Trump: Ausgang der
Iran-Verhandlungen in
Pakistan macht „keinen Unterschied“ +++ Netanjahu: Wir haben Irans Atom- und Raketenprogramm zerstört +++
Iran droht mit Angriff auf US-Kriegsschiff +++ alle Entwicklungen im LiveblogSabrina FrangosIran: Einigung mit USA in einigen Punkten – Zwei wichtige Fragen offenIran und die USA haben sich dem Außenministerium in Teheran zufolge bei ihren Gesprächen in
Islamabad in einigen Punkten verständigt. In zwei wichtigen Fragen habe es aber unterschiedliche Ansichten gegeben, weshalb es nicht zu einer Einigung gekommen sei, sagt ein Sprecher des Ministeriums iranischen Medien zufolge. Die Gespräche hätten in einer Atmosphäre des Misstrauens stattgefunden. Es sei daher nicht zu erwarten gewesen, dass beide Seiten in nur einer Gesprächsrunde zu einer Einigung hätten kommen können. Die Kontakte und Beratungen zwischen
Iran und
Pakistan sowie „unseren anderen Freunden“ würden fortgesetzt.Sabrina FrangosPakistan ruft USA und
Iran zur Einhaltung der Waffenruhe aufPakistan ruft die USA und
Iran auf, die vereinbarte Waffenruhe einzuhalten. Dies sei unbedingt notwendig, erklärt Außenminister
Ishaq Dar, nachdem die Verhandlungen in
Islamabad ohne Einigung beendet wurden. Zugleich dankt er den USA und dem
Iran für ihre Anerkennung der Bemühungen Pakistans um eine Beendigung des Krieges.Sabrina FrangosInsider:
Iran ohne Zeitdruck – Hormus-Lage unverändertNach den jüngsten ergebnislosen Verhandlungen hat es der
Iran einem Insider zufolge mit weiteren Gesprächen nicht eilig. Solange die USA keinem vernünftigen Abkommen zustimmten, werde sich an der Lage in der Straße von Hormus nichts ändern, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person. Das iranische Außenministerium begründet das vorläufige Scheitern der Verhandlungen Medienberichten zufolge mit einer Atmosphäre des Misstrauens. Man habe sich zwar in mehreren Punkten verständigt, bei zwei wichtigen Themen seien die Ansichten jedoch auseinandergegangen, erklärt das Ministerium. Daher habe man ohnehin nicht erwartet, bereits in der ersten Sitzung eine Einigung zu erzielen. Die Konsultationen zwischen
Iran,
Pakistan und „unseren anderen Freunden“ in der Region werden dem Ministerium zufolge unterdessen fortgesetzt.Sabrina FrangosIran fordert bei Verhandlungen Abkehr von MaximalforderungenDer Erfolg der Gespräche hängt nach Angaben des iranischen Außenministeriums von der Ernsthaftigkeit und dem guten Willen der Gegenseite ab. Diese müsse von „unrechtmäßigen Maximalforderungen“ absehen und die Rechte von
Iran akzeptieren, teilt das Ministerium mit. In den vergangenen 24 Stunden seien die Hauptthemen der Verhandlungen erörtert worden, darunter die Straße von Hormus, die Atomfrage, Reparationszahlungen, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein vollständiges Ende des Krieges gegen
Iran und in der Region.Sabrina FrangosTrump: Ausgang der
Iran-Verhandlungen in
Pakistan macht „keinen Unterschied“US-Präsident
Donald Trump hat die Bedeutung der Friedensgespräche mit
Iran in der pakistanischen Hauptstadt
Islamabad kleingeredet. „Ob wir einen Deal machen oder nicht, macht für mich keinen Unterschied“, sagt Trump am Samstag am Weißen Haus zu Journalisten. „Der Grund ist, dass wir gewonnen haben.“Die USA würden „sehr tiefgehende Verhandlungen“ mit dem
Iran führen, hätten aber ohnehin gewonnen, sagte der US-Präsident. „Wir haben sie militärisch besiegt.“Philipp von ReinersdorffTrump: Ob es einen Deal gibt oder nicht – die USA gewinnenUS-Präsident Donald äußert sich vor Reportern und sagt,
Iran lasse sich möglicherweise auf einen Deal ein, möglicherweise aber auch nicht. Unabhängig davon, was passiere, würden die USA aber gewinnen. Die USA seien in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit
Iran, fügt er hinzu. Für ihn mache es aber keinen Unterschied, ob es einen Deal mit
Iran gebe. Mit Blick auf China sagt Trump, das Land werde große Probleme bekommen, wenn es Waffen an
Iran liefere. Philipp von ReinersdorffMedien: Große Differenzen bei
Iran-Verhandlungen – neue Gesprächsrunde begonnenIranische Medien berichten über große Differenzen bei den Verhandlungen zwischen
Iran und den USA in
Pakistan. Die staatlichen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von „überzogenen Forderungen“ der US-Seite. Auch die „Financial Times“ berichtet, die Verhandlungen seien bei der Frage der Straße von Hormus in eine Sackgasse geraten.Der Fortschritt der Verhandlungen sei aus iranischer Sicht behindert worden, so die iranischen Nachrichtenagenturen.Tasnim zufolge besteht die iranische Delegation auf der „Wahrung der militärischen Errungenschaften“, eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den größten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Straße von Hormus geben.Wie der US-amerikanische Nachrichtensender CNN berichtet, hat am Samstagabend eine neue Runde der trilateralen Gespräche zwischen
