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TUE · 2026-04-07 · 17:46 GMTBRIEF NSR-2026-0407-56947
News/Neue Zahlen zum Fleischkonsum: Verbraucher verzehren so viel…
NSR-2026-0407-56947News Report·DE·Economic Impact

Neue Zahlen zum Fleischkonsum: Verbraucher verzehren so viel Geflügelfleisch wie noch nie

Der Fleischkonsum in Deutschland ist 2023 erstmals seit drei Jahren wieder gestiegen, auf durchschnittlich 54,9 Kilogramm pro Kopf. Haupttreiber war ein Allzeithoch beim Geflügelfleischkonsum, der auf fast 15 Kilogramm pro Person anstieg.

Anne KokenbrinkFAZFiled 2026-04-07 · 17:46 GMTLean · Center-RightRead · 2 min
Neue Zahlen zum Fleischkonsum: Verbraucher verzehren so viel Geflügelfleisch wie noch nie
FAZFIG 01
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Der Fleischkonsum in Deutschland ist 2023 erstmals seit drei Jahren wieder gestiegen, auf durchschnittlich 54,9 Kilogramm pro Kopf. Haupttreiber war ein Allzeithoch beim Geflügelfleischkonsum, der auf fast 15 Kilogramm pro Person anstieg. Der Konsum von Schweine- und Rindfleisch stieg ebenfalls leicht. Als Gründe für den Anstieg des Geflügelkonsums werden geringere Preissteigerungen im Vergleich zu anderen Fleischsorten, die Eignung für schnelle Gerichte und das Image als leichtes, gesundes Fleisch genannt. Schweinefleisch bleibt mit 28,3 Kilogramm pro Person die beliebteste Fleischsorte. Die Fleischproduktion in Deutschland ging 2023 leicht zurück, hauptsächlich aufgrund eines Rückgangs der Rinderschlachtungen und der Vogelgrippe.

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Key claims

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Germany's self-sufficiency rate for pork is currently 139 percent.

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Poultry consumption reached an all-time high of nearly 15 kilograms per person.

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Germans consumed an average of 54.9 kilograms of meat in the past year.

statisticBundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
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Meat consumption in Germany has risen for the first time in three years.

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The lower price increase of poultry compared to other meats contributed to higher sales in 2025.

quoteJosef Goos von der BLE
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Full report

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Erstmals seit drei Jahren ist der Fleischkonsum in Deutschland wieder gestiegen. Besonders Geflügelfleisch wird beliebter. Kritikern dürfte das nicht schmecken.Erstmals seit drei Jahren landet wieder mehr Fleisch auf den Tellern deutscher Verbraucher. 54,9 Kilogramm Fleisch aß ein Bundesbürger im Durchschnitt im vergangenen Jahr, wie aus Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hervorgeht. Das waren 1,4 Kilogramm mehr als im Jahr zuvor. Haupttreiber ist ein Allzeithoch des Konsums von Geflügelfleisch, also von Hähnchen und Pute. Mit knapp 15 Kilogramm je Person lag der Wert fast ein Kilogramm über dem Vorjahr. Der Konsum von Schweinefleisch stieg je Person und Jahr minimal um rund 100 Gramm, von Rindfleisch um 200 Gramm.Von einer echten Trendumkehr kann kaum die Rede sein. Vom Verzehrniveau früherer Jahre, etwa 2011 mit durchschnittlich 63,8 Kilogramm, ist der jetzige Wert weit entfernt. Seit Jahren stagniert der Fleischkonsum, mit leichten Ausschlägen nach oben und unten. Im EU-Vergleich liegt Deutschland im Fleischkonsum traditionell im oberen Mittelfeld.Der Mehrkonsum von Geflügel sticht in der Statistik besonders hervor. Dafür gibt es mehrere Gründe, auf die Josef Goos von der BLE verweist. „Neben der zunehmenden Beliebtheit von Geflügelfleisch dürfte der geringere Verbraucherpreisanstieg im Vergleich mit den anderen Fleischsorten 2025 zum höheren Absatz beigetragen haben“, sagt er. Besonders beim Fleisch zeigt sich häufig ein enger Zusammenhang von Preis und Nachfrage. Geflügel passt für viele Verbraucher offensichtlich auch zu schnellen Alltagsgerichten und wird als leichtes und gesundes Fleisch empfunden. Auch Trends zu proteinbetonter Ernährung und mehr Verzehr außer Haus könnten den Zuwachs begünstigen.Schweinefleisch bleibt vorneTrotz der Mehrnachfrage nach Geflügel verzehren die Deutschen nach wie vor am liebsten Schweinefleisch. Mit durchschnittlich 28,3 Kilogramm je Person machte diese Fleischsorte knapp 52 Prozent des gesamten Fleischverzehrs je Kopf aus. Rindfleisch macht mit 9,7 Kilogramm den kleinsten Teil aus. Während der Fleischkonsum leicht zunahm, ging die Produktion zuletzt minimal zurück. 7,3 Millionen Tonnen Fleisch wurden 2025 in Deutschland produziert, 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Ausschlaggebend dafür waren vor allem der Rückgang von Rinderschlachtungen und die Vogelgrippe, die die Geflügelfleischproduktion beeinträchtigte. Schweinefleisch verzeichnete einen Produktionszuwachs von 1,1 Prozent. Die Schweinehalter hatten ihre Bestände im Unterschied zu früheren Jahren nicht weiter verringert. Außerdem habe das Schlachtgewicht der Tiere sich erhöht, heißt es von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.Der Selbstversorgungsgrad für Schweinefleisch liegt derzeit bei 139 Prozent. Deutschland produziert also rechnerisch 39 Prozent mehr Schweinefleisch, als im Inland verbraucht wird. Beliebte Teilstücke wie Filet oder Schinken deckt die heimische Produktion nach Branchenschätzungen jedoch nur zu rund 80 Prozent ab, der Rest stammt aus dem Ausland. Kritikern dürften die neuen Zahlen zum Fleischkonsum nicht schmecken. Sie plädieren seit Jahren für weniger Fleisch und mehr pflanzliche Kost. Die Bundesregierung zielt mit ihrer Ernährungsstrategie darauf ab, den Fleischkonsum zu senken und Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte in der Ernährung stärker zu fördern. Auch in anderen Ländern wächst der politische Druck, den Fleischkonsum zu senken. In Frankreich essen Verbraucher im Durchschnitt 79 Kilogramm Fleisch im Jahr, gegenüber 54 Kilogramm hierzulande. Die Regierung von Präsident Emmanuel Macron hatte die Bürger im Februar aufgerufen, weniger Fleisch zu verzehren.
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