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WED · 2026-04-08 · 11:52 GMTBRIEF NSR-2026-0408-58348
News/NS-Verfolgte Edith Erbrich: Auszeichnung für Theresienstadt-…
NSR-2026-0408-58348News Report·DE·Human Interest

NS-Verfolgte Edith Erbrich: Auszeichnung für Theresienstadt-Überlebende

Edith Erbrich, eine Frankfurterin und Überlebende des Ghettos Theresienstadt, wird für ihre Arbeit als Zeitzeugin mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet. Als junges Mädchen wurde sie 1945 mit ihrem Vater und ihrer Schwester nach Theresienstadt deportiert, nachdem ihre Großeltern bereits 1942 dorthin verschleppt worden waren.

Alexander JürgsFAZFiled 2026-04-08 · 11:52 GMTLean · Center-RightRead · 2 min
NS-Verfolgte Edith Erbrich: Auszeichnung für Theresienstadt-Überlebende
FAZFIG 01
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§ 01

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Edith Erbrich, eine Frankfurterin und Überlebende des Ghettos Theresienstadt, wird für ihre Arbeit als Zeitzeugin mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet. Als junges Mädchen wurde sie 1945 mit ihrem Vater und ihrer Schwester nach Theresienstadt deportiert, nachdem ihre Großeltern bereits 1942 dorthin verschleppt worden waren. Lange Zeit sprach Erbrich nicht über ihre Erfahrungen, begann aber 1997, ihre Erinnerungen zu teilen und veröffentlichte ein Buch. Wissenschafts- und Kunstminister Timon Gremmels wird ihr die Auszeichnung in Wiesbaden überreichen, um ihren Einsatz gegen Rassismus und Hass zu würdigen. Erbrich, die bereits 2007 das Bundesverdienstkreuz erhielt, wird für ihr Engagement für die Erinnerungskultur geehrt.

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Article analysis

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Human Interest
Social Justice
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Key claims

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Erbrich: „Ich wollte Anerkennung und kein Mitleid“

quoteEdith Erbrich
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In 2007, Erbrich received the Federal Cross of Merit for her commitment to the culture of remembrance.

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Erbrich began speaking about her experiences as a contemporary witness in 1997.

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Erbrich was deported to the Theresienstadt ghetto as a young girl.

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Edith Erbrich, a Holocaust survivor, will be awarded the Hessian Order of Merit.

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Full report

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Als junges Mädchen wurde die Frankfurterin Edith Erbrich in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Für ihre Arbeit als Zeitzeugin wird sie nun mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet.Ihr ging es wie so vielen Holocaustüberlebenden: Lange Zeit hat Edith Erbrich nicht über ihre Verfolgung während der NS-Zeit gesprochen. „Ich wollte Anerkennung und kein Mitleid“, hat die heute Achtundachtzigjährige ihre Zurückhaltung im Jahr 2020 in einem Gespräch mit der F.A.Z. begründet. Erst von 1997 an begann sie, als Zeitzeugin über das Erlebte zu reden, ihre Erinnerungen hielt sie auch in einem Buch mit dem Titel „Ich hab’ das Lachen nicht verlernt“ fest.2007 erhielt Erbrich, die in Langen lebt, für ihr Engagement für die Erinnerungskultur das Bundesverdienstkreuz. Nun kommt eine weitere Auszeichnung hinzu: An diesem Donnerstag wird der hessische Wissenschafts- und Kunstminister Timon Gremmels (SPD) Erbrich in Wiesbaden den Hessischen Verdienstorden überreichen und sie für ihren „Einsatz gegen Rassismus und Hass“ ehren.Erbrich wurde 1937 in Frankfurt geboren, ihr Vater war Jude, ihre Mutter Katholikin. Als „Mischlinge ersten Grades“ wurden sie und ihre ältere Schwester von den Nazis kategorisiert. Die Mädchen durften die Schule nicht besuchen, bei Bombenalarm wurde ihnen der Zugang zum Luftschutzkeller verwehrt, auf ihre Mutter wurde Druck ausgeübt, sich von ihrem Mann zu trennen. 1942 wurden ihre Großeltern in das Ghetto Theresienstadt deportiert.Anfang Februar 1945 erhielt die Familie eine schriftliche Anweisung: Edith, ihre Schwester Hella und ihr Vater Norbert Bär sollten ebenfalls nach Theresienstadt deportiert werden. Von der Frankfurter Großmarkthalle fuhren die Züge ab, die die verfolgten Juden nach Osteuropa brachten. Die christliche Mutter der Mädchen musste in Frankfurt bleiben, erst am Morgen der Deportation teilte sie es ihren Kindern mit. „Das war der schmerzhafteste Tag meines Lebens“, erinnerte sich Erbrich an diesen Moment. Am 8. Mai 1945 wurde sie von Soldaten der Roten Armee befreit.
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