in Russland zu Gast, es wäre aber ihr erster offizieller Besuch in der
Ukraine. Auch der republikanische US-Senator Lindsey Graham könnte laut dem Bericht mit von der Partie sein. Die US-Seite bestätigte den Besuch laut Bloomberg zunächst nicht.Mehr ladenTickarooLive Blog Software