Iran, den USA und
Pakistan begonnen. „Angesichts der überzogenen Forderungen der USA scheint das die letzte Chance für das iranische Team zu sein, in dieser Verhandlungsrunde ein gemeinsames Grundsatzabkommen zu erreichen“, zitiert CNN die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.Philipp von ReinersdorffIran dementiert Durchfahrt von zwei US-KriegsschiffenIran hat Angaben des US-Militärs dementiert, wonach am Samstag zwei US-Kriegsschiffe die Straße von Hormus durchquerten. Die entsprechenden Angaben des US-Militärkommando Centcom würden „scharf zurückgewiesen“, erklärte der iranische Armeesprecher Ebrahim Zolfaghari am Samstagabend nach Angaben des Staatsfernsehens. „Die Entscheidung über die Durchfahrt von welchem Schiff auch immer liegt bei den Streitkräften der Islamischen Republik des Irans“, betonte er.Simon HüsgenNetanjahu: Wollen „echtes Friedensabkommen“ mit Libanon Israel strebt nach den Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein „echtes Friedensabkommen“ mit Libanon an. Dieses solle „über Generationen halten“, sagte er in einer Videobotschaft mit Blick auf anstehende Verhandlungen in Washington am Dienstag. Ein solcher Ausgang der Gespräche gilt allerdings als ungewiss. Netanjahu bekräftigte gleichzeitig, Israel kämpfe weiter gegen die libanesische Hizbullah-Miliz, bis die Sicherheit der Ortschaften im Norden Israels gewährleistet sei. Seit Wiederaufflammen des Konflikts Anfang März habe Israel mehrere Hundert Hizbullah-Kämpfer getötet.„Als Ergebnis der Stärke, die wir demonstriert haben, hat sich Libanon innerhalb des vergangenen Monats mehrmals an uns gewandt“, sagte Netanjahu. Anliegen sei dabei gewesen, „direkte Friedensgespräche aufzunehmen“. Er habe dies gebilligt, unter zwei Bedingungen: Die Entwaffnung der Hizbullah und die Vereinbarung eines echten Friedensabkommens, das Bestand haben werde. Auch weitere Länder innerhalb und außerhalb der Region hätten sich an Israel gewandt, „weil sie unsere Stärke sehen“. Die libanesische Regierung und Israel werden kommende Woche zum ersten Mal seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und der israelische Botschafter in Washington, Jechiel Leiter, sollen diese am Dienstag aufnehmen. Franca WittenbrinkIran droht mit Angriff wegen US-KriegsschiffIrans Marine hat mit Beginn der Friedensverhandlungen ein US-Kriegsschiff vor einer Durchquerung der Straße von Hormus gewarnt. Die Streitkräfte der Islamischen Republik
Iran beobachteten den US-Zerstörer genau, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Sollte das Schiff seinen Kurs fortsetzen, drohe ein Angriff.Irans Delegation, die in
Islamabad mit den USA Friedensgespräche aufgenommen hat, legte beim Vermittler
Pakistan Beschwerde ein und forderte, dass der US-Zerstörer die Meerenge wieder verlasse. „Wenn die Bewegung des Schiffs fortgesetzt wird, wird es innerhalb von 30 Minuten angegriffen“, ließ der
Iran Tasnim zufolge den USA mitteilten. Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) erklärte am Abend, einen Marineeinsatz zur Räumung von Seeminen begonnen zu haben. Zwei Zerstörer hätten dazu die Straße von Hormus passiert und im Arabischen Golf operiert, hieß es in einer Mitteilung von Centcom auf X. Die iranischen Revolutionsgarden hatten vor wenigen Tagen einen Bereich der Meerenge als Gefahrenzone deklariert und vor Minen in den Schifffahrtsrouten gewarnt. Franca WittenbrinkNeue Raketenangriffe aus Libanon auf Israel Bei neuen Angriffen aus Libanon ist nach Angaben von Rettungskräften ein Haus in Nordisrael getroffen worden. Es gab jedoch zunächst keine Angaben zu Verletzten, wie der Rettungsdienst Magen David Adom am frühen Abend (Ortszeit) mitteilte. Nach israelischen Medienberichten feuerte die libanesische Hizbullah-Miliz rund zehn Raketen auf den Norden Israels. Bei zusätzlichen Drohnenangriffen sei ein Haus in dem Grenzort Schlomi beschädigt worden. Andere Geschosse seien von der Raketenabwehr abgefangen worden. Die Hizbullah teilte derweil mit, sie habe israelische Truppen im Süden Libanons mit einer Rakete angegriffen. Von Israels Armee hieß es, sie habe binnen 24 Stunden mehr als 200 Hizbullah-Ziele im Libanon beschossen. Franca WittenbrinkProtest in Libanon gegen Gespräche mit Israel Hunderte Anhänger der von
Iran gelenkten Hizbullah haben in Beirut gegen die Entscheidung der Regierung protestiert, Verhandlungen mit Israel aufzunehmen. Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete von starken Sicherheitsvorkehrungen. Protestierende riefen „Nieder mit Nawaf“ mit Bezug auf den aktuellen Ministerpräsidenten Nawaf Salam. Andere riefen „Gott segne Nasrallah“ und meinten damit den von Israel getöteten Hizbullah-Chef Hassan Nasrallah. Viele schwenkten die iranische Fahne oder Hizbullah-Flaggen. Ein Mann rief: „Sie werden uns nicht dazu bringen, uns zu ergeben.“ Mehr ladenTickarooLive Blog Software