US-Präsident verspricht Sanktionserleichterungen +++ „Sehr produktiver Regimewandel“ +++ Hegseth: Iranische Rüstungs- und Verteidigungsindustrie „vollständig zerstört“ +++ alle Entwicklungen im LiveblogAndreas RossTrump will selbst Maut in
Straße von Hormus kassierenWenn stimmt, was der Washingtoner Chefkorrespondent des großen Senders
ABC News,
Jonathan Karl, auf der Plattform X veröffentlich hat, dann will Präsident
Donald Trump künftig selbst Mautgebühren in der
Straße von Hormus kassieren.Karl schrieb, er habe Trump am Morgen auf iranische Pläne angesprochen, Schiffe nur gegen Zahlung siebenstelliger Summen die Meerenge passieren zu lassen. Ob das im Sinne des Präsidenten sei, obwohl Frachter die
Straße von Hormus vor den amerikanisch-israelischen Angriffen ja kostenlos passieren konnten? Demnach antwortete Trump: „Wir denken darüber nach, das als Gemeinschaftsunternehmen zu tun. Es wäre ein Weg, es (die
Straße von Hormus) zu schützen – auch vor vielen anderen Leuten zu schützen.“Andreas RossTrump widerspricht
Teheran: Keine Urananreicherung mehrDonald Trump versichert, dass es in
Iran keine Urananreicherung mehr geben werde – obwohl die Verlautbarungen aus
Teheran im Gegensatz dazu von einem dauerhaften Recht Irans auf Urananreicherung sprechen.Der US-Präsident schrieb am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social, dass die USA gemeinsam mit
Iran den angeblich unter Bombenschutt liegenden „Atomstaub“ bergen und „entfernen“ würden. Den Begriff „Atomstaub“ hat Trump schon oft für das hochangereicherte Uran verwendet, über das
Iran verfügt. Das Material stehe unter Beobachtung amerikanischer Satelliten, schrieb Trump. Nichts sei seit dem ersten Tag der amerikanisch-israelischen Angriffe abgezweigt worden. Ob die USA tatsächlich wissen, wo das beinah waffentaugliche Spaltmaterial ist, wird von manchen Fachleuten bezweifelt.Insgesamt bekennt sich Trump zu einer engen Zusammenarbeit mit der Führung in
Teheran. Seine Regierung sei zu dem Schluss gekommen, dass das Regime im Begriff sei, einen „sehr produktiven Regimewandel“ zu durchlaufen. Er bestätigte, dass die Amerikaner über Sanktionserleichterungen für
Iran sprächen. Louise OtterbeinLibanesischer Ministerpräsident bittet um internationale HilfeDer libanesische Ministerpräsident
Nawaf Salam hat nach einer massiven Welle von Luftangriffen an „alle Freunde Libanons“ appelliert, die israelischen Militäraktionen im Land „mit allen verfügbaren Mitteln“ zu stoppen. In einem Beitrag auf X schreibt
Nawaf Salam,
Israel weite seine Angriffe weiter aus, „die sich gegen dicht besiedelte Wohnviertel richten und in verschiedenen Teilen des
Libanon, insbesondere in der Hauptstadt Beirut, das Leben unbewaffneter Zivilisten fordern.“ Louise Otterbein„Größter Angriff“ seit Kriegsbeginn:
Israel setzt Attacken in
Libanon fort
Israel greift ungeachtet der Waffenruhe im Irankrieg
Libanon weiterhin massiv an. Kurz vor dem Pressebriefing des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth kündigten die israelischen Streitkräfte (IDF) den „größten koordinierten Angriff“ seit dem Wiederaufflammen des Konflikts mit der Hizbullah Anfang März an. In einer Stellungnahme der IDF auf X heißt es, die Armee habe „innerhalb von 10 Minuten und in mehreren Gebieten gleichzeitig“ Angriffe durchgeführt, „die auf etwa 100 Hauptquartiere und militärische Infrastruktur der Hisbollah abzielten“. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete Dutzende Tote und Hunderte Verletzte. Demnach sind noch Menschen unter Trümmern nach Angriffen verschüttet. Auch aus einem Krankenhaus hieß es, die Klinik behandle eine große Zahl von Opfern. Magdalena TröndleHegseth:
Iran soll hoch angereichertes Uran übergeben US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat
Iran aufgefordert, den USA angereichertes Uran zu übergeben und künftig keines mehr anzureichern. Auf eine entsprechende Frage eines Journalisten bei einer Pressekonferenz im Pentagon sagte Hegseth: „Es war stets unverhandelbar: Sie dürfen keine nuklearen Fähigkeiten besitzen.“ Das Material sei derzeit „vergraben“, die USA würden es jedoch genau beobachten. „Wir wissen genau, was sie haben, und sie wissen das.“
Iran werde das Material entweder freiwillig übergeben oder die USA würden es sich holen, sagte der Minister. Zugleich macht er deutlich, dass ein Spezialeinsatz nicht ausgeschlossen sei: „Oder wenn wir selbst etwas anderes tun müssen – so wie wir es bei ,Midnight Hammer‘ getan haben oder so etwas, dann behalten wir uns diese Möglichkeit vor.“ Die Operation „Midnight Hammer“ bezeichnen die amerikanischen Militärschläge gegen iranische Nuklearanlagen im vergangenen Sommer. Louise OtterbeinIran meldet Explosionen am Persischen GolfNach Beginn der Waffenruhe mit den USA und
Israel hat
Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache war zunächst unbekannt. Die Ölraffinerie auf Lawan sei Ziel eines „feindlichen, hinterhältigen Angriffs“ geworden, berichtete die Agentur unter Berufung auf die nationale Ölgesellschaft. Die Feuerwehr sei im Einsatz, die Brände unter Kontrolle zu bringen und die Anlagen zu sichern. Todesopfer gab es demnach nicht.Der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani sagte am Nachmittag, Israels Armee habe keine Beteiligung daran. Auch auf der Insel Sirri kam es zu Explosionen, wie Mehr weiter berichtete. Auf jede Aggression werde
Iran mit einer „Reue bringenden Antwort“ reagieren, hieß es in dem Bericht. Magdalena TröndleHegseth: Militär bleibt in der Region präsent US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat eine anhaltende militärische Präsenz der USA in der Region um die
Straße von Hormus angekündigt. Auf die Frage nach der Rolle des US-Militärs bei der Durchfahrt von Schiffen durch die Meerenge sagte Hegseth bei einem Briefing im Pentagon: „Wir werden bleiben. Wir gehen nirgendwo hin.“ Ziel sei es, die Einhaltung der Waffenruhe durch
Iran sicherzustellen und
Teheran letztlich an den Verhandlungstisch zu bringen. Die US-Truppen blieben „bereit“ und „wachsam“, sagte Hegseth. Man sei vorbereitet, sich zu verteidigen, bei Bedarf auch in die Offensive zu gehen und Einsätze „jederzeit“ wieder aufzunehmen, falls dies nötig werde. Magdalena TröndleHegseth: Mehr als 800 Angriffe auf iranische Ziele Die USA haben nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth am Dienstag mehr als 800 Angriffe auf iranische Ziele geflogen. Die Attacken seien noch vor Inkrafttreten einer Waffenruhe erfolgt, die in der Nacht zum Mittwoch wirksam geworden sei. Die iranische Rüstungs- und Verteidigungsindustrie sei „vollständig zerstört“ worden. Damit sei ein Kernpfeiler der Mission erreicht, sagte Hegseth. Was
Iran noch bleibe, sei „das Wenige, das in Bunkern vergraben ist“. Zugleich räumte der Minister ein,
Iran könne weiterhin vereinzelte Angriffe ausführen. Die US-Seite gehe jedoch davon aus, dass die iranischen Führungs- und Kommunikationsstrukturen so stark beschädigt seien, dass eine koordinierte Abstimmung kaum noch möglich sei. Nach Darstellung des Ministers könne
Iran zudem keine Raketen, Trägersysteme, Abschussvorrichtungen oder Drohnen mehr herstellen. Die entsprechenden Fabriken seien „dem Erdboden gleichgemacht“ worden.Andreas RossTrump belegt Irans Waffenlieferanten mit ZöllenJeder Staat, der Kriegswaffen an
Iran liefert, wird dafür von den Vereinigten Staaten künftig mit hohen Zusatzzöllen bestraft. Das hat US-Präsident
Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt. Auf alle Exporte aus solchen Ländern in die Vereinigten Staaten würden von sofort an Zusatzzölle von 50 Prozent fällig, so Trump. Es werde von dieser Regel keine Ausnahmen geben.Magdalena TröndleHegseth erklärt
Iran für besiegtDer amerikanische Verteidigungsminister Pete Hegseth hat
Iran als militärisch besiegt erklärt. Durch „Operation Epic Fury“ sei „ein historischer und überwältigender Sieg auf dem Schlachtfeld“ erzielt worden. „
Iran war seit 47 Jahren eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten und die freie Welt (...) Damit ist jetzt Schluss“, sagte Hegseth auf einer Pressekonferenz im Pentagon. Während andere Präsidenten auf der Stelle getreten und das Problem vor sich hergeschoben hätten, habe Präsident
Donald Trump „Geschichte geschrieben“, sagte Hegseth. „Ein großer Tag für den Weltfrieden.“Sara WagenerSánchez: Momentane Erleichterung darf nicht über Tote hinwegtäuschenDer spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe im Irankrieg zurückhaltend begrüßt. „Waffenruhen sind immer eine gute Nachricht – besonders, wenn sie den Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden ebnen“, schrieb der sozialistische Politiker auf der Nachrichtenplattform X.Zugleich betonte Sánchez, die „momentane Erleichterung“ dürfe „nicht über Chaos, Zerstörung und verlorene Menschenleben hinwegtäuschen“. Seine Regierung werde „nicht diejenigen feiern, die die Welt in Brand setzen, nur weil sie danach mit einem Eimer auftauchen“. Entscheidend seien nun „Diplomatie, internationales Recht und Frieden“.Madrid zählt in Europa zu den schärfsten Kritikern der Angriffe von den USA und
Israel auf
Iran. Bereits kurz nach dem Beginn des Irankrieges hatte Sánchez den USA die Nutzung der Militärbasen Rota und Morón für die Einsätze gegen
Iran untersagt. Jüngst wurde auch der Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg in Verbindung stehen. Louise OtterbeinTürkei dringt auf vollständige Umsetzung der WaffenruheDie Türkei begrüßt die zweiwöchige Waffenruhe im Irankrieg und dringt auf eine vollständige Einhaltung. „Wir begrüßen den gestern Abend verkündeten Waffenstillstand in dem Krieg, der unsere Region seit dem 28. Februar in einen Krisenherd verwandelt hat“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan. „Wir hoffen, dass der Waffenstillstand in dem Gebiet vollständig umgesetzt wird, ohne möglichen Provokationen und Sabotageakten eine Chance zu geben.“Vom türkischen Außenministerium in Ankara hieß es: „Wir betonen die Notwendigkeit der vollständigen Umsetzung dieser befristeten Waffenruhe vor Ort und erwarten, dass alle Parteien die getroffene Vereinbarung einhalten.“ Der Weg zu einem dauerhaften Frieden könne nur durch Dialog erreicht werden. Man werde die Verhandlungen in Islamabad weiter nach Kräften unterstützen.Louise OtterbeinRevolutionsgarde: In der Nacht Ölanlagen angegriffenDie iranische Revolutionsgarde hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht Energieanlagen und Ölpipelines angegriffen, die mit den USA und
Israel in Verbindung stehen. Darunter seien auch Ölanlagen in der saudiarabischen Hafenstadt Janbu, wie staatliche Medien berichten. Der Finger sei am Abzug, erklärten die Revolutionsgarde der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge. Auf jeden Angriff würde sie mit noch mehr Härte reagieren.Sebastian ReuterKuwait und Vereinigte Arabische Emirate melden Beschuss aus
Iran Trotz einer Waffenruhe haben die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus
Iran gemeldet. Man sei seit dem Morgen mit einer Welle iranischer Angriffe konfrontiert, teilte die kuwaitische Armee mit und habe 28 iranische Drohnen abgefangen. Einige der Drohnen hätten auf Ölanlagen und Kraftwerke im Süden des Landes gezielt und Sachschaden an der Infrastruktur und Entsalzungsanlagen verursacht. Das Verteidigungsministerium der Emirate teilte auf X mit, die Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe aus
Iran im Einsatz. Ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden. Im iranischen Staatsfernsehen wurden die Angriffe mit Raketen und Drohnen bestätigt. Sie erfolgten in Reaktion auf Bombardierungen iranischer Ölanlagen am Persischen Golf kurz zuvor, hieß es in einer Nachrichtensendung. David KlaubertVance spricht von „fragiler Waffenruhe"Der amerikanische Vizepräsident JD Vance hat das Abkommen mit
Iran in einer Rede in Budapest als „fragil“ bezeichnet. Das berichten die Kollegen von CNN. Vance, der bis zuletzt an den Verhandlungen mit
Teheran beteiligt war, berichtete demnach auch von Unstimmigkeiten innerhalb der iranischen Regierung. Der Außenminister habe positiv auf den Plan reagiert, sagte Vance am Mittwochvormittag, andere hätten jedoch „gelogen“, was die militärischen Erfolge der USA und die Rahmenbedingungen der Waffenruhe angehe. „Deshalb sage ich, dass dies eine fragile Waffenruhe ist“, sagte Vance laut CNN. „Es gibt Leute, die ganz klar an den Verhandlungstisch kommen und mit uns zusammenarbeiten wollen, um eine gute Einigung zu finden, und dann gibt es Leute, die sogar über die fragile Waffenruhe lügen, die wir bereits ausgehandelt haben.“„Wenn die Iraner bereit sind, in gutem Glauben mit uns zusammenzuarbeiten, denke ich, dass wir eine Einigung erzielen können“, sagte Vance weiter. „Wenn sie lügen, wenn sie betrügen, wenn sie … versuchen, selbst den fragilen Waffenstillstand, den wir ausgehandelt haben, zu verhindern, dann werden sie nicht glücklich sein.“Mehr ladenTickarooLive Blog Software